Air Berlin: Arbeitskampf der LTU-Piloten spitzt sich zu

Air Berlin: Arbeitskampf der LTU-Piloten spitzt sich zu

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Der Vorstandsvorsitzende von Air Berlin Joachim Hunold

Der Arbeitskampf droht zu eskalieren – die Gewerkschaft ist zerstritten.

Die Freude währte nur kurz. Der Pilotenstreik bei der Air-Berlin-Tochter LTU am vergangenen Dienstag habe kaum Schaden angerichtet, ließ Vorstandschef Joachim Hunold verbreiten. Doch der Arbeitskampf dürfte sich zuspitzen. „Der Unmut bei den LTU-Beschäftigten ist größer denn je“, sagt Jörg Handwerg, Vorstandsmitglied der Vereinigung Cockpit (VC). Damit wächst der Druck auf die Führung der Pilotengewerkschaft. Denn deren neue Spitze kam im Frühjahr ins Amt, weil den Mitgliedern die alten Chefs zu nachgiebig waren.

Die Mehrheit will nicht einlenken

Die LTU-Piloten fordern Verbesserungen, die sich laut Air Berlin auf elf Prozent summieren. Hunold bot rund drei Prozent plus einen Verzicht auf Entlassungen an. „Doch die Stimmung war so aufgeheizt, dass ein Teil in jedem Fall einfach streiken wollte“, sagt ein Gewerkschaftsinsider. Nun streiten die Gewerkschafter darüber, wie sie vorgehen sollen.

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Während das für Tarifpolitik zuständige VC-Vorstandsmitglied Ilona Ritter kompromissbereitere Töne anschlug, will die Mehrheit hart bleiben. „Wir sind nicht sicher, ob Hunold das Signal verstanden hat oder ob wir dem Unternehmen erst schaden müssen“, sagt VC-Vorstand Handwerg. Viel Zeit bleibt nicht. Denn weitere Streiks könnten schnell verpuffen. Weil in der Krise die Passagierzahlen gesunken sind, braucht Air Berlin die LTU nur, wenn wie jetzt in den Ferien die Nachfrage hoch ist. „Im Herbst kommt Hunold zumindest auf der Kurzstrecke praktisch ohne die LTU aus“, sagt ein Firmenkenner.

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