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Angebliche Marktmanipulationen: Milliardenklage gegen VW und Porsche vorbereitet

von Martin Seiwert

Der Streit um angebliche Marktmanipulationen bei der geplanten VW-Übernahme soll jetzt vor ein deutsches Gericht kommen.

VW-Stammaktie
VW-Stammaktie
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Im Streit um Milliardenschäden durch mögliche Marktmanipulationen des früheren Porsche-Managements bahnt sich ein erstes Gerichtsverfahren in Deutschland an. „Volkswagen hat unser Angebot einer außergerichtlichen Einigung vor einigen Tagen abgelehnt“, sagt Rechtsanwalt Franz Braun, dessen Kanzlei CLLB gemeinsam mit der US-Kanzlei DRRT 14 Fondsgesellschaften vertritt, die sich geschädigt fühlen. „Es steht nun die Einleitung des Klageverfahrens an. Zuständig wird aller Voraussicht nach das Landgericht Braunschweig sein.“ Bei Porsche und VW gehe es jeweils, so Braun, um Schadensersatzforderungen in Höhe von rund 2,4 Milliarden Euro.

„Der Schaden ist größtenteils nicht durch hochspekulative Geschäfte von Hedgefonds entstanden“, sagt der Anwalt, „sondern im normalen Aktienhandel großer Fondsgesellschaften.“ CLLB liegen nach eigenen Angaben Belege dafür vor, dass Porsche bei der versuchten VW-Übernahme im Jahr 2008 die Öffentlichkeit über seine wahren Absichten getäuscht habe. Dadurch sei es zu Kursturbulenzen gekommen, die den Fondsgesellschaften jeweils hohe Millionenverluste eingebracht hätten. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt schon seit rund einem Jahr wegen möglicher Marktmanipulationen des früheren Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking und seines Finanzvorstands Holger Härter. Volkswagen und Porsche weisen die Vorwürfe zurück.

Neben Porsche sieht CLLB auch Volkswagen in der Verantwortung, da dem VW-Aufsichtsrat bekannt gewesen sei, dass Porsche 2008 falsche Angaben zur geplanten VW-Übernahme gemacht habe. „VW wäre verpflichtet gewesen“, sagt Braun, „die Insiderinformationen über die wahren Absichten von Porsche der Öffentlichkeit mitzuteilen.“ Da dies nicht erfolgt sei, könne VW für die entstandenen Schäden haftbar gemacht werden. Volkswagen hält eine Klage für unbegründet.

In den USA fordern Investoren von Porsche rund zwei Milliarden Dollar Schadensersatz wegen falscher Angaben zur geplanten VW-Übernahme. Porsche beantragte eine Abweisung der Klage, eine Entscheidung des Gerichts steht noch aus.

Die Klagen in Deutschland und den USA könnten schwerwiegende Folgen für die Fusion von VW und Porsche haben. In einem Wertpapierprospekt räumt VW ein, die Klagen könnten Porsche finanziell so stark belasten, dass „die Verschmelzung nicht oder erst später durchgeführt werden kann“.

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11 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 30.04.2011, 18:41 UhrAnonymer Benutzer: Vollstrecker

    Ein gefundenes Fressen für die Amis, die immer dabei sind wenn es was zu Prozessieren gibt.
    Ohne sie währe die Welt friedlicher.
    Auch ihr Unkle bens Reis konnten sie nicht mehr verkaufen...da zu schlechte Qualität bis sie den inhalt ihrer Säcke mit einer Neuen Sorte ausgetauscht hatten.

  • 07.10.2010, 13:46 UhrAnonymer Benutzer: Uwe Meier

    ..die amerikanischen Fonds haben sich verspekuliert. Damit kann ein Amerikaner schlecht leben. Jetzt wollen sie per Gesetz ihren Verlust wieder haben. im Gewinnfalle hätten sie die Kohle schnellstmöglich eingesackt. Peinliche Nummer.. zuerst den Trend verschlafen, dann noch vor Gericht jammern. Aber wo großes Geld regiert, hält man sich gerne bei anderen schadlos.

  • 02.10.2010, 20:35 UhrAnonymer Benutzer: insider2000

    Wem nützt es?Ganz klar VW.Das war von Anfang an eine fingierte,abgesprochene Übernahmegeschichte zwichen VW und Porsche,um denKurs der VW Stammaktie und auch der Vorzüge hochzutreiben.

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