HB STUTTGART. Für 2004 würden nur noch 4,5 % gezahlt, teilte Allianz Leben am Mittwoch in Stuttgart mit. Im laufenden Jahr hatte die Gesamtverzinsung - die Summe aus Garantiezins und Überschussbeteiligung - noch 5,3 % betragen, 2002 gar 6,8 %. Die Senkung sei „zwingend erforderlich“ gewesen, weil die Zinsen auf festverzinsliche Wertpapiere auf ein historisch niedriges Niveau gefallen seien, teilte Allianz Leben mit. So habe zeitweilig die Rendite für zehnjährige Pfandbriefe weniger als 3,7 % betragen, heißt in der Erklärung der Allianz Leben.
Am Ende des vergangenen Jahres sei Allianz Leben noch von höheren Zinsen ausgegangen, erklärte das Unternehmen. Dies habe zu der Annahme geführt, dass die damals beschlossene Gesamtverzinsung von 5,3 % über einen längeren Zeitraum darstellbar sei. „Unsere Kunden haben davon profitiert“, betonte Gerhard Rupprecht, der Vorstandsvorsitzende der Allianz Leben. Aus heutiger Sicht sei es längerfristig aber auch im Interesse der Kunden, wenn Allianz Leben seine Gesamtverzinsung an die Entwicklung am Zinsmarkt heranführe, fügte Rupprecht hinzu. Der Zinsmarkt sei so entscheidend, weil der größte Teil der Kapitalanlagen von Allianz Leben in festverzinslichen Papieren investiert sei.
Allianz Leben weist darauf hin, dass sich die Versicherungsleistung am Ende der Ansparphase noch um den Schlussüberschuss zusätzlich erhöhe. Für bereits laufende Privatrenten zahle Allianz Leben im kommenden Jahr insgesamt 4,7 %. Der Allianz-Chef erinnerte daran, dass früher die Gesamtverzinsung - in absoluten Zahlen gemessen - höher ausgefallen sei, gleichzeitig habe aber auch die Inflation meist weitaus höhere Werte als heute erreicht. Das eigentlich Entscheidende sei aber, was den Kunden real an Wert zuwachse „und das kann sich auch im Vergleich zu früheren Zeiten sehen lassen“, sagte Rupprecht.






















