HB FRANKFURT. Die Biotechnologie-Branche in Deutschland sieht nach zwei schwierigen Jahren wieder Licht am Ende des Tunnels. Eine zunehmende Zahl profitabler Firmen, stärkeres Vertrauen der Finanzinvestoren und Fortschritte bei Entwicklungsprojekten lassen den Industriezweig nach Einschätzung seines Dachverbandes wieder etwas optimistischer in die Zukunft blicken.
„Inzwischen mehren sich die Signale für eine Trendwende“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie (DIB), Peter Stadler, am Mittwoch in Frankfurt. Viele Biotechfirmen betreiben seinen Angaben zufolge statt Technologieentwicklung inzwischen mehr Service und Auftragsforschung für die großen Pharmakonzerne, wodurch sie höhere Umsätze erzielten. Größere Biotech-Firmen hätten zudem über einen besseren Geschäftsverlauf in den vergangenen Monaten berichtet. „Wir rechnen damit, dass wir im laufenden Jahr einen deutlichen Zuwachs derjenigen Firmen registrieren, die die Gewinnzone erreichen“, sagte Stadler Die Zahl der Medikamente, die im Entwicklungsstadium oder in den klinischen Testphasen seien, habe deutlich zugenommen. Finanzstarke Biotech-Unternehmen hätten die drastisch gesunkenen Firmenwerte genutzt, um durch gezielte günstige Zukäufe zu wachsen. Auch die Risikokapitalgeber signalisierten nach DIB-Einschätzung wieder mehr Vertrauen in die Biotechbranche, ergänzte Stadler. Die Industrievereinigung vertritt die Interessen von mehr als 200 deutschen Firmen.
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