Apple: Gerüchte um Bau von Elektroautos verdichten sich

Apple: Gerüchte um Bau von Elektroautos verdichten sich

Laut Medienberichten hat ein Akku-Hersteller Apple verklagt. Der Vorwurf: das Unternehmen werbe Mitarbeiter ab. Ein Grund mehr anzunehmen, dass Apple womöglich an selbstfahrenden Elektroautos bastelt.

Es wurde in der Vergangenheit bereits heftig darüber spekuliert, ob Apple demnächst auch Autos baut. Das „Wall Street Journal“ hatte berichtet, mehrere hundert Mitarbeiter seien in einem geheimen Labor in Kalifornien mit der Entwicklung eines Elektroautos betraut. Dieser Verdacht könnte sich nun erhärten. Für den iPhone-Konzern wäre das ein radikaler Vorstoß in eine ganz andere Branche.

Apple-Chef Tim Cook habe das Projekt mit dem Codenamen „Titan“ bereits vor knapp einem Jahr gebilligt, schrieb das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf informierte Personen. Es werde von Apple-Veteran Steve Zadesky geleitet, der schon am iPod und iPhone mitgearbeitet habe und vor über 15 Jahren von Ford kam.

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Zunächst werde an einem Design gearbeitet, das einem Minivan ähnlich sehe, berichtete die Zeitung weiter. Es sei aber auch möglich, dass Apple sich am Ende gegen eine Fortführung des Projekts entschließe, hieß es einschränkend.

Gerüchteküche brodelt Tüftelt Apple am Elektroauto?

Seit Tagen wird in US-Blogs spekuliert, Apple könnte ein Auto bauen. Jetzt stimmen Zeitungen mit ein. Laut „Wall Street Journal“ entwerfen mehrere Apple-Mitarbeiter ein Elektroauto - und das schon seit Monaten.

The new system CarPlay Apple integrated in the Ferrari FF Quelle: dpa

Apple ist bekannt dafür, viele Prototypen zu testen, die am Ende nicht zu fertigen Produkten werden. So gibt es zum Beispiel immer noch keinen Apple-Fernseher, über den schon vor Jahren spekuliert wurde.

Allerdings schrieb die Zeitung auch, Zadesky dürfe ein Team von bis zu 1000 Leuten aufbauen. Bei dieser Dimension wäre es ein sehr ernsthaftes Projekt. Apple kommentierte die Informationen auf Anfrage der Medien nicht.

Die „Financial Times“ hatte zuvor berichtet, Apple heuere Autoingenieure an, und ein geheimes Team aus Dutzenden Mitarbeitern arbeite an „automobilen Produkten“. Schon seit mehreren Tagen gab es Spekulationen über ein mögliches Apple-Auto. Sie gingen los, als bekanntwurde, dass ein in Kalifornien gesichteter schwarzer Van mit ungewöhnlichen Kamera-Aufbauten von Apple geleast wurde.

Zunächst war vermutet worden, dass Apple mit dem Wagen neue Aufnahmen für seinen Kartendienst mache. Doch nach und nach nahmen in den Berichten Hinweise auf ein eigenes Autoprojekt des iPhone-Riesen zu.

Apple-Manager seien nach Österreich geflogen, um sich mit Auftragsfertigern zu treffen, unter anderem mit Magna Steyr, schrieb das „Wall Street Journal“. Der Konzern hoffe, das Geschäft mit Elektroautos ähnlich prägen zu können wie einst den Smartphone-Markt mit dem iPhone, wurde eine der Quellen zitiert.

Die größten Hersteller von Elektroautos in Deutschland

  • Platz 10

    Ford: 59 zugelassene Elektroautos

    Seit 2013 hat Ford den Focus Electric im Angebot. Doch der große Erfolg blieb dem E-Focus bislang verwehrt: In Deutschland wurden bis zum ersten Halbjahr 2014 gerade einmal 59 Fahrzeuge zugelassen.

  • Platz 9

    Tesla: 638 zugelassene Elektroautos

    Mit dem Roadster wurde Tesla einst als Elektropionier gefeiert, auch das aktuelle Model S sorgt für Furore. Doch der Aufschwung scheint gerade erst zu kommen: Bereits im ersten Halbjahr 2014 wurden mehr als doppelt so viele Elektroautos von Tesla verkauft als im ganzen Jahr 2013.

  • Platz 8

    Mitsubishi: 926 zugelassene Elektroautos

    Mitsubishi zehrt bei den Elektroautos noch von den Erfolgen des iMiev aus dem Jahr 2011. Damals konnten die Japaner mangels Konkurrenz fast 700 Elektroautos verkaufen. Doch seitdem hat das Interesse am iMiev in Deutschland stark abgenommen, weshalb bis heute nur noch knapp 200 weitere Fahrzeuge dazugekommen sind.

  • Platz 7

    Citroën: 948 zugelassene Elektroautos

    Wie bei Mitsubishi ist die erste Welle des Elektro-Erfolgs bei Citroën wieder abgeklungen. Kein Wunder, schließlich ist der C-Zero der Franzosen mit dem Mitsubishi iMiev baugleich. Er hatte 2012 sein bestes Jahr, danach retteten noch einige Zulassungen für das Citroën-eigene Carsharing die Statistik.

