HB NEW YORK. Der Standardwerteindex Dow Jones schloss mit einem minimalen Abschlag von 0,7 Zählern bei knapp 9815 Punkten. Im Handelsverlauf erreichte er ein Tagestief von 9811,12 und ein Tageshoch von 9858,68 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte 0,1 Prozent auf 1065 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,1 Prozent auf knapp 1775 Stellen ein.
Die Preise für Rohöl zogen am Montag nach einer kurzen Atempause erneut an und bremsten die Aktienkurse. Öl-Händler machten dafür den nach einer Drohung von schiitischen Rebellen beschlossenen Förderstopp im Süden des Irak verantwortlich. Dies habe die Sorgen vor einer weltweiten Verknappung des Rohstoffs angeheizt. Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) von US-Leicht-Öl zur Lieferung im September kletterte in der Spitze auf 44,97 Dollar und erreichte ein neues Hoch seit Einführung der Öl-Futures. „Rohöl hat schon wieder neue Höchststände erreicht. Das ist etwas entmutigend“, sagte Händler David Hegarty von Commerzbank Securities.
Die Aktien von Energie-Unternehmen, die von hohen Ölpreisen profitieren, legten am Montag zu. Die Titel von Exxon Mobil verteuerten sich um knapp ein Prozent auf 45,56 Dollar, die von ConocoPhilips kletterten um 1,6 Prozent auf 75,09 Dollar. Zu den Gewinnern zählten auch die Papiere der Citigroup, die 0,7 Prozent auf 43,47 Dollar zulegten. Der weltgrößte Finanzdienstleister will für 225 Millionen Dollar das Derivategeschäft der Knight Trading Group übernehmen und damit mehr Gestaltungskraft auf dem Optionsmarkt gewinnen. Die Aktien von Knight reagierten mit einem Kurssprung von mehr als fünf Prozent auf 8,76 Dollar.
Die Fed wird am Dienstag nach Einschätzung von Analysten eine weitere Erhöhung der Leitzinsen um einen viertel Prozentpunkt beschließen und damit ihre Politik einer maßvollen Straffung der Geldpolitik fortsetzen. In einer Reuters-Umfrage vom Freitag sagten alle 20 befragten Primärhändler eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 1,50 von 1,25 Prozent voraus. Bis zur Bekanntgabe der Entscheidung am Dienstag werden sich die Anleger nach Einschätzung von Händler Robert Mikkelsen von der Advest Group zurückhalten, obwohl der Ausgang im Grunde als sicher gilt. Ende Juni hatte die Fed den Schlüsselzins erstmals seit vier Jahren angehoben und damit die Zinswende eingeleitet.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,1 Milliarden Aktien den Besitzer. 1544 Werte legten zu, 1750 gaben nach und 166 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,2 Milliarden Aktien 1231 im Plus, 1927 im Minus und 163 unverändert.
An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 6/32 auf 103-30/32 Punkte und rentierten dabei mit 4,25 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen ebenfalls um 6/32 auf 104-22/32 Zähler und erzielten eine Rendite von 5,052 Prozent.






















