Arabische Welt: Unruhen bescheren Facebook Imagegewinne

kolumneArabische Welt: Unruhen bescheren Facebook Imagegewinne

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Männer sitzen am 06.02.2011 in Kairo vor einem Rolltor mit der Aufschrift "Facebook" .

Kolumne

Die Kommunikation über das Internet spielt bei den Geschehnissen in Nordafrika und Nahost eine wichtige Rolle- insbesondere Facebook wird in diesen Zusammenhang immer wieder genannt. Bei den deutschen Verbrauchern kommt das gut an, schreibt Holger Geißler von YouGovPsychonomics.

Welchen Einfluss die modernen Informationstechnologien auf das Leben der Menschen weltweit haben, macht die Krise in den nordafrikanischen Staaten derzeit eindrucksvoll deutlich. In Tunesien und Ägypten hätte die Revolution ohne Dienste wie Twitter, Facebook oder Youtube vermutlich nicht in dieser Form und Geschwindigkeit stattgefunden. Auch die Medien greifen immer stärker auf diese Dienste zur Recherche zurück.Den Internetunternehmen selbst bringt dies auch in Deutschland große Aufmerksamkeit  - und nicht nur das: Wie eine aktuelle Imageanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex zeigt, hat sich das Ansehen  von Facebook seit Jahresbeginn deutlich verbessert.

So konnte die Marke Facebook im BrandIndex seit Anfang Januar um etwa 16 Punkte zulegen und erreicht mit aktuell 2 Punkten den höchsten Wert innerhalb der vergangenen zwölf Monate.  Damit wird Facebook von den Deutschen nach wie vor eher skeptisch beurteilt, der vergleichsweise starke Anstieg ist dennoch beachtlich. Auch vor dem Hintergrund, dass immer wieder Diskussionen um Datenschutzprobleme bei den Verbrauchern für Verunsicherung sorgen. Zum Vergleich: Der deutsche Konkurrent StudiVZ, der sich zuvor auf ähnlichem Niveau bewegte, konnte kein Plus verbuchen – die Verbraucher bewerten das Image unter dem Strich noch immer negativ.Noch eine weitere Internetmarke konnte ihr Image in den vergangenen Wochen verbessern: Google. Um immerhin 6 Punkte sind die Imagewerte seit dem ersten Januar gestiegen – damit hat sich Google von zeitweisen Imageverlusten im Zusammenhang mit Google Streetview erholt.  Mit derzeit 88 BrandIndex-Punkten gehört Google zu den beliebtesten Marken der Deutschen.

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Deutsche sind skeptisch

Andere Plattformen, die auch immer wieder im Zusammenhang mit den Geschehnissen in Nordafrika und Nahost genannt werden, können interessanterweise nicht profitieren. So konnten zwar auch die Imagewerte von Twitter und YouTube leicht zulegen, ein deutlich positiver Trend ist jedoch nicht zu erkennen. Im Falle von Twitter kommt hinzu, dass der Kurznachrichtendienst mit -48 BrandIndex-Punkten ein auffallend schlechtes Image bei den Deutschen hat.Überhaupt blicken die Deutschen – mit der Ausnahme von Google – wesentlich skeptischer auf Internetmarken als der Rest der Welt. Facebook hat in den USA, aber auch in Großbritannien oder auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein viel besseres Image als hierzulande. Dies gilt übrigens auch im Hinblick auf junge Verbraucher: In dieser Gruppe schneidet Facebook in Deutschland zwar deutlich stärker ab – von Beliebtheitswerten wie in den USA ist das soziale Netzwerk aber noch weit entfernt.

Zur Untersuchung: Der YouGov BrandIndex ist ein Markenmonitor. Auf der Basis einer täglichen Befragung von 1000 Personen ermöglicht dieses forschungsbasierte Tool zur Markenführung tagesaktuelle Imageanalysen von über 500 Marken aus 20 Branchen.

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