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Alternative Stromerzeugung: Suzlon gegen Subventionierung von Windenergie

Tulsi Tanti, Gründer und Chef des Windenergie-Konzerns Suzlon, spricht sich in der WirtschaftsWoche gegen die Subventionierung der Windenergie aus.

Tulsi Tanti, Gründer und Chef Quelle: dpa
Tulsi Tanti, Gründer und Chef von Suzlon Quelle: dpa

„Fossile Energien wie Öl, Gas und Kohle werden eh immer teurer. Deshalb braucht die Windenergie keine Subventionen mehr“, sagt Tanti. Er stellt sich damit gegen den Beschluss des Bundestages von Mitte Juni, Subventionen für erneuerbare Energien zu erhöhen. Wer durch Wind erzeugten Strom ins Netz speist, erhält von Januar an mindestens 9,2 Cent je Kilowattstunde.

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Bisher liegt die garantierte Vergütung bei acht Cent. Suzlon-Anlagen erzeugten den Strom für drei bis sechs Cent, sagt Tanti, der die Kosten weiter drücken will. Suzlon ist der fünftgrößte Windkraftanlagen-Hersteller der Welt. 2007 übernahm er den Wettbewerber Repower.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 30.06.2008, 18:15 UhrAnonymer Benutzer: Seifried

    Tantis Vorschlag ist erstaunlich und erfrischend, insofern als er gegenläufig zu der hierzulande gängigen "Subventionitis" ist. Wenn seine Angaben stimmen, müßte er sich auch am Markt bald durchsetzen.
    Alankas Kommentar ist einseitig schief. im Stromnetz schwanken nicht nur die eingespeisten Windleistungen, sondern ebenso sehr die abgeforderten Anschlußleistungen. Zum Ausgleich gab es - neben den Grundlast-Kraftwerken - schon immer Mittellast- und Spizenlast-Kraftwerke. Die Windkraftwerke ändern daran nichts prinzipielles. ihre wetterbedingten Leistungsspitzen sind durch heutige Wetterdienste gut prognostisierbar und damit beherrschbar.

    Auf der Abnehmerseite können sich die Unterschiede auch bisher schon in unterschiedlichen Preisen für billigeren Nachtstrom oder teureren Tag- oder Spitzenstrom niederschlagen. Es wäre naheliegend gewesen, im EEG die neuen Vergütungssätze ebenfalls entsprechend zu differenzieren, z. b. 9 Cent für Tagstrom, 6 Cent für Nachtstrom. Der Windmüller müßte erkennen, daß sein Nachtstrom weniger wert ist als sein Tagstrom. Der biogas-Kraftwerker könnte seinen Gasmotor hochfahren oder drosseln, seinen betrieb entsprechend optimieren. Die Polemik um Spitzenlasten und zusätzlichen Netzausbau könnte dadurch entkrampft werden.

  • 30.06.2008, 15:15 UhrAnonymer Benutzer: klagi

    Das ist an sich kein schlechter Vorschlag von Herrn Tanti, insofern der Preis den man als Kunde für die Reservierung und den Kauf der WEA aus dem SUZLON Konzern zu zahlen hat sowie die aufwändigen Kosten für das Genehmigungsprocedere mit der Einspeisungsvergütung korrelieren, d.h. letztlich auch sowiel Marge generieren, dass der betreiber sowohl die enorm gestiegenen Servicekosten des Konzerns, als auch Ersatzinvestitionen realiseren kann.

  • 29.06.2008, 04:25 UhrAnonymer Benutzer: Alanka

    Windstrom substituiert in Deutschland kein Öl, weil wir keine Ölkraftwerke haben. Windkraftwerke benötigen jedoch zum Ausgleich der schwankenden Windleistungen neue Gaskraftwerke - und zwar umso mehr, je mehr andere fossile Kraftwerke verhindert werden. Wasserkraft ist ausgereizt. Ein elektrischer Strommix aus Wind- und Gaskraftwerken wird dann die denkbar teuerste Option überhaupt. Aus diesem Grund wurde die Einspeisevergütung erhöht.
    Alanka

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