Angeschlagener Autobauer: Opel fährt ab September Kurzarbeit

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Angeschlagener Autobauer: Opel fährt ab September Kurzarbeit

Opel hat sich mit den Arbeitnehmern auf Kurzarbeit ab September bis Jahresende geeinigt. Betroffen sind die Standorte Rüsselsheim und Kaiserslautern und rund 9300 Mitarbeiter.

Der kriselnde Autobauer Opel reagiert auf den schwachen Absatz und schickt tausende Mitarbeiter in die Kurzarbeit. „Die Adam Opel AG führt in Abstimmung mit Betriebsrat und IG Metall am Standort Rüsselsheim sowie im Komponentenwerk Kaiserslautern ab September 2012 Kurzarbeit ein. Vereinbart wurden jeweils 20 Tage für den Zeitraum bis Jahresende“, teilten Unternehmen und Betriebsrat in Rüsselsheim mit.

Betroffen sind in Rüsselsheim 3500 Mitarbeiter in der Produktion sowie 3300 in der Verwaltung. Im Werk Kaiserslautern müssen 2500 Beschäftigte in die Kurzarbeit. Für die 7000 Mitarbeiter im Entwicklungszentrum in Rüsselsheim gilt die Regelung nicht.

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Die kriselnde GM-Tochter hatte vergangene Woche Verhandlungen mit den Arbeitnehmern über eine Drosselung der Produktion aufgenommen. Opel leidet besonders unter der Absatzkrise in Europa und kann die Produktion kaum noch auslasten, die Kosten drohen das Unternehmen zu erdrücken. Auf den Höfen reihen sich unverkaufte Autos auf, wodurch enorme Summen an Kapital gebunden sind.

Der Europa-Absatz von Opel/Vauxhall schrumpfte im ersten Halbjahr um 15 Prozent auf 457.630 Fahrzeuge. Der Marktanteil fiel unter die Marke von sieben Prozent. Im zweiten Quartal fuhr die GM-Europa-Tochter 361 Millionen Euro Verlust ein - der US-Autokonzern hat in den vergangenen zehn Jahren in Europa etliche Milliarden verloren. Weitere Milliardenverluste, Stellenabbau und Werksschließungen werden erwartet.

„Der europäische Automobilmarkt bricht drastisch ein“, erklärte Opel-Personalvorstand Holger Kimmes. „Jetzt ist das Instrument der Kurzarbeit die richtige Maßnahme zur Überbrückung dieser Marktschwäche.“ Für die Opel-Chefetage ist dies offensichtlich das letzte aller zur Verfügung stehenden Mittel: Die sinkende Auslastung der Werke könne „nicht mehr wie bisher durch den Einsatz von Korridorschichten und Gleitzeitguthaben kompensiert werden“, heißt es aus Rüsselsheim.

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Zusammen mit dem ebenfalls schwer angeschlagenen französischen Partner Peugeot will Opel in den nächsten Jahren die Wende schaffen und neue Modelle auf den Markt bringen.

Konkurrent Ford hatte schon im Mai und Juni wegen der Absatzkrise in Südeuropa die Produktion in seinem Kölner Werk zurückgefahren und Kurzarbeit eingeführt. Davon waren 4000 Mitarbeiter betroffen. Auch im September soll an vier Tagen in Köln kurzgearbeitet werden. Bis zum Jahresende wolle Ford ohne weitere Produktionskürzungen in den Werken in Köln und Saarlouis auskommen, zitierte die Zeitschrift „auto motor und sport“ Ford-Deutschland-Chef Bernhard Mattes.

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