Aschewolke: Lufthansa kommt mit Rückzahlung nicht hinterher

Aschewolke: Lufthansa kommt mit Rückzahlung nicht hinterher

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Eine Maschine der Lufthansa startet am Dienstag, 20. April 2010, vom Flughafen Leipzig/Halle, Sachsen, nach Frankfurt/Main. Die Mehrzahl der Starts und Landungen in Leipzig musste wegen der Vulkanwolke gestrichen werden. (apn Photo/Eckehard Schulz) ----- An airplane of German airline Lufthansa takes off from airport Leipzig/Halle, eastern Germany, Tuesday, April 20, 2010. (apn Photo/Eckehard Schulz)

von Silke Wettach

Die Airline kommt nicht nach mit der Erstattung von Flügen, die wegen der Vulkanwolke ausfielen.

Die EU-Verordnung 261/2004 ist eindeutig: Werden Flüge annulliert, sollen die Passagiere binnen sieben Tagen den vollen Ticketpreis zurückerhalten. Nach der Sperrung des Luftraums wegen der Vulkanwolke Mitte April ist die Deutsche Lufthansa damit nun offenbar überfordert. Kunden müssten zwei Monate auf die Rückzahlung warten, heißt es im Callcenter. Offiziell schätzt der Konzern, dass es „mehrere Wochen“ dauern werde.

Schließlich handle es sich um einen Ausnahmefall. Ob die Lufthansa damit bei der EU-Kommission und dem Luftfahrtbundesamt, der nationalen Aufsicht, auf Verständnis trifft, ist zweifelhaft. Die Kommission hat zwar signalisiert, dass sie angesichts der fünftägigen Sperrung des Flugraums möglicherweise nicht auf die Einhaltung der Sieben-Tage-Frist pochen wird. Aber ein Zeitraum von zwei Monaten könnte ihren Großmut überstrapazieren.

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Lufthansa-Tochter ist schneller

Dass es auch schneller geht, zeigt die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines. Ihr gelingt es, das Geld binnen zwei Wochen zu erstatten. Vielleicht liegt das ja daran, dass sie auch Kommissionsbeamte befördert und die sehr genau ihre Rechte kennen.

Insgesamt müssen Europas Airlines 190 Millionen Euro an Kunden für gestrichene Flüge zahlen. Die Unternehmen versuchen, diesen Betrag von den nationalen Behörden zurückzuholen. Schließlich sei der Verlust, so argumentieren die Unternehmen, durch staatliche Flugverbote entstanden. Finnland und Tschechien haben das abgelehnt, in Frankreich und den Niederlanden treten die Finanzminister auf die Bremse, obwohl die Verkehrsminister dem Anliegen positiv gegenüberstehen. In Deutschland ist die Linie der Regierung noch nicht klar.

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