Kommentare zu: Wie Missmanagement KarstadtQuelle ruinierte

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44 Kommentare
  • 08.06.2009, 19:40 UhrAnonymer Benutzer: m.do

    ich glaube nach wie vor nicht an "Nieten in Nadelstreifen" und "Mißmanagement".

    Dahinter steckt System in diesem entarteten Kapitalismus.

    Die Lady aus bayern hat lukrative Kapitalanlagen gesucht - was gehörte nicht schon alles zu diesem Familienunternehmen?

    Anteile an Coca Cola, Apollo Augenoptik, Vereinigte Papierwerke, Noris bank ...

    Und ich hege den Verdacht, das Frau Sch. gar nicht so verarmt ist, wie so oft dargestellt.

  • 08.06.2009, 20:38 UhrAnonymer Benutzer: Exitus (Fortsetzung)

    Wie dem auch sei, solange Madeleine nicht im Polo und in Kleidern aus der Kleiderkammer vorfährt sowie von Sozialhilfe lebt, hat sie die Pflicht, für die Fehler der Vergangenheit ihr Vermögen locker zu machen. Wer sein Portemonaie jahrelang gut füllt und es sich gut gehen lässt, darf einfach nicht das betteln anfangen, wenn er mal was aus der Schatulle rausholen muss.

    Das Unternehmen würde ich inzwischen unter Kuratel stellen und jedwedem zwangsweise verodnen, wie er sich zur Rettung in den nächsten 24 Monaten zu verhalten hat und welche Summen dafür vom Vermögen eingezogen werden.

  • 08.06.2009, 20:38 UhrAnonymer Benutzer: Exitus

    "Doch immerhin verkauft Urban fünf Karstadt-immobilien an die gemeinsame Fondsgruppe von Sal. Oppenheim und Esch. Anschließend mietet KarstadtQuelle die Häuser in München, Leipzig, Wiesbaden, Karlsruhe und Potsdam von den Fonds zurück – zu bemerkenswerten Konditionen.

    Als üblich gelten Mieten von sieben bis neun Prozent vom Jahresumsatz. Für die fünf Oppenheim-Esch-Häuser muss KarstadtQuelle bis zu 17,2 Prozent zahlen. Auch die Personenkonstellation wirft Fragen auf: Esch ist als Testamentsvollstrecker von Madeleine Schickedanz ein enger Vertrauter der Großaktionärin. Urban wiederum hatte bereits vor dem immobiliengeschäft einen Teil seines privaten Vermögens in einem Oppenheim-Esch-Fonds geparkt. Fest steht: Das Duo hat dem Konzern Mietverpflichtungen von 42,6 Millionen Euro pro Jahr aufgehalst. Die Verträge laufen über 20 Jahre."

    Nieten in Nadelstreifen (besonders in der Politik) und Missmanagement gibt es an jeder Ecke dieses Landes. Ungeachtet dessen hat m.do recht, wenn er ausführt, das dahinter System steckt. Ein System, das besonders von Habgier bestimmt wird. Und dann sollen einem noch die Tränen kommen, wenn Madeline von der Milliadärin zur Millionärin wird. Welch grausames Schicksal.

    ich hege ebenfalls den Verdacht, dass Madeleine reicher stirbt als sie geboren wurde.

    Schon der Deal mit dem Verkauf der immobilien ist doch durchsichtig auf betrug angelegt. Allerdings hat man sich - was einer Spinne nie passiert - im eigenen Netz gefangen. Wieder wollen keine Tränen fliessen.

    berichtigen Sie mich bitte, wenn ich das falsch sehe: Aber Schadensersatzforderungen verjährigen in dreissig Jahren und der Deal ist als absolut sittenwidrig ein zu stufen. Da schreit doch alles nach Rückabwicklung, nach mindestens einem Kläger und einem aufgeschlossenen Gericht. Die den Deal seinerzeit einfädelten sind einzeln zur Verantwortung zu ziehen.

