Apple-Händler Gravis: "Man stelle sich eine Welt ohne Apple vor“

Apple-Händler Gravis: "Man stelle sich eine Welt ohne Apple vor“

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Gravis-Chef Archibald Horlitz

von Thomas Stölzel

Nach dem Tod von Apple-Gründer Steve Jobs erzählt Archibald Horlitz, der Chef des größten deutschen Apple-Händlers Gravis, im Interview, warum das kalifornische Computergenie so erfolgreich war. Horlitz hat Steve Jobs über die Jahre mehrfach getroffen.

Herr Horlitz, Steve Jobs ist vor wenigen Stunden gestorben. Was hat den Apple-Gründer so besonders gemacht?

Er war ein großartiger Visionär, der seine Visionen auch umgesetzt hat. Man merkt den Produkten von Apple die Handschrift von Steve Jobs an, dass er in den Kategorien eines klassischen Benutzers dachte. Und er konnte Produkte bauen, von denen wir noch nicht einmal wussten, dass wir sie brauchen.

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Was wird der Tod von Jobs für Auswirkungen auf Apple haben?

Die Menschen, die jetzt das Unternehmen führen, Menschen wie Tim Cook und Scott Forstall, haben alle mehr als ein Jahrzehnt mit Steve Jobs zusammen gearbeitet. In dieser Zeit  ist vieles von seinem Denken an sie übergegangen. Selbst wenn Steve Jobs als Person nicht ersetzbar ist.

Sie haben Steve Jobs mehrfach getroffen. Wie war die erste Begegnung?

Das war in den 80er Jahren. Ich hatte damals gehört, dass er nach seinem Rauswurf bei Apple eine neue Firma namens Next gegründet hat. Die hatte ihren Sitz auf dem Campus der Stanford Universität.  Ich bin aus Interesse einfach ohne Voranmeldung hingefahren und habe geklingelt. Steve Jobs hat mich empfangen, durch das Büro geführt, Kaffee serviert und seine Vision geteilt. Das war ein sehr charmanter Steve Jobs. Wir haben danach mit Next zusammengearbeitet.

Hat er sich über die Jahre verändert?

Absolut. Ich habe in etwa zehn Mal getroffen, und auf Produktvorstellungen sicher weitere 20 Mal. Vor allem nach seiner Krebserkrankung ist er sehr viel ruhiger und gesetzter geworden. Davor war er oft ziemlich impulsiv.

Wie wird Gravis auf den Tod reagieren?

Wir werden für heute unsere Homepage umbauen und ich habe eine interne Mitteilung an unsere Mitarbeiter geschrieben. Viel mehr Trauerarbeit ist meiner Meinung nach für uns nicht angemessen, wir sind schließlich Gravis, nicht Apple.

Was haben Sie ihren Mitarbeitern geschrieben?

Ich habe geschrieben, sie sollen sich eine Welt ohne Apple-Produkte vorstellen, und ohne die Dinge, die durch Apple erst möglich geworden sind. Wenn man das tut, begreift man, was Steve Jobs geleistet hat.

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