Atomkastrophe: Ökostromanbieter deutlich beliebter

kolumneAtomkastrophe: Ökostromanbieter deutlich beliebter

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Ein Techniker der Firma Solarworld.

Kolumne

Die Atomkatastrophe in Japan hat nicht nur die politische Landschaft durcheinandergebracht. Auch die Meinung zu Energiemarken hat sich infolge der Geschehnisse verändert, schreibt Holger Geißler von YouGov.

Gebannt schauen die Deutschen in diesen Tagen nach Japan: Die Ereignisse rund um den beschädigten Atommeiler Fukushima führen nicht nur bei Atomkritikern zu großer Besorgnis. So wundert nicht, dass die Geschehnisse in Japan unmittelbar Auswirkungen auf Deutschland haben. Die Regierung setzt die Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke aus, die Grünen mit ihrer traditionellen Anti-Atom-Haltung können in den Umfragen deutlich zulegen. Doch auch auf die Meinung der Verbraucher zu bestimmten Marken haben die dramatischen Vorfälle Einfluss.

So belegt eine Imageanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex, dass Ökostromanbieter ihr Image in den Tagen nach dem Beginn der Katastrophe in Japan verbessern konnten, während die großen Energiekonzerne schlechtere Imagewerte erreichen.

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Abwärtstrend gestoppt

Der Anbieter Naturenergie etwa konnte seit dem 11. März, dem Tag des Erdbebens in Japan, mehr als 10 BrandIndex-Punkte hinzugewinnen und erreicht aktuell rund 52 BrandIndex-Punkte. Auch andere Anbieter von Ökostrom wie etwa Lichtblick oder Secura Energie gewinnen im BrandIndex im gleichen Zeitraum an Boden. Ein Trend, der sich auch auf die Fertigungsindustrie erstreckt: Bei Solarworld, einem Hersteller von Solaranlagen, ist eine ähnliche Entwicklung erkennbar.

Möglicherweise ist damit – zumindest vorerst – ein  Abwärtstrend gestoppt, der in den vergangenen Monaten zu beobachten war. So haben die Anbieter des natürlichen Stroms zwar grundsätzlich ein wesentlich besseres Image als die großen Energiekonzerne, allerdings hat die Beliebtheit der Ökoanbieter seit Mitte vergangenen Jahres deutlich abgenommen.

Umgekehrt konnten die vier großen Energiekonzerne E.on, RWE, EnBW und Vattenfall in den Wochen vor dem Beben in Japan leicht zulegen, verlieren seit dem 11. März aber wieder an Zustimmung. Nach wie vor bewegen sich die Imagewerte dieser vier Marken auf negativem Niveau.

Für die Discounttöchter der Konzerne wie etwa „E wie einfach“ oder Yello Strom gilt ähnliches, wobei sich diese Anbieter bereits wieder zu erholen scheinen. Traditionell haben diese Marken ein besseres Image als deren Mutterkonzerne - offenbar kommt Yello Strom und Co dies auch in diesem Fall zugute.

Zur Untersuchung: Der YouGov BrandIndex ist ein Markenmonitor. Auf der Basis einer täglichen Befragung von 1000 Personen ermöglicht dieses forschungsbasierte Tool zur Markenführung tagesaktuelle Imageanalysen von über 500 Marken aus 20 Branchen.

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