Bild: dpaChattanooga, USA
Im Mai 2009 war in Chattanooga der offizielle Baubeginn des ersten amerikanischen VW-Werkes. Die Fertigung dort sollte laut Konzernangaben 2011 mit einer jährlichen Gesamtkapazität von bis zu 150.000 Fahrzeugen starten. Dieses Ziel hat der Autobauer erreicht: Mittlerweile ist dort der 250.000. Passat vom Band gelaufen. „Vor zwei Jahren haben unsere Leute gerade mal gelernt, Autos zu bauen“, erklärte Werksleiter Frank Fischer. „Ich bin sehr stolz auf dieses Team.“
Der US-Passat ist eine Erfolgsgeschichte: Die Produktion hatte am 18. April 2011 begonnen. Das auf den amerikanischen Geschmack abgestimmte Modell verkaufte sich auf Anhieb deutlich besser als der aus Europa importierte Vorgänger. Auch dank des Passat haben sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt.
Bild: dpaAnting bei Shanghai, China
Modelle: Skoda: Fabia Jingrui, Octavia Mingrui, Suberb Haorui; VW: Polo, Polo JinQing, Polo Jinqu, Lavida, Santana, Passat Lingyu, Touran, Tiguan, Motoren
Das deutsch-chinesische Joint Venture Shanghai Volkswagen gibt es seit 1985. Mehr als 22.000 Menschen arbeiten für die Kooperation.
Bild: dpa/dpawebChangchun, China
Modelle: VW Jetta, New bora, Golf, Sagitar, Magotan, Magotan CC, Motoren, Getriebe
Das Joint-Venture mit FAW gingen die Wolfsburger 1991 ein. Fast 16.000 Menschen arbeiten in den gemeinsamen Werken. In Ningbo hat Volkswagen mit dem Bau eines neuen Werkes in China begonnen. Es soll 2014 fertig gestellt sein und eine Kapazität von 300.000 Fahrzeugen jährlich haben.
Bild: REUTERSSilao, Mexiko
Modelle: Motorenwerk
Die Freude ist den Arbeitern anzusehen. Das Durchschnittsalter im neuen, dritten mexikanischen und weltweit 100. Werk von Volkswagen liegt bei nur 20 Jahren. Zunächst 300 Mitarbeiter werden hier TSI-Motoren produzieren, später soll die Belegschaft auf 700 Mitarbeiter wachsen - das Werk hat Kapazitäten für jährlich 330.000. Umgerechnet rund 400 Millionen Dollar hat sich Volkswagen die moderne Fabrik kosten lassen.
Bild: dpaPuebla, Mexiko
Modelle: Beetle, Jetta, Golf Variant
In Puebla produziert Volkswagen seit 1964. Mehr als 15.000 Menschen arbeiten hier für Volkswagen. Werk Nummer 101 soll übrigens ebenfalls in Mexiko entstehen. Ab 2016 wird Audi hier den Q 5 produzieren.
Bild: dpaAnchieta in Sao Bernardo do Compo bei Sao Paulo, Brasilien
Modelle: Saveiro, Gol, Polo, Parati, T2, Motoren, Getriebe
3,4 Milliarden Euro will der deutsche Autobauer Volkswagen bis 2016 in seine brasilianischen Werke Anchieta, Curitiba, Sao Carlos und Taubaté investieren. Insgesamt arbeiten mehr als 23.000 Menschen für VW do Brasil. Seit der Gründung seiner Brasilien-Tochter 1953 produzierte VW in dem Land über 20 Millionen Fahrzeuge.
Bild: dpa/dpawebBratislava, Slowakische Republik
Modelle: VW Up, Touareg, Audi Q7, Porsche Cayenne
Die einzige Auto-Seilbahn der Welt ist in VW-Werk Bratislava zu Hause. Hier laufen täglich rund 1000 Fahrzeuge vom Band. Früher wurde hier de Polo produziert (siehe Foto), heute vor allem der VW Up. Fast 8.300 Menschen sind im slowakischen Werk beschäftigt.
