Absatz: Schlechtes Jahr für Autohändler

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Absatz: Schlechtes Jahr für Autohändler

Für Autobauer und -händler wird 2012 kein schönes Jahr. Nur zehn Prozent der Deutschen wollen sich in diesem Jahr ein Gefährt zulegen. Besonders das Neuwagengeschäft leidet: Wer ein Auto möchte, kauft Gebrauchte.

Das Autojahr 2012 scheint kein gutes Jahr zu werden. "Wirft man einen Blick auf die Zulassungszahlen von Januar bis Mai und auf weitere wichtige Kennzahlen wie die Werkstattauslastung, scheint die Welt im Kfz-Gewerbe in Ordnung", sagt Robert Rademacher, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK). Die Zahl der Neuzulassungen sei um 0,2 Prozent gestiegen, die Besitzumschreibungen seien um zwei Prozent gestiegen und die KfZ-Werkstätten freuen sich über ein stabile Auftragslage. Nur: Die Zahlen spiegeln nicht die Realität wieder, so Rademacher.

"Das Neuwagengeschäft wird im bisherigen Jahresverlauf – noch stärker als bereits im vergangenen Jahr – von den gewerblichen Zulassungen getragen mit einem Anteil von mehr als 60 Prozent", sagt er. Die ganzen Neuzulassungen sind Vorführwagen und Tageszulassungen. Diese blähen den Markt unnötig auf und werden spätestens nächstes Jahr als "junge Gebrauchtwagen", Vorführmodelle oder Jahreswagen verkauft und bringen die Preise durcheinander, wie Rademacher moniert.

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Deutsche Markt ist gesättigt

Das echte Geschäft mit Kraftfahrzeugen sei eher getrübt. So liege der Index zur Bewertung der aktuellen Geschäftslage im zweiten Quartal 2012 derzeit bei 129,6 Punkten und damit um 16,8 Punkte unter dem Wert des zweiten Quartals 2011, als mit 146,4 Punkten der bisherige Höchstwert gemessen worden war. Der Index zur erwarteten Geschäftslage der Kfz-Betriebe für das dritte Quartal 2012 erreichte mit 99,6 Punkten den bisher zweitschlechtesten Wert seit Erhebungsbeginn im Februar 2010 und fiel im Vergleich zum Vorquartal um 18,4 Punkte.

Rademacher hält den Pkw-Markt in Deutschland für gesättigt. "Der Normalmarkt liegt nun einmal bei etwa 3 Millionen Neuzulassungen – mit den üblichen kleinen konjunkturellen Abweichungen nach oben und unten." Die drei Geschäftsbereiche Gebrauchtwagen, Neuwagen und Werkstätte befänden sich in einer Art „Zufriedenheitsgefälle“, sagt ZDK-Präsident Rademacher. Die Auftragslage der KfZ-Werkstätte sei gut, das Gebrauchtwagengeschäft befriedigend und das Neuwagengeschäft schlecht. Gerade der Neuwagenmarkt werde gegenüber dem Vorjahr mengenmäßig zurückgehen, falls er nicht durch noch mehr Kurzzulassungen geschönt werden sollte. Das bestätigt auch eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des ZDK. Demnach wollen nur zehn Prozent der Deutschen im Jahr 2012 ein Auto kaufen, sechs Prozent wollen einen Gebrauchtwagen.

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