Auftrags-Schub erwartet: Deutsche Filmindustrie will von Streik in Hollywood profitieren

Auftrags-Schub erwartet: Deutsche Filmindustrie will von Streik in Hollywood profitieren

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Constantin-Chef Fred Kogel (M) mit der Ehefrau des Filmproduzenten Bernd Eichinger, Katja Hoffmann (r.), und dessen Tochter Nina. Foto: dpa

Fred Kogel, Chef des Münchner TV- und Kinokonzerns Constantin Film, erwartet, dass die heimische Filmindustrie vom Streik der Drehbuchautoren in Hollywood profitiert. Dies berichtet die am Montag erscheinende WirtschaftsWoche.

Falls sich der Streik in den nächsten Monaten ausweite, könne mit einem Schub an Spielfilm-Aufträgen gerechnet werden. Denn: „Beim letzten Autoren-Streik gab es einen erhöhten Bedarf an englischsprachigen Produktionen aus Europa“, sagt Constantin-Produktionsvorstand Martin Moszkowicz.

Dieser könne auch jetzt wieder „von Constantin gedeckt werden“. Auch Nico Hofmann, Chef der Ufa-Produktionstochter teamWorx, erwartet, bald „bei Serien in diese Lücken hineinstoßen“ zu können. Das berichtet die WirtschaftsWoche.

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Seit mehr als zwei Monaten streiken Hollywoods Autoren schon. Deshalb ruhen die Dreharbeiten zu mehr als 60 Serien und Sitcoms. Die Autoren fordern vor allem eine angemessene Beteiligung an den Erlösen, die die Produktionsfirmen mit den DVD-Verkäufen und mit dem Vertrieb der Filme über das Internet erzielen. Daran sind auch die Regisseure und Schauspieler interessiert. Der Arbeitskampf der US-Autoren dürfte deshalb erst der Anfang sein. Noch in diesem Monat spricht die Gewerkschaft der Regisseure mit den Produzenten, und die Gewerkschaft der Schauspieler bereitet sich auf Verhandlungen vor. In Hollywood befürchten viele, dass im Sommer auch die 120.000 Darsteller ihre Arbeit niederlegen.

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