Autobauer: Daimler ist das Rekordergebnis nicht genug

Autobauer: Daimler ist das Rekordergebnis nicht genug

Das Jubiläumsjahr war für Daimler ein Rekordjahr. Der Autobauer will aber mehr. Vorstandschef Zetsche will in allen Bereichen eine Spitzenposition einnehmen. Analysten kalkulieren da vorsichtiger.

„In Summe haben wir das Jubiläumsjahr auch zum Erfolgsjahr für Daimler gemacht“, zog Vorstandschef Dieter Zetsche Bilanz.  „Jetzt arbeiten wir mit allen Kräften daran, diesen Erfolg fortzusetzen und wie geplant die Zielrenditen ab dem Jahr 2013 nachhaltig zu erreichen“, sagte der Daimler-Chef auf der Jahrespressekonferenz eingerahmt von einem roten Sportwagen und einer neuen Mercedes-Benz B-Klasse. Mit diesem Kompaktwagen will Daimler verlorenes Terrain gutmachen, weitere kompakte Modelle sollen in diesem Jahr folgen und einen weiteren Rekordabsatz möglich machen.

Insgesamt lag der Gewinn nach vorläufigen Zahlen bei 6,0 Milliarden Euro, der Umsatz bei 106,5 Milliarden Euro. 2010 hatten das Ergebnis noch 4,7 Milliarden und der Umsatz 97,8 Milliarden Euro erreicht. Mercedes-Benz Cars mit den Marken Mercedes-Benz, Maybach und Smart trug mit einem Verkaufsrekord von 1,38 Millionen Fahrzeugen zum Großteil zu dem guten Ergebnis bei. Auch der Umsatz der Sparte erreichte einen Höchststand von 57,4 Milliarden Euro und trug damit mehr als zur Hälfte zum Gesamterlös bei.

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Wie Daimler weiter wächst

  • Forschung und Entwicklung

    Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen auf 5,6 Milliarden Euro, nachdem sie im Vorjahr 4,8 Milliarden Euro betrugen. Die Mittel flossen vor allem in die Optimierung konventioneller Antriebstechnologien, Hybridautos, Elektroautos mit Brennstoffzelle und Batterie sowie in Sicherheitstechnologien.

  • Operativer Gewinn

    Im abgelaufenen Jahr profitierte der Konzern von der boomenden Pkw- und Lkw-Nachfrage und steigerte den operativen Gewinn um fast ein Viertel auf den Spitzenwert von knapp neun Milliarden Euro - einen Tick mehr als von Analysten erwartet.

  • Neueinstellungen

    Aufgrund des wirtschaftlichen Erfolges stockte der Konzern auch die Belegschaft deutlich auf. Mit weltweit 271.370 Mitarbeitern waren Ende 2011 über 11.000 Menschen mehr bei Daimler beschäftigt als ein Jahr zuvor. Der Aufbau soll 2012 weitergehen, allerdings schafft Daimler keine neuen Stellen in Deutschland, sondern vor allem in Nordamerika, Asien und Ungarn. In Deutschland soll die Zahl der Beschäftigen stabil bleiben. 2011 beschäftigte Daimler hierzulande 168.000 Menschen.

  • Dividendenerhöhung

    Die Aktionäre sollen an dem Rekordgewinn beteiligt werden: Der Vorstand schlug vor, die Dividende um 35 Cent auf 2,20 Euro anzuheben.

  • 4.100 Euro extra

    Freude bei den anspruchsberechtigten deutschen Mitarbeitern: Sie sollen Ende April eine Ergebnisbeteiligung in Höhe von 4.100 Euro erhalten.

  • Börsenreaktionen

    An der Börse kamen die Zahlen zunächst gut an: Die Papiere kletterten zu Handelsbeginn um 3,7 Prozent auf 46,33 Euro. Der deutliche Anstieg der Aktien seit Jahresbeginn sei „durchaus gerechtfertigt“, sagte ein Händler. Der Kurs der Daimler-Aktien hat seit Januar mehr als 30 Prozent zugelegt.

„Diese Leistung zeigt, dass unser Konzern mit seinem breiten Portfolio von Pkw, Trucks, Vans, Bussen und Finanzdienstleistungen strategisch sehr gut aufgestellt ist“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche. Doch das reicht dem Boss nicht. 2020 will er mehr Pkw, Trucks, Busse und Vans verkaufen als die anderen Premium-Hersteller. Wie viel genau, sagte er allerdings nicht. Es blieb bei einem vagen: „Wir wollen in all unseren Geschäftsfeldern die Spitzenposition.“ Der Konzern-Chef sieht vom Kleinwagen bis zum Geschäftsbereich Finanzdienstleisterungen noch Luft nach oben. Der direkte Vergleich mit den Wettbewerbern zeige ihm: „Einige schöpfen bereits aus, was wir noch heben werden.“

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