  • 08.06.2009, 20:40 UhrAnonymer Benutzer: Steppes

    Endlich bringt die Presse die Wahrheit mal auf den Tisch. Hervorragend recherchiert und geschrieben. Gratulation

  • 08.06.2009, 20:40 UhrAnonymer Benutzer: Steppes

    Endlich bringt die Presse die Wahrheit mal auf den Tisch. Hervorragend recherchiert und geschrieben. Gratulation

  • 08.06.2009, 20:40 UhrAnonymer Benutzer: Steppes

    Endlich bringt die Presse die Wahrheit mal auf den Tisch. Hervorragend recherchiert und geschrieben. Gratulation

  • 08.06.2009, 21:01 UhrAnonymer Benutzer: revpar84

    Mich stört in diesem Zusammenhang die bezeichung "entarteter Kapitalismus". Dies trifft sicher u.a. auf die damalige Daimler/Chrysler Fusion zu, bei deren Entflechtung Milliarden verbrannt wurden. bei ARCANDOR (allein der Namenswechsel des Konzerns dürfte seinerzeit Millionen an Marketinggeldern gekostet haben) liegen nachweislich Missmanagement und Transaktionen vor, die das Wort "dubios" verdient haben könnten (Konjunktiv!) Wieso ist die bank Sal. Oppenheim vor einigen Wochen von der baFin auf den Kopf gestellt worden ? Warum rücken nun die Namen der Herren Esch und Middelhoff in die Medien ? Herr Esch hat sich in Köln u.a. mit der KölnArena sowie Messehallenneubauten mit der erwähnten bank ein platines Vermögen "erarbeitet". Und die Rolle von Herrn Middelhoff - ist an Esch Fonds zu Karstadt immobilien beteiligt. irrwitzig als er CEO von Arcandor war.

    Andererseits; wer erinnert sich heute noch an ausgestorbene Dinosauerier der Warenhäuser in der bRD: Horten, Merkur, DeFaKa, Kaufhalle sowie jüngst Woolworth. Auch Marks & Spencer hatte sich vom europäischen Kontinent mit blutigen Verlusten verabschiedet.

  • 08.06.2009, 21:27 UhrAnonymer Benutzer: Matrix65

    Ein wirklich sehr gelungener Artikel! Einfach realistisch ohne jegliche Wertung. Schön auch, dass der Satz "Arcandor: comitted to creating value" genannt wird. Richtiger wäre wohl gewesen "Committed to destroy value"!

  • 08.06.2009, 22:02 UhrAnonymer Benutzer: Caroline Bergmann

    Genau so ist es!

    Arcandor ist an den jahrelangen Managementfehlern gescheitert, an nichts sonst.

    Allerdings muss man sich fragen, weswegen die Anteilseigner und der Aufsichtsrat (auch die Arbeitnehmervertreter dort) erst jetzt aufwachen...

  • 08.06.2009, 22:31 UhrAnonymer Benutzer: Exitus

    So ist das mit dem Aufwachen, Caroline bergmann: Wenn's läuft, kommt man um 9.00 Uhr und geht dann nach cirka 8 Stunden Arbeit. Das machen manche ihr ganzes Arbeitsleben lang, zusätzlich die Lehre im Haus. Da kommt keiner auf die idee, sich Gedanken über Missmanagement zu machen oder sich gar für Verbesserungen lautstark und nachhaltig ein zu setzen. Oder gar Fehler der Nieten in Nadelstreifen an zu prangern. Dann droht die Gegenseite recht schnell mit Widrigkeiten am Arbeitsplatz oder sogar mit dem Verlust des selben - und schon hält man die Klappe. An den Kunden wird dann der Frust ausgelassen, die dann immer weniger werden und immer weniger kaufen. Und am Ende hat man plötzlich seinen Teil zur Misere dazu getan, macht dicke Augen (weil man noch mit 59 zum Arbeitsamt muss, um Stütze zu holen) und steht schreiend auf der Strasse nach Rettung - wie auch immer. Die Arbeitnehmer-Vertreter sind dann von berufs wegen geschockt, hätten das alles so nicht erwartet und tun so, als hätten sie sich für den Arbeitnehmer den Arsch aufgerissen (so wie die SPDler, die gerne vorwiegend ihnen nicht gehörendes Geld in bodenlose Fässer werfen, um sich als Retter feiern zu lassen).

    Aktieninhaber bzw. Anteilseigner werden oftmals durch ihre grenzenlose Habgier derart verblendet, dass sie sich im Traum noch in Onkel Dagoberts Geldspeicher einkaufen sehen, während sie schon am nächsten Tag selbst Klimmzüge am brotkasten machen müssen (was denen aber in der Regel keine grossen Sorgen bereitet, dem langjährigen Mitarbeiter mit Arbeitslosengeld, Hartz iV- oder Sozialhilfebezügen dagegen schon).

    Eigentlich bei hellem Licht betrachtet, ist es eine bodenlose Unverschämtheit, dieser 'bettler', dass sie auch noch die Stirn haben, um beim Steuerzahler vor zu sprechen.

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