Altana: Quandt-Erbin Klatten will Altana von der Börse nehmen

Altana: Quandt-Erbin Klatten will Altana von der Börse nehmen

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Altana-Mehrheitsaktionärin und Quandt-Erbin Susanne Klatten sitzt in Frankfurt bei der Jahreshauptversammlung des Unternehmens auf dem Podium (Archivfoto vom 03.05.2007). Die Milliardärin Susanne Klatten will den Chemiekonzern ALTANA für rund 910 Millionen Euro komplett übernehmen.

Die Quandt-Erbin Susanne Klatten will den Spezialchemiekonzern Altana für rund 910 Millionen Euro ganz übernehmen und von der Börse nehmen. Die Altana-Aktie notiert nach dem Übernahmeangebot an der Spitze des MDAX.

Die Quandt-Erbin Susanne Klatten will den Spezialchemiekonzern Altana für rund 910 Millionen Euro ganz übernehmen und von der Börse nehmen.

Klatten besitzt über ihre Holding-Gesellschaft Skion bereits 50,1 Prozent an dem Unternehmen, das heute zum dritten Mal in diesem Jahr seine Umsatzerwartungen nach unten schraubte. Skion kündigte in Bad Homburg ein freiwilliges Angebot über 13 Euro je Aktie an, das die Mehrheitsaktionärin mit Barmitteln finanzieren könne.An der Börse hattenAltana-Aktien am Mittwoch bei 9,39 Euro geschlossen, heute stiegen sie auf 12,91 Euro.

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Falls der Quandt-Erbin alle ausstehenden Aktien angedient werden, müsste Klatten rund 910 Millionen Euro ausgeben. „Wir streben abhängig von der erreichten Beteiligungshöhe ein Delisting von Altana an", sagte ein Skion-Sprecher.

Die Milliardärin, die auch Großaktionärin des Münchener Autobauers BMW ist, stehe hinter dem Vorstand und dessen Strategie. Auch am Firmensitz in Wesel am Niederrhein, an den Standorten und den Beschäftigungsbedingungen soll sich nichts ändern.

Der Spezialchemiekonzern hat bereits einen massiven Umbau hinter sich. Altana hatte nach herben Entwicklungsrückschlägen seine Pharmasparte für rund 4,7 Milliarden Euro verkauft. Dafür hatte Klatten eine milliardenschwere Dividende erhalten. Altana erklärte, das Unternehmen sei erst kurzfristig über die Pläne von Klatten informiert worden. „Grundsätzlich steht der Vorstand der Altana AG einem Erwerbsangebot durch die SKion GmbH daher offen gegenüber", sagte Altana-Chef Matthias Wolfgruber aber.

Klatten sei eine langfristig orientierte Investorin. Einzige Bedingung von Klattens Angebots sei, dass der Dow Jones Eurostoxx 50 Index am Ende des letzten Tages der Annahmefrist einen Stand von über 1900 Punkten hat.

Mit einem Abschluss der Transaktion rechnet Skion noch in diesem Jahr.

Altana schraubt die Gewinnprognose nach unten

Angesichts des Konjunktureinbruchs hat Altana zum dritten Mal in diesem Jahr seinen Umsatzausblick gesenkt und auch die Gewinnprognose nach unten geschraubt. Altana habe in den vergangenen Wochen das sich eintrübende Geschäftsumfeld gespürt. „Für die kommenden Monate erwarten wir eine Fortsetzung dieses negativen Trends", erklärte Vorstandschef Wolfgruber.

Nun werde der Konzernumsatz in diesem Jahr nur noch das Vorjahresniveau erreichen oder leicht darüber liegen. Zuvor war ein Anstieg von zwei bis fünf Prozent erwartet worden. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll bei rund 260 Millionen Euro liegen. Zuletzt waren 260 bis 280 (2007: 248,5) Millionen Euro angepeilt worden.

Altana erwirtschaftete von Juli bis September einen Umsatz von 350,7 Millionen Euro, das war nur noch ein Plus von einem Prozent binnen Jahresfrist. Das Ebitda nahm um sieben Prozent auf 71,7 Millionen Euro zu. Die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) lag bei 20,4 (Vorjahreszeitraum: 19,2) Prozent. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 32,4 Millionen Euro, sieben Prozent mehr als vor Jahresfrist.

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