Andreas Barner : Druck der Extrem-Feministinnen

Andreas Barner : Druck der Extrem-Feministinnen

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Andreas Barner

von Jürgen Salz und Stephanie Heise

Wegen Patentabläufen bei wichtigen Medikamenten sind im Jahr 2010 bei Boeheringer sowohl der Betriebsgewinn als auch der Umsatz gesunken. Der Betriebsgewinn reduzierte sich um 15 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Der Umatz sank leicht um ein Prozent auf 12,6 Milliarden Euro. Bereits in diesem Jahr soll es aber wieder aufwärts gehen, sagt Unternehmenschef Andreas Barner.

WirtschaftsWoche: Herr Barner, wie stark ist Boehringer von der Katastrophe in Japan betroffen?

Barner: Wir betreiben dort drei Werke, darunter einen kleineren Betrieb in der Nähe von Fukushima. Die etwa 40 Mitarbeiter dort wurden alle in Sicherheit gebracht und sind gesund. Wie stark das Werk durch Beben und Strahlung belastet ist, weiß ich nicht. Ich gehe davon aus, dass wir dort nicht mehr produzieren können. Das Ausmaß des Unglücks, insgesamt gesehen, macht uns jedoch sehr betroffen.

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Denken Sie über einen Rückzug nach?

Auf keinen Fall. In großen Teilen Japans geht das alltägliche Leben weiter; auch die Versorgung mit Medikamenten funktioniert. So haben wir dort vor zwei Wochen auch mit dem Vertrieb unseres Mittels Pradaxa zur Vermeidung von Schlaganfällen begonnen. Und wir fühlen uns dem Land sehr verbunden. Japaner denken langfristig, wir als Familienunternehmen ebenfalls.

Wie stehen Sie denn zur Atomenergie?

Ich habe bis Fukushima geglaubt, dass die Kühlungs- und Sicherheitssysteme in unseren Atomkraftwerken funktionieren. Jetzt wüsste ich gern, ob diese Annahme tatsächlich zutrifft. Sollten wir durch regenerierbare Energien zunehmend auf Atomkraft verzichten können, wäre das attraktiv.

Bei Boehringer sind 2010 Umsatz und Gewinn gesunken. Wird Boehringer denn 2011 wieder wachsen, womöglich sogar schneller als der weltweite Pharmamarkt?

Unsere starken Medikamente wie das Atemwegspräparat Spiriva und Micardis gegen Bluthochdruck laufen gut. Außerdem profitieren wir bereits von Pradaxa, unserem neuen Mittel zur Vermeidung von Schlaganfällen, das bereits in den USA, Kanada und Japan zugelassen ist. Warten wir mal ab, wie stark der weltweite Pharmamarkt in diesem Jahr wächst...

...die Marktforscher erwarten fünf bis sieben Prozent.

Boehringer ist in den vergangenen Jahren zehnmal hintereinander schneller als der Markt gewachsen. Es kann gut sein, dass das auch 2011 wieder zutreffen wird.

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