Audi-Chef Stadler: "Wir geben heftig Gas"

Audi-Chef Stadler: "Wir geben heftig Gas"

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Audi gewinnt neue Kunden. "Das Ding ist durch", sagt Audi-Chef Rupert Stadler

von Franz W. Rother

Audi baut leichter, schneller, besser - und hat damit schon Mercedes überholt. Der Autobauer aus Ingolstadt möchte nun auch an BMW vorbei. Konzernchef Rupert Stadler im Interview.

WirtschaftsWoche: Herr Stadler, Audi wird derzeit mit Auszeichnungen überhäuft. Dennoch meinen einige Experten, bei Audi wäre die Luft raus. Was entgegnen Sie denen?
Rupert Stadler: Ich kenne keinen seriösen Experten, der das so sieht. Im Gegenteil: Sie erwähnen die vielen Preise und ich verweise auch auf unsere Fundamentaldaten. Audi stand wirtschaftlich noch nie so gut da, hatte noch nie eine so breite Modellpalette und hat sich sehr ehrgeizige Ziele in allen entscheidenden technischen Feldern gegeben. Was meiner Meinung nach in der Betrachtung zu kurz kommt ist die Kundensicht. Der Kunde muss den Nutzen einer Innovation spüren, schätzen und bereit sein dafür zu bezahlen. Und deshalb sind wir vielleicht nicht immer die Ersten und Lautesten, wenn es um eine neue Technologie geht, aber wenn wir damit auf den Markt kommen, wollen wir aus Kundensicht die Besten sein.

Wichtigste Produktneuheit 2011 war sicher der A1. Ist der Mini-Konkurrent wirklich ein Erfolg? Die Verkäufe waren wegen des hohen Preises anfangs schleppend.
Wir haben unser Jahres-Absatzziel bereits zwei Mal erhöht: Von 80.000 auf 100.000 und zuletzt sogar auf 120.000 Stück. Vielleicht werden es zum Jahresende sogar etwas mehr. Ich bin mit dem ersten vollen Jahr des A1 daher sehr zufrieden. Wir erreichen unsere ambitionierten Ziele und gewinnen neue Kunden. Drei von vier A1 Käufern besaßen zuvor keinen Audi. Und mit Blick auf Japan, wo wir gerade den Fünftürer vorgestellt haben, kann ich sagen: Dieses Auto hilft uns in diesem anspruchsvollen Markt deutlich voranzukommen. Wir liegen gut 20 Prozent über Vorjahr und wachsen schneller als der Premiummarkt.

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Es ist eine alte Regel des Automobilgeschäfts, dass Kunden, die von anderen Marken abgeworben werden, etwas länger brauchen, bis sie überzeugt sind. Mindestens ein Gespräch mehr, eine oder zwei Probefahrten mehr. Dazu müssen unsere Händler natürlich in der Lage sein, mit Vorführwagen, mit Personal. Inzwischen sieht man das Auto überall auf den Straßen und diese Sichtbarkeit arbeitet für uns. Das sagt mir: Das Ding ist durch. Und nicht nur das: Die Markteinführung des neuen A6 ist sauber gelungen, der A7 auf allen wichtigen Märkten präsent und der A8 sensationell gut angekommen, obwohl er erst auf einigen Märkten verfügbar ist. Der C-D-Shift ist uns also sehr erfolgreich gelungen.

Was meinen Sie mit C-D-Shift?
Die Höherpositionierung der Marke Audi mit den Modellen A6, A7 und A8. Wir haben nahezu die gesamte Modellpalette runderneuert, die Verbräuche reduziert und die inneren Werte erhöht. Wir haben jetzt eine gute Ausgangsposition für die nächsten Jahre.

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