Audi: Ende einer Rekordfahrt

Audi: Ende einer Rekordfahrt

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Eine Frau geht am Dienstag (10.03.2009) in Ingolstadt (Oberbayern) in Ingolstadt (Oberbayern) an einer Reihe von Audi Q5 vorbei. Der Autobauer Audi hat 2008 seine Rekordfahrt fortgesetzt und hält auch in der Finanzmarkt- und Autokrise an seinen Wachstumszielen fest. Die Erlöse stiegen im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent auf 34,2 Milliarden Euro. Foto: Armin Weigel dpa/lby (c) dpa - Bildfunk

Audi wird 100 in diesem Jahr. Für die Geburtstagsparty hat sich der Autobauer noch mal richtig hübsch gemacht: 2008 wurden erstmals mehr als eine Million Autos mit den vier Ringen auf dem Kühlergrill verkauft. Doch nach der Party kommt der Kater. Eine Analyse von WirtschaftsWoche-Redakteur Martin Seiwert.

Nach einem jahrzehntenlangen Aufstieg im Premium-Markt ist die magische Millionengrenze bei Audi nun überschritten – und das in einer Zeit, in der die Premium-Konkurrenten Daimler und BMW schwerste  Rückschläge hinnehmen müssen.

 Trotzdem dürften die Rivalen aus Stuttgart und München heute mit Neid nach Ingolstadt blicken, wo Audi-Chef Rupert Stadler die Zahlen für abgelaufene Geschäftsjahr präsentierte: Umsatz plus 1,7 Prozent, Absatz plus 4 Prozent, Gewinn plus 30 Prozent. Für diese Zahlen kassieren die rund 43000 Tarifmitarbeiter des Unternehmens einen Bonus von durchschnittlich 5300 Euro.

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Von der Abwrackprämie darf sich Audi nicht viel erhoffen

Doch nach der Party kommt der Kater auch bei Audi. 2008 verbuchte Audi den 13. Auslieferungsrekord in Folge. „Diese Rekordserie wird 2009 reißen“, räumt Audi-Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer ein, „andere Aussagen wäre nicht realistisch.“ Die Absatzkrise hat auch die erfolgsverwöhnte VW-Tochter erreicht, es gibt in den Werken bereits Kurzarbeit. 2009 wird Audi weniger als eine Million Autos bauen.

Der Markt für Premiumautos wird nach Audi-Prognosen im laufenden Jahr um rund 15 Prozent schrumpfen. Für das eigene Unternehmen rechnet Audi mit einem Absatzminus von 10 Prozent. Allerdings: Auf dem niedrigeren Niveau wollen die Ingolstädter dennoch Marktanteile hinzugewinnen.

Von der Abwrackprämie darf sich Audi nicht viel erhoffen, wie die ersten Wochen nach Einführung der Prämie gezeigt haben: Gerade einmal um gut 3000 Autos konnte der staatliche Geldsegen den Audi-Absatz ankurbeln, wie Vertriebschef Schwarzenbauer einräumt. Anbieter, die – anders als Audi – im Kleinwagensegment viel zu bieten haben, verkaufen dagegen Zehntausende von Fahrzeugen mit der Abwrackprämie.

Der Wind wird rauer für die erfolgsverwöhnte VW-Tochter

 Im stark wachsenden Segment der Kleinwagen ist Audi nicht vertreten. In der Mittelklasse und im SUV-Segment greift der weltgrößte Autohersteller Toyota mit Modellen an, die dank ihrer modernen Hybrid-Technik sensationell niedrige Verbräuche haben.

Und im Leasinggeschäft könnten die Restwerte der Gebrauchtwagen zum Problem werden: Die Preise für Gebrauchte sind massiv unter Druck. BMW musste bereits eine halbe Milliarde und Daimler eine Milliarde Euro zur Seite legen, um für fallende Restwerte gewappnet zu sein.

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