Bild: dpaUitenhagen bei Port Elizsabeth, Südafrika
Modelle: VW Polo, Motoren
Erst Ende 2009 stellte Volkswagen im südafrikanischen Werk die Produktion des Golf I ("Citi-Golfs") ein. Das Kult-Modell aus den 70er Jahren wurde bis dahin nur noch am Kap gefertigt. Heute läuft in Südafrika der Polo, bzw. Polo Vivo vom Band. Gut 5.500 Menschen arbeiten im Werk Uitenhagen.
Bild: dpaWolfsburg, Deutschland
Modelle: Tiguan, Touran, Golf, Golf Plus
Seit 1938 besteht das Werk Wolfsburg. Am Stammsitz des Volkswagen-Konzerns arbeiten fast 50.000 Menschen.
Bild: dpaChakan, Pune, Indien
Modelle: Skoda: Fabia; VW: Polo, Vento
Neun Monate vor dem geplanten Termin wurde 2009 nach nur 17 Monaten Bauzeit das Volkswagen-Werk in Indien eröffnet. Das Werk hat eine Kapazität von 110.000 Fahrzeugen jährlich. Mehr als 3.500 Menschen arbeiten hier.
Chattanooga, USA
Im Mai 2009 war in Chattanooga der offizielle Baubeginn des ersten amerikanischen VW-Werkes. Die Fertigung dort sollte laut Konzernangaben 2011 mit einer jährlichen Gesamtkapazität von bis zu 150.000 Fahrzeugen starten. Dieses Ziel hat der Autobauer erreicht: Mittlerweile ist dort der 250.000. Passat vom Band gelaufen. „Vor zwei Jahren haben unsere Leute gerade mal gelernt, Autos zu bauen“, erklärte Werksleiter Frank Fischer. „Ich bin sehr stolz auf dieses Team.“
Der US-Passat ist eine Erfolgsgeschichte: Die Produktion hatte am 18. April 2011 begonnen. Das auf den amerikanischen Geschmack abgestimmte Modell verkaufte sich auf Anhieb deutlich besser als der aus Europa importierte Vorgänger. Auch dank des Passat haben sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt.
Ohne Sicherheitskontrolle kommt keiner rein in das neue VW-Werk im zentralmexikanischen Bundesstaat Guanajuato. Wie am Flughafen muss jeder durch eine Kontrolle gehen, die Taschen werden genau inspiziert. Ein paar Militärs mit Schäferhund bewachen den Eingang. Schließlich hat sich auch der gerade frisch gewählte mexikanische Staatspräsident Enrique Pena angesagt, um die neue Fabrik des deutschen Autokonzerns in seinem Land zu eröffnen. Er erinnert bei der Einweihungsfeier daran, welche Bedeutung VW bei der Motorisierung der mexikanischen Gesellschaft gehabt habe. Und Vorstandschef Martin Winterkorn stimmt ein, die neue Produktionsstätte für Motoren sei "ein starkes Symbol für unseren ungebrochenen Wachstumskurs."
Über neun Millionen Fahrzeuge hat der Volkswagenkonzern 2012 weltweit verkauft. Das Produktionsnetz für diese gewaltige Fahrzeugmenge spinnt sich um den ganzen Globus. Das war nicht immer so, erst mit der Übernahme von Lkw-Herstellers MAN und von Porsche schoss die Zahl nach oben.
Bild: REUTERSAudi
Audi hat im Jahr 2012 weltweit 1,45 Millionen Autos abgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt das ein Plus von 11,7 Prozent. Allein der neue Q3 wurde 80.000 mal verkauft - und das nur in Europa. Insgesamt erzielte der Autobauer einen Umsatz in Höhe von 48,8 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 5,956 Milliarden Euro.
Bild: dapdDaimler
Die Schwaben haben und im vergangenen Jahr 1,32 Millionen Autos ihrer Top-Marke Mercedes verkauft. Das entspricht einem Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Bild: dpaBMW
Von ihrer Kernmarke setzten die Bayern im vergangenen Jahr 1,54 Millionen Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Plus von 12 Prozent gegenüber 2011.
