Kommentare zu: Zeitarbeit korrigiert ihr Ausbeuter-Image

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35 Kommentare
  • 10.08.2010, 11:50 UhrAnonymer Benutzer: Mischa

    ich habe über 7 Jahre Zeitarbeitserfahrung, bei über 8 ZA Firmen.
    Die branche arbeitet hier in Mönchen-gladbach nach der Parole: hire and fire.
    Aber nur meckern gilt nicht. Ein Unternehmen, die Firma Kangaroo, werde ich davon ausnehmen. Der Lohn war zwar auch recht mies, nur ging es bei diesem Unternehmen sehr menschlich und korrekt zu. Für mich ist das ein Vorzeige-unternehmen. Wenn der Lohn höher wäre, würde ich sofort wieder bei Kangaroo anheuern.

  • 10.08.2010, 12:53 UhrAnonymer Benutzer: Siggi40

    „ ... jetzt Personalmangel und Auftragsschwemme“.
    „Zeitarbeit ist damit eine tragende Säule des Aufschwungs.“

    Diese Aussagen treffen den Kern unseres „Aufschwungs“. Man bedient sich der Tagelöhner, um sie nach bedarf, an- und auszuknipsen.

    Wären die Firmenchefs von einem anhaltenden Aufschwung überzeugt und nicht von einer Fata-Morgana, dann würden sie keine Zeitarbeiter einstellen, die beim Erreichen der Fata-Morgana ruck-zuck wieder entlassen werden können.

    Gut für den „Aufschwung“, gut für die Statistik, aber schlecht für die Tagelöhner, die ja auch ihren geringen Lohn mit staatlichen Leistungen aufbessern können. Willkommen im Club der 7,5 Millionen bezieher von staatlichen Leistungen.

    Der erträumte Aufschwung – Eine Fata Morgana.

  • 10.08.2010, 14:44 UhrAnonymer Benutzer: Horst

    in Köln in der industrie sind oft 13,60 Euro/ Stunde kaum durchsetzbar. Den Kunden, der 22,00 Euro für Helfer bezahlt, will ich sehen. Nennen Sie doch mal solche Unternehmen. Recherchieren Sie eigentlich auch mal den Regelfall, bevor Sie für einige wenige Zeitarbeitsunternehmen kostenlose PR veröffentlichen?

  • 10.08.2010, 15:03 UhrAnonymer Benutzer: Flipperkugel

    Zitat aus dem Artikel:
    "Der lag so ungünstig, dass ich mit An- und Abreise per bus und bahn zwölf Stunden weg war, aber nur für sechs Stunden Nettoarbeitszeit bezahlt wurde. bei einem Stundenlohn von 6,65 Euro waren das 39,90 Euro für einen ganzen Tag..."

    Also mal ehrlich, auf der einen Seite bewundere ich Menschen, die keinem auf der Tasche liegen wollen und jede Arbeit annehmen. Auf der anderen Seite frage ich mich aber, wo der wirtschaftliche Sinn dieses "Jobs" liegen soll. Für 6 Stunden "arbeiten" 6 Stunden An- und Abfahrtszeit in Kauf nehmen um dann am Tagesende EUR 39,90 brutto "Lohn" zu bekommen. Wir brauchen keine weiteren Parasiten-Verbände o.ä., man muß auch nicht großartig nach Ursachen forschen, Deutschland braucht einzig und allein einen für alle verbindlichen MiNDESTLOHN. JEDER Mensch soll von seiner geleisteten Arbeit anständig leben können. Was nützt uns ein vorgegaukelter Aufschwung der Wirtschaft, wenn dieser nur durch Lohndumping und Ausbeutung erfolgt und die betroffenen dann trotz "Vollzeitjob" staatliche Leistungen beantragen müssen?

  • 10.08.2010, 15:20 UhrAnonymer Benutzer: ausgebildeter

    Hätten die Leute in der Schule aufgepasst und eine anständige Ausbildung gemacht, müsste auch keiner für 7,50 arbeiten. Wenn man aber nichts gelernt hat und auch sonst nichts kann, verdient man halt nicht mehr - ganz unabhängig davon, ob Zeitarbeit oder nicht. Also nicht über die äußeren Umstände motzen und anderen die Schuld an seiner unbefriedigenden Situation geben, sondern selber aktiv werden und sich bilden. Das hat schließlich jeder selbst in der Hand

  • 10.08.2010, 17:12 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    interessant. Woher plötzlich die Welle solcher "wir-sind-gar-nicht-so-schlecht-hier-in-der-Leiharbeiter-branche"-Artikel auf den Wiwo-Seiten?

    Egal: ich will das auch. Was kostet das? Eine Hausnummer genügt.

  • 10.08.2010, 19:40 UhrAnonymer Benutzer: armer Enduser

    @ ausgebildeter

    Schön das 0815 Standartagument zur Hand genommen...

    Laut mehreren verschiedenen Studien haben knapp 80 % der Mitarbeiter in Zeitarbeitsbuden einen ordentlich Facharbeiterbrief.

    ich habe sogar 2 Facharbeiter..einen im Elektrohandwerk und einen im iT Sektor und musste gelegentlich auch in solchen buden arbeiten, zu sehr bescheidenen Löhnen.

    in der Schule (10. Klasse Real.) hatte ich übrigens um das noch zu erwähnen einen Gesamtdurchschnitt von 2,4.
    Also quasi gute Mittelwerte.

