
dpa-afx FRANKFURT. Der Leitindex Dax verringerte allerdings am späteren Nachmittag sein Minus und schloss knapp behauptet, nachdem die US-Börsen nur mit leichten Verlusten auf den kräftigen Kurseinbruch an der Schanghaier Börse reagiert hatten. Die Zentralbehörden hatten zuvor eine Stempelsteuer auf Wertpapiergeschäfte verdreifacht, um die chinesischen Börsen abzukühlen. Der Dax ging mit minus 0,21 Prozent auf 7 764,97 Punkten aus dem Handel. Zeitweise war er bis auf 7 675,89 Zähler gefallen. Der MDax der mittelgroßen Werte sank um 0,82 Prozent auf 10 870,16 Zähler. Der TecDax hingegen gewann 0,22 Prozent auf 903,21 Punkte. Analyst Manfred Bucher von der Bayerischen Landesbank zufolge ist die kleine Korrektur bei den Standardwerten "kein Drama". Nach den jüngsten Kursanstiegen hätten einige Anleger am Mittwoch Gewinne mitgenommen, sagte der Experte. Zugleich sei aber deutlich geworden, dass die kürzlich vom amerikanischen Ex-Notenbankchef Alan Greenspan angesprochene Überhitzung der chinesischen Aktienmärkte tatsächlich ein Risikofaktor sei. Schwächster Dax-Wert war die Altana-Aktie mit 2,66 Prozent auf 18,29 Prozent, die Mitte Juni ihren Platz im deutschen Leitindex mit der Darmstädter Merck inzwischen sicher tauschen muss. Tui-Aktie büßten 2,41 Prozent auf 20,22 Euro ein. Der Reise- und Schifffahrtskonzern hat seine Wandelanleihe einschließlich Mehrzuteilungsoption platziert, so dass sich das Emissionsvolumen der unbesicherten, nicht nachrangigen Anleihe auf 694 Mill. Euro erhöht. Ursprünglich wollte Tui Anleihen im Volumen von lediglich 550 Mill. Euro ausgeben, hat den Betrag aufgrund der starken Nachfrage jedoch um 82,5 Mill. Euro aufgestockt. Daneben belasteten laut Börsianern das Ausscheiden der Aktie aus den Msci Euro- und Pan-Euro-Indizes sowie Gewinnmitnahmen, nachdem Tui zuletzt wegen Übernahmefantasien gut gelaufen seien.
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BMW sanken um 1,42 Prozent auf 49,88 Euro und gaben damit den größten Teil ihrer Vortagsgewinne (1,7) wieder ab. Der US-Autohersteller Ford dementierte eine Meldung in einer schwedischen Zeitung, der zufolge er den Verkauf seiner Volvo-Beteiligung plant. BMW war als möglicher Kaufinteressent gehandelt worden. Zudem belastete die Aktie eine negative Studie der niederländischen Investmentbank ABN Amro. Schwächster Dax-Wert war die Altana-Aktie mit 2,66 Prozent auf 18,29 Prozent, die Mitte Juni ihren Platz im deutschen Leitindex mit der Darmstädter Merck inzwischen sicher tauschen muss. Im TecDax gewannen die Titel von Solarworld 3,02 Prozent auf 65,77 Euro, nachdem sie zeitweise bis auf 68,70 Euro gesprungen waren. Händler verwiesen auf wieder aufgewärmte Spekulationen um eine Übernahme des Solarkonzerns. Am Vortag hatte die spanische Zeitung "El Negocio" vom möglichen Interesse der Sparte erneuerbare Energien von Acciona an Solarworld berichtet. Solarworld-Chef und Großaktionär Frank Asbeck plane bisher keine Abgaben, sagte ein Analyst am Vortag.
Lesen Sie weiter auf Seite 2: Freenet wurde vom Handel ausgesetzt
Die Aktie des Telekomdienstleisters Freenet wurden am späten Nachmittag bei plus 0,50 Prozent auf 23,92 Euro vom Handel ausgesetzt. Anschließend wurde bekannt gegeben, dass Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen haben, der kommenden Hauptversammlung im Juli eine Dividende pro Aktie in Höhe von insgesamt 6,00 Euro vorzuschlagen. Diese würde eine Sonderdividende von 5,50 Euro beinhalten. Ein Händler sagte dazu: "Das ist keine Überraschung, sondern genau so erwartet worden." Aktien von GPC Biotech gewannen 2,73 Prozent auf 21,47 Euro. Neben einer Erholung nach den Verlusten der vergangenen Tage gaben Händlern zufolge auch eine Anteilsaufstockung durch Lehman Brothers Auftrieb. Die Investmentbank hat in der vergangenen Woche die 3-Prozent-Schwelle beim Stimmrechtsanteil an dem Unternehmen übersprungen und den Anteil auf nun 4,83 Prozent aufgestockt. Darüber hinaus bestätigte die Credit Suisse in einer aktuellen Studie die GPC-Aktie mit "Outperform" und einem Kursziel von 25,00 Euro. Im Sdax gaben die Aktien des künftigen MDax-Kandidaten Air Berlin nach Quartalszahlen 4,76 Prozent auf 17,40 Euro ab. Analysten beurteilten die Ergebnisse als enttäuschend. Aktienstrategen zufolge ist nun der Traum einer vorzeitigen Aufnahme in den Index der mittelgroßen Werte ausgeträumt. "Das wird nun nichts mehr werden für Juni, aber ab September sollte dann dem Aufstieg von Air Berlin in den MDax nichts mehr entgegenstehen", sagte Stratege Christian Stocker von der HVB. Im MDax sanken die Aktien von Wacker Chemie um 3,06 Prozent oder 4,65 Euro auf 147,20 Euro. Die Titel wurden allerdings ex Dividende gehandelt: Der Chemiekonzern schüttete 2,50 Euro je Aktie aus.






















