Ausblick 2013: Europa belastet deutsche Autobauer

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Ausblick 2013: Europa belastet deutsche Autobauer

In Europa werden wegen der Schuldenkrise immer weniger Autos verkauft. Daran dürfte sich auch im kommenden Jahr nicht viel ändern, stellt der Verband der Automobilindustrie in Aussicht.

Die deutschen Autobauer rechnen auf ihrem Heimatmarkt im kommenden Jahr mit weiter sinkenden Pkw-Verkäufen. Die Neuzulassungen dürften auf etwa drei Millionen Fahrzeuge schrumpfen, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag in Berlin mit. 2012 werden insgesamt 3,1 Millionen Fahrzeugen erwartet.

Im November sanken die Neuregistrierungen in Deutschland Branchenangaben zufolge um drei Prozent auf 260.000 Einheiten. Seit Jahresbeginn kamen knapp 2,9 Millionen Fahrzeuge neu auf die Straßen, zwei Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Die Nachfrage auf Europas größtem Pkw-Markt ist weiterhin stabiler als in vielen Nachbarländern.

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Dort können sich die Verbraucher wegen der hohen Arbeitslosigkeit keine Neuwagen leisten. In Frankreich waren die Neuzulassungen im November gar um knapp ein Fünftel weggebrochen.

Die Schuldenkrise wird im nächsten Jahr andauern - davon geht der Verband der Automobilindustrie (VDA) aus: "Der Gegenwind nimmt zu. Eines ist gewiss - das Jahr 2013 wird uns fordern, es wird ein hartes Arbeitsjahr", sagte VDA-Chef Matthias Wissmann.

Autoabsatzprognose für 2012 und 2013

  • USA

    2011: 12,8 Millionen

    2012: 14,3 Millionen (+11,5 Prozent)

    2013: 14,8 Millionen (+ 3,5 Prozent)

  • Westeuropa

    2011: 12,8 Millionen

    2012: 11,8 Millionen ( - 7,9 Prozent)

    2013: 11,5 Millionen (-2,5 Prozent)

  • Japan

    2011: 3,5 Millionen

    2012: 4,5 Millionen (+ 27,7 Prozent)

    2013: 4,2 Millionen (- 6,7 Prozent)

  • China

    2011: 12,2 Millionen

    2012: 13,1 Millionen ( + 7,4 Prozent)

    2013: 13,5 Millionen (+3,1 Prozent)

  • Russland

    2011: 2,6 Millionen

    2012: 2,9 Millionen (+12,5 Prozent)

    2013: 3,0 Millionen (+3,4 Prozent)

  • Indien

    2011: 2,5 Millionen

    2012: 2,8 Millionen (+9,2 Prozent)

    2013: 2,9 Millionen (+5,5 Prozent)

  • Brasilien

    2011: 3,4 Millionen

    2012: 3,6 Millionen (+4,8 Prozent)

    2013: 3,8 Millionen (+4,2 Prozent)

  • Global

    2011: 65,5 Millionen

    2012: 68 Millionen (+4,0 Prozent)

    2013: 69 Millionen (+1,5 Prozent)

In den USA herrschen Zustände wie im Schlaraffenland

Auf der andern Seite bewahrt die starke Nachfrage in Übersee die deutsche Automobilindustrie 2012 vor dem Schlimmsten. Besonders für deutsche Premiumhersteller läuft es in den USA und in Asien richtig gut. In Amerika wuchsen die deutschen Premiumhersteller im November deutlich stärker als ihre örtlichen Konkurrenten. Die Oberklassehersteller erleben dort teils hohe zweistellige Zuwachsraten. So steigerte BMW steigerte Absatz im November auf dem nach China weltweit zweitgrößten Pkw-Markt um 39 Prozent und lag damit einen Monat vor Jahresschluss rund 30.000 Einheiten vor dem Rivalen Daimler. Der Stuttgarter Konzern verkaufte im vergangenen Monat 15,6 Prozent mehr Fahrzeuge als vor Jahresfrist. Volkswagen steigerte den Absatz um knapp 30 Prozent, die ebenfalls zum Wolfsburger Konzern gehörende Sportwagenmarke Porsche sogar um mehr als 70 Prozent.

Als Grund für das hohe Wachstum führten Experten den Sturm "Sandy" im Oktober an, durch den viele Verkäufe in den November verschoben worden seien. Die Opel-Mutter GM begründete ihr vergleichsweise geringes Wachstum von drei Prozent damit, dass sie an der vom Sturm betroffenen Ostküste weniger Fahrzeuge verkaufe als in anderen Regionen der USA. Ford legte um 6,5 Prozent zu. Am stärksten unter den drei US-Autobauern steigerte sich die von Fiat kontrollierte Marke Chrysler (plus 14,4 Prozent).

Auch in China waren die Nobelkarossen von BMW, Daimler und der VW-Tochter Audi zuletzt gefragt. Dadurch können die deutschen Premiumhersteller den Absatzrückgang in ihrer Heimat abfedern, während die Konkurrenz von Opel und Peugeot über Werksschließungen diskutiert. Ford hat bereits angekündigt, in den nächsten Jahren drei Werke mit 5700 Beschäftigten zu schließen.

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