Bild: dpaFiat-Chrysler
Der Fiat-Konzern lieferte im vergangenen Jahr 4,2 Millionen Fahrzeuge weltweit aus - sechs Prozent mehr als 2011. Fiat profitiert dabei vom guten Geschäft der US-Tochter Chrysler. Denn ähnlich wie die Kollegen von PSA Peugeot Citroen litten die Italiener massiv unter der Absatzkrise in Europa, sie verkauften dort 16 Prozent weniger als im Vorjahr.
Bild: REUTERSNissan Renault
Carlos Ghosn - Chef der französisch-japanischen Allianz - kann zufrieden mit sich sein. Bei Nissan lief es hervorragend, Partner Renault litt unter der Schwäche des europäischen Markts. Die Renault-Gruppe setzte weltweit 2,55 Millionen Fahrzeuge und damit 6,3 Prozent weniger als im Vorjahr. In Europa sank der Absatz um volle 18 Prozent. Die Marke Renault verkaufte weltweit 2,1 Millionen Fahrzeuge, Dacia knapp 360.000 Autos. In Deutschland setzte Renault inklusive der Marke Dacia im Jahr 2012 mit 170.000 Einheiten rund 11.000 Fahrzeuge weniger ab als 2011. Die Marke Renault allein verkaufte 2012 in Deutschland 123.779 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Der Marktanteil sank um knapp 0,4 Prozentpunkte.
Bild: dapdPSA Peugeot Citroen
Der Absatz der Franzosen brach gegenüber dem Vorjahr um 16,5 Prozent ein. Insgesamt setzte der gebeutelte Hersteller PSA nur noch 2,97 Millionen Fahrzeuge ab. In Frankreich verkauften Peugeot und Citroen gut 13 Prozent weniger Autos, in Spanien fast 15 Prozent weniger und in Italien sogar fast 21 Prozent weniger. PSA hat bereits Konsequenzen aus der Absatzkrise gezogen und Werksschließungen angekündigt. 8000 Stellen sollen fallen. In China hingegen legten die Verkäufe um 9,4 Prozent auf 442.000 Fahrzeug zu. Der Konzern will bis 2015 die Hälfte seines Absatzes außerhalb Europas erzielen.
Vor gut einem Jahr hat PSA mit dem Opel-Mutterkonzern General Motors zudem eine strategische Partnerschaft geschlossen, um künftig beim Einkauf und bei der Entwicklung zu sparen. Einen direkten Einstieg von PSA bei Opel dementierte das Unternehmen aber. Die Verkäufe in China dagegen legten um 9,4 Prozent zu auf 442.000 Fahrzeuge.
Bild: dapdHyundai
Koreas größter Automobilhersteller verkaufte 2012 insgesamt 4,4 Millionen Fahrzeuge der Marke Hyundai. Das sind 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr (4,05 Millionen). Noch stärker fiel mit 10,2 Prozent das Wachstum in Europa aus. Zwischen Nordkap und Sizilien konnte Hyundai in 2012 rund 444.000 Fahrzeuge absetzen.
Bild: REUTERSNissan
Japans zweitgrößter Autobauer legt für das Kalenderjahr 2012 ein neues Rekordergebnis vor. Nissan verkaufte nach eigenen Angaben 4,94 Millionen Autos. Das entspricht einem Zuwachs von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das noch laufende Geschäftsjahr (Ende 31. März 2013) muss der japanische Teil der französisch-asiatischen Allianz seine Prognose jedoch senken. Wegen des Boykotts japanische Hersteller in China rechnet Nissan weltweit nur noch mit einem Absatz von 5,08 Millionen statt 5,35 Millionen verkaufter Autos. Im ersten Halbjahr hatte Nissan auch dank des kräftigen Wachstums in China 16,7 Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahr, der Inselstreit machte den Japaner nun einen Strich durch die Rechnung.
