Arbeitskampf: Verdi: Lufthansa-Streik wird noch zu spüren sein

Arbeitskampf: Verdi: Lufthansa-Streik wird noch zu spüren sein

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Ein Passagier steht am Montag (28.07.2008) auf dem Flughafen Düsseldorf International an einem "Quick Check-in"-Terminal. Rund 120 Mitarbeiter der Lufthansa haben nach Angaben der Gewerkschaft ver.di am frühen Montagmorgen an den Flughäfen Düsseldorf und Köln die Arbeit ruhen lassen. An dem Ausstand beteiligten sich die Beschäftigten in den Technik- und Servicebereichen sowie Check-in und Passage, teilte ein ver.di-Sprecher mit. Im Tarifkonflikt mit der Fluglinie hat die Gewerkschaft die Mitarbeiter der Lufthansa am Boden und in den Kabinen zu unbefristeten Streiks aufgerufen.

Die Gewerkschaft Verdi geht davon aus, dass der Streik bei der Lufthansa den Luftverkehr trotz eines eher harmlosen Beginns noch beeinträchtigen wird. Am Streik bei der Lufthansa haben sich nach Angaben der Gewerkschaft ver.di am Montagmorgen 4000 bis 5000 Mitarbeiter beteiligt.

„Es wird zu spüren sein, das ist überhaupt keine Frage“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Erhard Ott am Montagmorgen im „ZDF-Morgenmagazin“.

Die Folgen der Arbeitsniederlegungen würden im Laufe des Tages stärker sichtbar.

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Nach Angaben der Lufthansa mussten seit Beginn des Streiks des Boden- und Kabinenpersonals um Mitternacht bislang keine Flüge gestrichen werden.Schlimmstenfalls gebe es kleine Verspätungen.

Der Notfallplan des Unternehmens greife. Der Verdi-Verhandlungsführer argumentierte, Ziel des Streiks sei, nicht die Passagiere zu treffen, sondern die Lufthansa. Wenn die Airline den Flugverkehr mit dem Einsatz zusätzlicher Aushilfskräfte aufrechterhalte, koste sie das mehr Geld. ver.di verlangt für rund 50.000 Beschäftigte am Boden und in der Kabine 9,8 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von einem Jahr. Lufthansa hatte zuletzt gestaffelt 6,7 Prozent mehr Geld bei 21 Monaten Laufzeit und eine Einmalzahlung geboten. Die Gewerkschaft will vor neuen Verhandlungen ein nachgebessertes Angebot.

Citigroup stuft Lufthansa-Aktie von "buy" auf "hold"

Am Streik bei der Lufthansa haben sich nach Angaben der Gewerkschaft ver.di am Montagmorgen 4000 bis 5000 Mitarbeiter beteiligt. Im Ausstand seien Mitarbeiter der Technik, der Frachtverladung und der Essensversorgung in Hamburg, Köln, Leipzig, Hannover, Frankfurt, Düsseldorf und München, sagte Ott.

Die Citigroup hat heute die Aktien der Lufthansa auf „buy“ von „hold“ hochgestuft. Vorbörslich verhalf das Händlern zufolge den Aktien zu einem Plus von 1,8 Prozent. „Wegen des Streiks hätte ich eigentlich mit einem Minus gerechnet“, sagte ein Händler.

Der Arbeitskampf des Kabinen- und Bodenpersonals der Lufthansa hat nach Unternehmensangaben allerdings den Flugbetrieb am Morgen so gut wie nicht beeinträchtigt. Händler warnten, der 85-prozentige Gewinneinbruch beim Billigflieger Ryanair im ersten Geschäftsquartal könnte sich negativ auf die Kurse aller europäischer Fluggesellschaften auswirken. „Die Zahlen von Ryanair waren richtig schlecht“, sagte ein Händler.

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