Arbeitsverträge: Tausende Opelaner sollen in Zwangspause gehen

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Arbeitsverträge: Tausende Opelaner sollen in Zwangspause gehen

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Noch ist unklar, für wie viele Beschäftigte die Kurzarbeit gelten soll

Quelle:Reuters

Opel will wegen des Absatzeinbruchs Tausende Beschäftigte in Zwangspause schicken. Die Geschäftsleitung verhandele derzeit mit dem Betriebsrat und der IG Metall über Kurzarbeit und Arbeitszeitverkürzungen.

Ein Ergebnis der Verhandlungen sei kurzfristig zu erwarten. Es gehe um das Stammwerk in Rüsselsheim mit fast 14.000 Beschäftigten, wo das Topmodell Insignia und der kompakte Astra vom Band laufen. Aus Arbeitnehmerkreisen verlautete, auch das Komponentenwerk in Kaiserlautern mit 2500 Mitarbeitern sei betroffen.

Die Zahl der Beschäftigten, für die Kurzarbeit gelten soll, nannte Opel nicht. Allerdings ist davon auszugehen, dass mehrere tausend Opelaner davon betroffen sein werden. Ein ranghoher Arbeitnehmervertreter sagte, in den Verhandlungen gehe es um die Beschäftigten aller Bereiche in Rüsselsheim, also auch der Verwaltung und des Entwicklungszentrums. Betriebsrat und IG Metall äußerten sich nicht. Eine Voraussetzung für Kurzarbeitergeld ist, dass mindestens ein Drittel der Arbeitnehmer in einem Betrieb durch eine Auftragsflaute Einkommenseinbußen von jeweils mehr als zehn Prozent ihres monatlichen Bruttogehalts haben.

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Arbeitszeitkonten ausgeschöpft

In der Produktion in Rüsselsheim arbeiten 3500 Menschen. Vor allem für viele von ihnen dürfte Opel Kurzarbeit anmelden wollen. Weitere 7000 arbeiten im Entwicklungszentrum und in den Designabteilungen von Opel in Rüsselsheim. Unklar sei noch, wie die Arbeitszeit in der Verwaltung reduziert werden könne, sagte der Sprecher. Die angeschlagene GM-Tochter hatte den Produktionsrückgang bisher durch Arbeitszeitkonten aufgefangen. Diese Möglichkeiten seien nun ausgeschöpft, hieß es.

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Opel-Chef Thomas Sedran Quelle: dpa

Opel leidet besonders unter der Absatzkrise in Europa und kann die Produktion kaum noch auslasten. Dadurch drohen die Kosten das Unternehmen zu erdrücken. Auf den Höfen reihen sich unverkaufte Autos auf, wodurch enorme Summen an Kapital gebunden sind. Der Europa-Absatz von Opel/Vauxhall schrumpfte im ersten Halbjahr um 15 Prozent auf 457.630 Fahrzeuge. Der Marktanteil fiel unter die Marke von sieben Prozent und liegt damit weit entfernt von dem Niveau, das Opel vor vielen Jahren hatte, als man mit einem Anteil von 20 Prozent VW noch die Stirn bieten konnte.

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