Bild: dapdPlatz 3: Volkswagen
Die Wolfsburger setzten als Gruppe 9,1 Millionen Autos weltweit in 2012 ab, ein Plus von 11 Prozent (2011: 8,3 Millionen). Die Premiumtochter Audi legte um 11,7 Prozent auf knapp 1,5 Millionen zu, die Pkw-Marke VW hat ähnlich stark zugelegt wie BMW. Sie setzte 5,74 Millionen Autos ab - ein Plus von 12,7 Prozent. VW Nutzfahrzeuge steigerte den Absatz um 4,1 Prozent auf 550.000 und Skoda um 6,8 Prozent auf 939.200. Die Zahlen der spanischen Tochter Seat und von Sportwagenhersteller Porsche liegen noch nicht im Detail vor.
Besonders stark entwickelten sich die Märkte in Asien und Amerika. In den USA legte VW um 35 Prozent zu, in China um 25 Prozent und in Russland sogar um 40 Prozent. In Westeuropa sanken die Verkaufszahlen jedoch um knapp 7 Prozent, in Deutschland um gut ein Prozent. Bis 2018 will Volkswagen zum weltgrößten Automobilhersteller aufsteigen. Nach einer Studie des CAM Center of Automotive Management könnte VW 2012 9,4 Millionen verkaufen - mehr als Konkurrent General Motors.
Bild: dapdPlatz 2: General Motors
Der amerikanische Auto-Riese verkaufte 9,29 Millionen Autos. 2011 lag General Motors mit rund 9 Millionen verkaufter Fahrzeuge an der Spitze. VW kam konzernweit auf 8,2 Millionen Stück. Problematisch bleibt der europäischen Markt. Der Absatz der deutschen Tochter Opel ist massiv eingebrochen. Mit neuen Modellen wie dem Stadtflitzer Adam will Opel den Verkauf wieder ankurbeln.
Audi
Audi hat im Jahr 2012 weltweit 1,45 Millionen Autos abgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt das ein Plus von 11,7 Prozent. Allein der neue Q3 wurde 80.000 mal verkauft - und das nur in Europa. Insgesamt erzielte der Autobauer einen Umsatz in Höhe von 48,8 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 5,956 Milliarden Euro.
Silao ist bereits das zweite Werk der Deutschen in Mexiko, die seit fast 60 Jahren in dem zentralamerikanischen Land ansässig sind. Den Käfer, den VW hier lange Jahre produziert haben, ist hier immer noch eine lebende Legende. In den Straßen von Silao wie überall in Mexiko ist der "vochito", wie die Mexikaner ihn liebevoll nennen, immer noch rum. Der fährt und fährt, selbst mit Tequila - heißt es bei den Mexikanern.
Die neue Fabrik in Silao, das weltweit 100. Werk von VW, wird modernste und verbrauchsarme TSI-Motoren produzieren, die hauptsächlich in den VW-Modellen auf dem nordamerikanischen Markt zum Einsatz kommen werden. Von Silao werden sie ins Werk in den USA in Chattanooga und in Puebla in Mexiko transportiert. Ruben Lelal ist mächtig stolz auf die neue VW-Fabrik in Silao. "In zwei Jahren haben wir die hier hochgezogen, das ist schon eine Leistung". Der 56-jährige Mexikaner spricht fließend deutsch, er ist schon seit 35 Jahren bei VW. Lelal ist Anlaufmanager für die neue Fabrik in Silao, er kümmert sich um die Koordination von Produktion und Entwicklung.
In der blitzeblanken Halle warten die neuen Mitarbeiter sehnsüchtig auf den ersten Arbeitstag. Zunächst werden hier 300 Mitarbeiter Motoren produzieren - durchweg junge Leute. Das Durchschnittsalter der Belegschaft liegt bei 20 Jahren. Die meisten kommen von der Technischen Hochschule in Leon, der nächst größeren Stadt. Abraham Munoz fängt mit seinen 27 Jahren als Produktionsmeister in dem Werk an. Er hat Ingenieurwesen studiert, ist sechs Monate lang am VW-Institut in Silao, das der Konzern zusammen mit der Kommune betreibt, und freut sich auf seinen ersten Arbeitstag im Werk.
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