Asien: Volkswagen startet Südchina-Offensive

Asien: Volkswagen startet Südchina-Offensive

Bild vergrößern

Volkswagen Autohaus in China: Der Konzern startet nun eine Verkaufsoffensive in Südchina, um die Dominanz der Japaner zu brechen.

von Matthias Kamp

Gut eine Million Autos hat VW in den ersten neun Monaten des Jahres in China verkauft – 37 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Jetzt starten die Wolfsburger eine Südchina-Offensive. Das Ziel: die Dominanz der Japaner im Süden des Landes zu brechen.

Bis zum Jahr 2018 will der Volkswagen-Konzern seinen Absatz in den Küstenprovinzen im Süden und Osten Chinas mehr als verdreifachen. Eine halbe Million Pkw will der Hersteller dann in der Region verkaufen. Derzeit sind es etwa 150.000. Damit wolle VW seinen Marktanteil in Südchina auf den landesweiten Durchschnitt von 17,5 Prozent steigern, sagte Winfried Vahland, Chef bei Volkswagen in China, heute im südchinesischen Guangzhou. Um ihr Ziel zu erreichen, wollen die Wolfsburger in den kommenden zwei Jahren in China 20 neue oder aktualisierte Modelle auf den Markt bringen. Viele dieser Modelle würden bewusst in Südchina vorgestellt, so Vahland.

Zu den Zielregionen der neuen Südchina-Offensive zählt VW die Provinzen Jiangxi, Fujian, Guangdong, Hainan und Guangxi. Rund 30 Prozent der chinesischen Wirtschaftslesitung wird in den Provinzen erzeugt, sie gehören zu den reichsten des Landes. Auf 1000 Einwohner kommen in der Region etwa 40 Autos, 30 Prozent mehr als im Landesdurchschhnitt. Bislang profitieren vor allem die japanischen Autohersteller vom Reichtum im Süden. Hersteller wie Toyota und Honda unterhalten in der Region riesige Fabriken und ein ausgedehntes Händlernetz. VW produziert seine Pkw dagegen vor allem in Shanghai und in Changchun in Nordchina.

Anzeige

China ist für VW wichtigster Markt

China ist für den Volkswagen-Konzern inzwischen der wichtigste Markt der Welt, und die Verkaufskurven zeigen weiter steil nach oben. 44 Modelle hat VW in China in den Autohäusern, 19 davon werden lokal gefertigt.  Gut eine Million Autos hat der Konzern in den ersten neun Monaten des Jahres in China verkauft – 37 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Absatzziel für das Gesamtjahr 2009 hatte VW damit schon Ende September erreicht. Die Wolfsburger profitieren unter anderem von den Steuererleichterungen für Autos mit einem Hubraum von bis zu 1,6 Litern im Rahmen des Konjunkturprogramms der Chinsen. Zulegen konnten beim Absatz hauptsächlich die Kleinwagen New Bora und Lavida. „Als Lokomotive der Weltwirtschaft wächst China mit hoher Geschwindigkeit“, freut sich Vahland.

Bis zum Jahr 2018 will VW chinaweit auf einen Jahresabsatz von zwei Millionen Pkw kommen. Wie die meisten anderen deutschen Unternehmen, will darum auch Volkswagen die Kapazitäten in China massiv ausbauen. Rund vier Milliarden Euro will Vahland bis Ende 2011 in den Bau neuer Werke  und die Erweiterung bestehender Kapazitäten stecken. Um die gewaltige Nachfrage in China bedienen zu können, soll in Shanghai eine neue Motorenfabrik entstehen. Dort sollen künftig 350000 kleine, umweltfreundliche Motoren gebaut werden. Darüber hinaus will VW die Automontagen in Chengdu und Nanjing erweitern.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%