"Attraktiver Preis": OHB will alle 26 Galileo-Satelliten bauen

"Attraktiver Preis": OHB will alle 26 Galileo-Satelliten bauen

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OHB-Vorstandsmitglied Marco Fuchs

Der Bremer Satellitenbauer OHB will ein Gebot zum Bau aller noch fehlenden 26 Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo abgeben.

„Ja, für alle 26 Satelliten und auch mögliche Einzeltranchen“, bestätigte OHB-Chef Marco Fuchs im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Bisher hat der Rahmenkonsortialvertrag der EADS-Tochter Astrium mit Thales einen Wettbewerb ja praktisch ausgeschaltet, weil beide das Projekt ohne Ausschreibung bekommen sollten. Nun sind wir die Alternative.“

OHB sieht gute Chancen, zum Zuge zu kommen. „Wir können einen sehr attraktiven Preis bieten. Jetzt gibt es einen europaweiten Wettbewerb nach EU-Vergaberecht, beaufsichtigt von der europäischen Raumfahrt-Agentur ESA. Die sorgt für Konkurrenz.

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Damit will sie ein Szenario wie beim Transrapid verhindern, wo jahrelang nur geredet wurde und am Ende die Industrie als Monopolist den Preis verdoppelt hat.“ Fuchs hält es sogar für möglich, dass Galileo trotz der Neuausschreibung wie geplant 2013 in Betrieb gehen kann, „wenn die Auftragsvergabe noch 2008 erfolgt. Es wird allerdings sportlich.“

Angesprochen auf die gescheiterte Übernahme der deutschen Airbus-Werke sagte Fuchs, am Ende sei Airbus offenbar nicht mehr ernsthaft an einem Verkauf der Werke interessiert gewesen. „Wir haben Airbus zuletzt selbstbewusster erlebt als am Anfang. Sie bekamen die Probleme mit dem A380 in den Griff, und dann haben sie in den USA den Auftrag zum Bau von Militärtankflugzeugen gewonnen.

Als dann Boeing die Auslieferung ihres Zukunftsmodells 787 mehrfach verschieben musste, wurde klar, dass der Verkauf der Flugzeugwerke keine Erfolgsgarantie ist. Boeing hat ja einen Teil der Werke wieder zurückgekauft, um die Kontrolle zurückzubekommen. Wir hatten den Eindruck, da haben auch bei Airbus immer mehr Leute Bedenken bekommen bei der Aussicht, große Teile der Fertigung und der Entwicklung auszulagern.“

Zudem seien die Bedingungen für die Übernahme nicht akzeptabel gewesen, insbesondere die Abrechnung in US-Dollar. Außerdem habe es beim Großraumflugzeug A350 zu viele offene Fragen gegeben.

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