  • Platz 6

    Opel: 1450 zugelassene Elektroautos

    Kein Elektroauto verkaufte sich so gut wie der Opel Ampera. Leider gilt das nur für das Jahr 2012. Seitdem ging es mit den Ampera-Zulassungen bergab, von 828 im Jahr 2012 auf 335 im Jahr 2013. Seit Jahresbeginn 2014 fanden nur noch 46 Amperas einen Käufer.

  • Platz 5

    Nissan: 1712 zugelassene Elektroautos

    Bei Nissan sind die Zulassungszahlen für den Leaf konstanter. Nach dem Anlauf-Jahr 2012 fanden im vergangenen Jahr 855 Leafs einen Abnehmer. Im ersten Halbjahr 2014 waren es wieder knapp 400, womit das Gesamtjahr auf dem Vorjahresniveau liegen könnte.

  • Platz 4

    Renault: 1801 zugelassene Elektroautos

    Mit ihrer Submarke Renault Z.E. gelten die Franzosen als Vorreiter im Elektromarkt. Neben den 1532 Zoe haben seit der Erfassung 2011 auch 269 Fluence Z.E. einen Käufer gefunden. Doch der Erfolg könnte noch größer sein: Der ausgefallene Twizy taucht in der Statistik nicht auf – er zählt offiziell als Quad.

  • Platz 3

    BMW: 1935 zugelassene Elektroautos

    Quasi aus dem Stand schafft es BMW auf das Treppchen. Obwohl der i3 erst im November 2013 auf den Markt gekommen ist, brachte er es bis Jahrsende auf 559 Zulassungen. Bis Ende Juni 2014 kamen 1376 weitere dazu.

  • Platz 2

    Volkswagen: 2050 zugelassene Elektroautos

    Beim größten deutschen Autohersteller wurde die Elektromobilität lange stiefmütterlich behandelt. Doch mit dem Start des E-Up und des E-Golfs stiegen die Zulassungen rapide an. Im ersten Halbjahr 2014 lagen beide Modelle mit knapp über 500 Zulassungen fast gleichauf. Der E-Up konnte aber 2013 schon 785 Zulassungen absahnen, als der Elektro-Golf noch gar nicht auf dem Markt war.

  • Platz 1

    Daimler: 3612 zugelassene Elektroautos

    Die Kleinwagenmarke Smart führt Daimler an die Spitze. Die drei Zulassungen des sündhaft teuren Elektro-SLS sind vernachlässigbar, ebenso die Elektro-B-Klasse. Den Großteil holt Daimler mit dem Smart electric drive, von dem alleine 2013 fast 1900 Exemplare zugelassen wurden. Daran ist das hauseigene Carsharing Car2go nicht unschuldig.

    Quelle: Statista.de, Stand 1. Halbjahr 2014

Die Entwicklung eines Autos dauert mehrere Jahre und verschlingt viel Geld. Aktuell erforsche das Team unter anderem verschiedene Metalle und andere Materialien für die Autoproduktion. Apple kann sich teure Experimente leisten: Der Konzern sitzt auf einem Geldberg von 178 Milliarden Dollar und fährt vor allem dank des iPhone-Erfolgs einen Milliardengewinn nach dem anderen ein.

Apple entwickelt bereits die Software CarPlay für eine bessere Integration des iPhones in die Unterhaltungsanlagen von Autos. Laut „Financial Times“ zeugen die Neueinstellungen aber von größeren Ambitionen. Unter den von Apple angeheuerten Mitarbeitern seien auch Autodesigner und Spezialisten für Fahrzeugdynamik.

Bekannt ist, dass der Chef des kalifornischen Entwicklungszentrums von Mercedes, Johann Jungwirth, bereits im vergangenen September zu Apple wechselte. Laut seinem Profil beim Karriere-Netzwerk LinkedIn geht es in seinem neuen Job aber um die Entwicklung von Mac-Systemen.

Seit Januar arbeitet bei Apple auch der Manager Robert Gough, der zuvor beim Autozulieferer Autoliv war. Er gibt als seinen neuen Arbeitsplatz via LinkedIn eine Gruppe für Spezialprojekte an. Bei Autoliv entwickelte er Radartechnik und Sensoren.

Weitere Artikel

Der Chef des benachbarten Elektroauto-Herstellers Tesla aus Palo Alto, Elon Musk, hatte vor kurzem gesagt, Apple werbe Mitarbeiter bei ihm ab. Zugleich gibt es im Silicon Valley aber auch insgesamt einen scharfen Wettbewerb um Talente - und bei Tesla arbeiten inzwischen laut Bloomberg-Auswertung auch rund 150 ehemalige Apple-Beschäftigte.

Ein mögliches iCar wäre nicht das erste Fahrzeug aus dem Silicon Valley. Der Internet-Riese Google arbeitet schon lange an der Technologie für selbstfahrende Autos und stellte im vergangenen Jahr ein erstes Fahrzeug aus eigener Entwicklung vor.

Es ist ein Zweisitzer mit Elektroantrieb, der komplett vom Computer gesteuert wird und ganz ohne Lenkrad und Pedale auskommen soll. Google will damit den Verkehr in den Städten revolutionieren. Für Apple sei ein selbstfahrendes Auto aktuell nicht Teil der Pläne, schrieb das „Wall Street Journal“.

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