    Frage an Sie: An was bin ich bitte in Sachen bildung Schuld ??

  • 10.08.2010, 20:41 UhrAnonymer Benutzer: Flipperkugel

    @Ausgebildeter:
    Sie sind wahrscheinlich von beruf Sohn.. immer schön verwöhnt und verhätschelt worden, auf irgendwelchen "Elite"-Gymnasien gewesen, bWL-Studium angefangen und irgendwie abgeschlossen und denken jetzt, Sie sind der Top-Ausgebildete, nachdem sich jede Firma die Finger leckt (mein erster Eindruck, kann mich auch täuschen ;-). Jedenfalls garantieren heutzutage ein guter Schulabschluss, eine abgeschlossene berufsausbildung und vielleicht noch das ein oder andere Diplom keinen gut bezahlten Arbeitsplatz. Mag sein, dass es in gewissen boom-Regionen (vorwiegend im südwestdeutschen Raum) noch so toll funktioniert. Aber gehen Sie mal in den Osten oder in die westdeutschen "Problemzonen". Dort sind die Leute froh überhaupt irgendeinen Job zu haben. Sie werden überrascht sein, was für Jobs gut ausgebildete Leute dort machen (von deren bezahlung ganz zu schweigen). Nun kann auch nicht jeder in die boom-Regionen auswandern. Und selbst wenn, irgendwann erschöpft sich auch dort die Nachfrage nach "gut Ausgebildeten". Fakt ist also: Wir haben ZU WENiGE JObS in Deutschland. Nicht jeder ist zum ingenieur oder Manager geboren, nicht jeder hat das Glück irgendwo "reinzurutschen". Viele, die heute einigermaßen gut bezahlte Jobs haben, hatten einfach nur Glück oder waren zur rechten Zeit am rechten Ort. Von der Qualifikation/Erfahrung, die manche Firmen in ihren Ausschreibungen fordern sind deren eigene Mitarbeiter oftmals weit entfernt. ich hoffe, Sie sind also so gut "ausgebildet", dass Sie immer die hochbezahlten Jobs bekommen ;-)

  • 10.08.2010, 21:12 UhrAnonymer Benutzer: J.Rosendahl

    Airbus und Lufthansa stellen nur noch über Leiharbeitsfirmen ein.Lufthansa betreibt sogar eine eigenen Leiharbeitsfirma: Aviation Power.
    Was hier für ein extremes Lohndumping im Hochsicherheitsbereich getrieben wird ist unvorstellbar. Diese Luftfahrt Fachkräfte bekommen allesamt mit Kusshand Jobs im Ausland für wesentlich mehr Geld.

  • 11.08.2010, 09:02 UhrAnonymer Benutzer: Zeitarbeitsunternehmer

    @Flipperkugel
    ihr letzter Kommentar war super geschrieben. Das war alles richtig.
    Was ist Zeitarbeit? moderner Sklavenmarkt und Parasiten?
    Warum eröffnen die Kritiker nicht selbst eine Zeitarbeitsfirma und verdienen sich dumm und dämlich auf Kosten der anderen? Es steht jedem frei das zu tun. Unzufrieden zu sein und ständig zu meckern ist aber leichter als arbeiten. Als Unternehmer aus dieser branche arbeite ich mindestens 80 Stunden die Woche, zur Zeit ohne eigenen Verdienst, nur damit diese Nörgler einen Job bekommen und Geld verdienen können.
    Falls es noch immer nicht verstanden wurde, hier noch einmal zum Nachlesen. Die Preise und damit den Lohn der Arbeitnehmer in der branche bestimmt allein der Kunde. Die Arbeitnehmer werden mindestens nach Tarif bezahlt oder den Mindestlöhnen der branche, zu dem der Kunde gehört. Warum werden Mindestlöhne gefordert, wenn es sie gibt und angewendet werden? Ein Leithammel hat angefangen zu blöken und die Mitläufer wiederholen den Quatsch ohne nachzudenken.

    Richtig ist aber auch, dass es zu wenige Arbeitsplätze in Deutschland gibt. Es gibt auch kein Fachkräftemangel. Jeder der Fachkräfte aus dem Ausland fordert, will nur niedrigen Löhne für sein Unternehmen. Das sind vor allem die großen Unternehmen und die Politiker, die nach ihrer Politikerkarriere einen guten Posten in diesen Unternehmen erhalten.

    Wenn nächstes Jahr die Grenzen nach Osteuropa fallen, dafür sind die Politiker schuld und nicht die Zeitarbeitsunternehmen, wird es bei uns noch mehr Arbeitslose geben. Dann bestimmen die Osteuropäischen Firmen den Markt. Schon mal darüber nachgedacht?

    Jeder der bei einer Zeitarbeitsfirma anfangen will, hat die Wahl, den Vertrag anzunehmen oder abzulehnen. Wenn er ihn annimmt, kennt er den Stundensatz den er bekommen wird. Wenn jemand unzufrieden ist, kann er es ein lassen oder versuchen durch Verhandlung mehr für sich zu erhalten. Alle Möglichkeiten sind vorhanden.

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