Aufholjagd: VW will in USA kräftig zulegen

Aufholjagd: VW will in USA kräftig zulegen

Europas größter Autokonzern Volkswagen setzt seine Aufholjagd auf dem wichtigen US-Markt fort und hat sich ambitionierte Ziele gesetzt.

Die Verkäufe des Konzerns sollen 2012 auf mehr als 500 000 Wagen steigen. „Das wäre zum ersten Mal seit 39 Jahren“, sagte der Chef des US-Geschäfts, Jonathan Browning, am Sonntag vor Journalisten in New York. Im vergangenen Jahr lieferte der Konzern auf dem US-Markt 444 192 Wagen aus. Das waren 23 Prozent
mehr als im Vorjahr. Am Montag beginnt in Detroit die traditionsreiche Auto Show.

Das Absatzplus auf dem US-Markt ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg von VW an die Weltspitze. Volkswagen war in den USA lange nur schwach vertreten, während asiatische Hersteller wie Toyota dort auftrumpfen konnten. Bis spätestens 2018 will VW der weltweit größte Autokonzern sein, derzeit sind die Wolfsburger Nummer zwei hinter General Motors. VW hat die US-Offensive hat im vergangenen Jahr mit der Produktion eines speziell für den amerikanischen Markt entwickelten Passat verstärkt. Der neue Wagen wird in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee gebaut.

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Zweistelliges Wachstum anvisiert

2012 will VW in den USA erneut zweistellig wachsen und dabei stärker als der Markt zulegen. Experten rechnen mit einem Gesamtmarkt von 13,5 bis 14 Millionen verkauften Pkw und Pick-ups. Im vergangenen Jahr lag der US-Markt bei rund 12,8 Millionen Stück. Mittelfristig traut Browning dem Markt eine Rückkehr auf rund 15 Millionen Wagen zu. „Aber wir werden nicht mehr die früheren Höchstwerte sehen.“ In früheren Jahren verkauften die Hersteller auch schon mal 17 Millionen Neuwagen im Jahr. VW hat ein Rekordjahr hinter sich. Unterdessen will Konzernchef Martin Winterkorn den Autobauer im Kampf gegen die größten Konkurrenten mit immensen Investitionen neu aufstellen.
„Wir werden Volkswagen in den nächsten Jahren komplett neu aufstellen: ökonomisch und ökologisch! Mit neuen Technologien und Modellen, in neuen Märkten, mit neuen Fabriken und mit Investitionen in einem Ausmaß, wie es sie noch nie gegeben hat“, zitierte die Fachzeitung „Automobilwoche“ am Sonntag aus einer Mitteilung Winterkorns an Führungskräfte. Im Wettbewerb werde Volkswagen überall auf der Welt attackiert. Rivalen sind unter anderem Toyota, General Motors und Hyundai.
Sorgen bereiten Winterkorn dem Bericht zufolge die derzeit unsicheren Perspektiven auf bedeutsamen Automärkten. Angesichts vielerorts womöglich rückläufiger Nachfrage befürchtet der Konzernchef unter anderem kostspielige Rabattschlachten von Konkurrenten.

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