Apple: Großkonzerne wechseln ins Apple-Lager

Apple: Großkonzerne wechseln ins Apple-Lager

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Vor einem Hamburger Apple-Store

von Thomas Stölzel

Dank iPhone und iPad wächst das Geschäft des US-Computerriesen Apple mit deutschen Unternehmen.

Bisher rümpften IT-Chefs von Unternehmen meist die Nase, wenn sie den Namen Apple hörten. Ein Produkt des US-Computerbauers in ihr Firmennetzwerk zu integrieren kam für viele nicht infrage – auch weil Apple in der Betreuung von Geschäftskunden nicht als erstklassig galt. Nur in Kreativbranchen wie der Werbewirtschaft kam der Konzern auf nennenswerte Marktanteile. Das ändert sich jetzt. In Deutschland steigt die Zahl der Unternehmen stark an, die ins Apple-Lager wechseln.

So testet BMW in einem Pilotversuch den unternehmensinternen Einsatz von iPhones, die die bisherigen Blackberry-Handys ersetzen sollen. Konkurrent Daimler rüstet versuchsweise 40 amerikanische Autohäuser mit iPads aus, damit sie direkt am Wagen Verkäufe besiegeln können. „Die Geräte eröffnen neue Chancen im Kundenumgang, und natürlich strahlt ihre Attraktivität auch auf den Nutzer ab“, sagt ein Daimler-Sprecher. Darauf hoffen offenbar auch deutsche Versicherer, die erwägen, Tausende Mitarbeiter im Außendienst mit dem Apple-Flachcomputer auszurüsten. „Wir werden in absehbarer Zeit in konkrete Feldversuche mit Vertretern einsteigen“, kündigt ein Allianz-Sprecher an.

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Schon stellen Unternehmen ihre gesamte IT auf Apple um. Deutschlands größter Berater für Apple-IT, HSD Consult, kämpft mit Engpässen. „Wir konnten nicht so schnell wachsen, wie die Nachfrage nach Apple-Know-how in den IT-Abteilungen zunahm“, sagt Archibald Horlitz, Gesellschafter von HSD Consult und Chef von Gravis, dem größten deutschen Apple-Händler. Um alle Aufträge zügig abarbeiten zu können, stockte Horlitz seine Beratungskapazitäten auf. Vor einer Woche kaufte er das Münchner Systemhaus Equinux.

Vor allem dank des iPhones gelingt es Apple, in die von Microsoft dominierte Unternehmens-IT einzudringen. Viele Unternehmenschefs hätten sich privat ein iPhone gekauft und es in die Firmeninfrastruktur integrieren lassen, heißt es in der IT-Branche. „Wenn der Chef das anordnet, können sich die IT-Abteilungen nicht sträuben“, sagt Horlitz. Das iPad dürfte den Trend noch verstärken. Auch das Europäische Parlament ist von den Apple-Produkten begeistert. Es fasst den Kauf von iPads für seine 736 Europaabgeordneten ins Auge.

Apples Konkurrenz lässt das nicht ruhen. Der Computerbauer Dell etwa kündigte den Streak an, ein Tablet, das dem iPad Marktanteile abjagen soll – auch bei Unternehmenskunden.

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