Ab 1. April: Ex-Opel-Chef Stracke wechselt zu Magna

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Ab 1. April: Ex-Opel-Chef Stracke wechselt zu Magna

Über die Zukunft des ehemaligen Opel-Chefs wurde in den vergangenen Monaten viel spekuliert. Jetzt steht fest: Stracke soll ab 1. April die Sparte Fahrzeugtechnik beim Automobilzulieferer Magna verantworten.

Beim kriselnden Autobauer Opel gab Karl-Friedrich Stracke im Sommer 2012 nach nur einem Jahr seinen Posten wieder auf. Jetzt wechselt Stracke zum Automobilzulieferer Magna. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte einen entsprechenden Medienbericht. Die WirtschaftsWoche hatte bereits vergangenes Jahr darüber berichtet.

Der 56-Jährige solle ab 1. April bei Magna Steyr, einer Geschäftseinheit des Konzerns in Graz, die Sparte Fahrzeugtechnik verantworten. Er ist dem Präsidenten von Magna Steyr und dem Magna-Europa-Chef Günther Apfalter unterstellt. „Wir sind überzeugt, dass Magna Steyr von seiner umfangreichen Erfahrung in den Bereichen Gesamtfahrzeugentwicklung und -produktion profitieren wird“, teilte das Unternehmen mit.

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Strackes wichtigste Karrierestationen bei Opel

  • Der Einstieg in Rüsselsheim

    1979 startet der Maschinenbau-Ingenieur seine Karriere bei Opel als Konstrukteur im Bereich Rohkarosserie.

  • Der Wechsel ins Management

    Nach einem betriebswirtschaftlichen Zweitstudium an der GM-Universität in Flint steigt Stracke 1984 ins Management der Karosseriekonstruktion ein. 1991 übernimmt er die Leitung dieses Bereichs.

  • Ernennung zum Chefingenieur

    Im Jahr 1993 wird Stracke zum Chefingenieur der Fertigungsentwicklung für Pressen und Unterzusammenbauten ernannt.

  • Führende Rolle in Bochum

    Als Fertigungsdirektor kommt Stracke 1995 ins Bochumer Opel-Werk. Die Modellanläufe der Modelle Astra und Zafira, ebenso wie die Werksumstellung auf „schlanke Produktionsmethoden“ (Zitat Opel) werden unter seiner Leitung umgesetzt.

  • Rückkehr nach Rüsselsheim

    1999 übernimmt Strake im Rüsselsheimer Werk die Stelle als Direktor der Produktentwicklung.

  • Neuer europaweiter Posten

    2004 wird Stracke Executive Direktor GME Engineering und übernimmt damit die Verantwortung für die Opel/Vauxhall-Produktentwicklung sowie die Saab-Produktkonstruktion in Trollhättan, Schweden.

  • Globale Verantwortung

    2006 kommt für Stracke die globale Produktentwicklungs-Verantwortung für Body/Interior und Safety aller GM-Marken hinzu. Zwei Jahre später wechselt er in den Bereich Globale Fahrzeugintegration und Prüffelder. 2009 steigt Stracke zum Vizepräsident des „Global Vehicle Engineering“, den globalen Fahrzeugproduktentwicklungsbereich von GM auf.

  • Der Vorstandsvorsitz bei Opel

    Am 11. April 2011 tritt Stracke den Posten des Vorstandsvorsitzenden der Adam Opel AG an. Damit ist er für das weltweite operative Geschäft von Opel/Vauxhall verantwortlich.

  • GM-Chef in Europa

    Erst im Januar 2012 wird Stracke zum Präsidenten von General Motors Europe ernannt.

  • Der Rücktritt

    Am 12. Juli 2012 tritt Stracke überraschend von seiner Position als Opel-Vorstandsvorsitzender zurück und legt auch den Posten als Präsident von General Motors Europe ab.

Stracke war im vergangenen Jahr im Streit über den Sanierungskurs bei der Rüsselsheimer GM abgelöst worden. Sein Abgang löste damals Spekulationen aus, GM wolle die Verluste ihrer Europa-Tochter nicht mehr tragen und suche einen Käufer. Später dementierte der US-Konzern diese Absichten.

Im Zuge seines Insolvenzverfahrens vor einigen Jahren hatte GM tatsächlich einen Verkauf von Opel geplant. Damals stand Magna gemeinsam mit russischen Investoren als Käufer bereit und hatte den Deal nahezu ausgehandelt. Die Amerikaner waren dann aber in letzter Minute abgesprungen und hatten sich entschlossen, die Tochter doch zu behalten. Die Sanierungsversuche trugen aber wegen der Absatzkrise in Europa nur wenig Früchte. Nun will GM die Wende bei Opel durch Einsparungen und zahlreiche neue Modelle einleiten. Neuer Opel-Chef ist seit Anfang März der frühere VW - und Conti -Manager Karl-Thomas Neumann.

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