Auto-Show in Shanghai: Konkurrenz aus Fernost

Auto-Show in Shanghai: Konkurrenz aus Fernost

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Ein Model präsentiert den neuen VW Polo auf der "Shanghai International Automobile Exhibition"

Auf der Automesse in Shanghai suchen die Hersteller nach Rezepten gegen die Krise. Die Zukunft könnte kleineren, im Westen noch unbekannten Pkw-Produzenten aus China gehören, die frühzeitig auf Alternativantriebe gesetzt haben.

Pünktlich um halb zehn betritt Winfried Vahland, China-Chef bei Volkswagen, in Halle zwei des Messegeländes in Shanghai die Bühne. Links und rechts von Vahland stehen zwei verhüllte Autos. „Zaoshang hao“, „Guten Morgen“, begrüßt der Deutsche das Publikum in perfektem Chinesisch. Dann ertönen Fanfaren- und Trommelklänge, zwei Tänzer springen aus den Kulissen auf die Bühne und ziehen die Abdeckungen von den beiden Autos.

„Unser Konzept gegen die Krise sehen Sie auf der Auto Shanghai“, ruft Vahland seinen Zuhörern zu. Mit den zwei neuen Modellen, dem in China entwickelten Passat Lingyu und dem neuen Golf, wollen die Wolfsburger ihre Marktführerschaft in China weiter ausbauen. Bei rund 17 Prozent liegt VWs Marktanteil im Reich der Mitte. 6500 Quadratmeter hat der Konzern auf der Messe in Shanghai gemietet. Allein Volkswagen stellt 26 Modelle aus.

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Autobauer hoffen auf chinesische Regierung

Doch trotz der zuletzt wieder halbwegs positiven Verkaufszahlen – im ersten Quartal hat Volkswagen in China sechs Prozent mehr Pkw verkauft als im Vorjahreszeitraum – ist Vahland von Euphorie weit entfernt. „Wir sind vorsichtig optimistisch“, so der Deutsche. Vor allem hofft er, dass die chinesische Regierung die bis Ende des Jahres befristete steuerliche Förderung von Kleinwagen verlängert. Vahland: „Wir gehen davon aus, dass Peking auch 2010 den Automobilsektor fördern wird.“

Wie bei VW ist auch bei anderen Herstellern die Verunsicherung mit Händen zu greifen. Besonders hart trifft die Krise Luxuswagenhersteller wie Lamborghini. 30 Prozent weniger Autos hat das Unternehmen in den ersten drei Monaten des Jahres verkauft. „Das wichtigste ist für uns jetzt, dass wir das Jahr nicht mit einem negativen Ergebnis abschließen“, sagt Stephan Winkelmann, CEO bei Lamborghini.  In Shanghai stellt das Unternehmen das neue Modell SV vor. Im laufenden Jahr sollen in China trotz rückläufiger Absatzzahlen zu den vier bestehenden Showrooms noch drei weitere hinzukommen.

Bei Porsche knallen die Korken

Porsche feiert die Weltpremiere seines neuen Panamera in 425 Meter Höhe. Per Aufzug ließen die Stuttgarter das Auto in die 94. Etage des Shanghai World Financial Center transportieren. Dazu musste der Wagen hochkant auf einem rollbaren Gestell in den Lift geschoben werden. Links und rechts waren bis zur Liftwand gerade noch zwei Zentimeter Platz. Am gestrigen Sonntag knallten dann die Sektkorken. Ab 94.000 Euro ist das neue Auto in Deutschland zu haben. In China kostet der Wagen dank Luxus- und Importsteuern mindestens doppelt so viel.

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