Abgas-Skandal: Mitsubishi gesteht Manipulation

Abgas-Skandal: Mitsubishi gesteht Manipulation

, aktualisiert 20. April 2016, 11:17 Uhr
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Mitsubishi-Motors-Chef Tetsuro Aikawa gesteht Abgas-Manipulationen in seinem Konzern

Auch bei Mitsubishi kam es bei Abgastests zu Unregelmäßigkeiten. Konzernchef Aikawa gestand die Manipulation am Mittwoch. Der Aktienkurs des japanischen Autobauers brach ein.

Genau sieben Monate nach Bekanntwerden des VW-Abgasskandals hat der japanische Autohersteller Mitsubishi Fehlverhalten bei Angaben zum Treibstoffverbrauch eingeräumt. Das gestand Konzernchef Tetsuro Aikawa am Mittwoch auf einer Pressekonferenz ein. Der Konzern fand eigenen Angaben zufolge Hinweise darauf, dass Mitarbeiter die Emissionswerte für verschiedene Modelle gefälscht haben.

An der Börse brach die Aktie daraufhin um gut 15 Prozent ein, so stark wie seit fast zwölf Jahren nicht mehr an einem Tag. Der Marktwert des Unternehmens schmolz damit auf einen Schlag um 1,2 Milliarden Dollar zusammen.

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Mitsubishi-Präsident Aikawa sagte, das Fehlverhalten sei dem Verkehrsministerium gemeldet worden. Unklar blieb zunächst, welches Motiv die betroffenen Mitarbeiter gehabt haben könnten.

VW-Abgas-Skandal BaFin sieht mögliche Falschaussage von VW-Chef Matthias Müller

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) wirft nach Informationen der WirtschaftsWoche VW-Chef Matthias Müller eine mögliche Falschaussage vor.

Die BaFin Quelle: REUTERS

Die gefälschten Emissionswerte umfassen nach Angaben von Mitsubishi 157.000 Fahrzeuge seiner Pkw-Modelle sowie 468.000 für Nissan gebaute Wagen. Demnach waren Nissan Unstimmigkeiten in den Emissionswerten aufgefallen. Mitsubishi überprüfte daraufhin intern selbst die Daten und stellte die Fälschungen fest. Worin genau die Manipulationen bestanden, war zunächst nicht bekannt.

Mitsubishi, der Hersteller von Modellen wie eK Wagon und Outlander, hatte nach einem Skandal in den frühen 2000er Jahren um Defekte wie nicht funktionierende Bremsen damit zu kämpfen, das Vertrauen der Verbraucher zurück zu gewinnen.

Am 20. September vergangenen Jahres hatte VW massive Abgas-Manipulationen in den USA zugegeben. Der Skandal hat seitdem hohe Wellen geschlagen, sowohl im Wolfsburger Konzern als auch in Politik und Autobranche.

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