Anshu Jain: Neuer Job im neuen Jahr

Anshu Jain: Neuer Job im neuen Jahr

, aktualisiert 02. Januar 2017, 19:19 Uhr
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Anshu Jain, der frühere Co-Chef der Deutschen Bank

von Michael MaischQuelle:Handelsblatt Online

Der Ex-Chef der Deutschen Bank, Anshu Jain, heuert beim amerikanischen Broker Cantor Fitzgerald an. Im Sommer 2015 hatten die Aktionäre ihm und dem damaligen Co-Chef Jürgen Fitschen das Vertrauen entzogen.

Es hat eine Weile gedauert, aber jetzt hat Anshu Jain wieder eine Vollzeitstelle gefunden. Im Sommer 2015 musste der Investmentbanker seinen Job als Vorstandschef der Deutschen Bank aufgeben, weil die Aktionäre ihm und seinem Kompagnon an der Spitze, Jürgen Fitschen, das Vertrauen entzogen hatten.

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Der Vergleich Lehman-Pleite und Deutsche Bank hinkt, aber es gibt Grund zur Sorge. Quelle: imago, Montage

Jetzt soll der gebürtige Inder Jain als „President“ für mehr Wachstum im Handelsgeschäft der US-Investmentbank Cantor Fitzgerald sorgen. Dabei werde er eng mit dem Chairman und Vorstandschef Howard Lutnick zusammenarbeiten, heißt es in einer Mitteilung vom Montag. „Anshu ist eine Weltklasse-Führungspersönlichkeit in der Finanzindustrie“, ließ Lutnick wissen. Cantor Fitzgerald werde von Jains Erfahrung als „Pionier beim Aufbau von weltweit führenden Geschäften“ profitieren. Zuletzt hatte Jain als Berater für die Fintech-Firma Social Finance aus dem Silicon Valley gearbeitet.

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Als langjähriger Chef des Wertpapierhandels und des gesamten Investmentbankings hatte Jain maßgeblich mit dafür gesorgt, dass die Deutsche Bank in die erste Liga der globalen Investmentbanken aufstieg. Nach dem Abgang von Josef Ackermann rückten er und sein Kollege Fitschen 2012 als Co-Chefs an die Spitze der Bank auf.

Jains Amtszeit war allerdings von den Nachwehen der vielen Skandale überschattet, für deren Aufarbeitung die Bank seit der Finanzkrise rund 12,5 Milliarden Euro an Strafen bezahlen musste. Die meisten der Affären hatten ihren Ursprung im von Jain geleiteten Investmentbanking. In dieser Summe ist der Vergleich über 7,2 Milliarden Dollar für faule Hypothekengeschäfte noch nicht enthalten, den die Bank gerade im Grundsatz mit den US-Behörden vereinbart hat.

Zuletzt war die deutsche Finanzaufsicht in ihrem Bericht zum Skandal um die Manipulation wichtiger Referenzzinsen mit Jain und vielen seiner Vertrauten hart ins Gericht gegangen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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