Autobauer: Geely investiert kräftig in Volvo

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Chinesische Hilfe: Geely will bei seinem Tochterkonzern Volvo investieren.

von Franz W. Rother

Der Autohersteller Volvo verstärkt die Bande mit seinem neuen Eigentümer in China. Li Shufu, Präsident und Mehrheitseigner der Zhejiang Geely Holdings Group, die Volvo Cars im August 2010 für umgerechnet 1,3 Milliarden Euro von der Ford Motor Company gekauft hatte, kündigte im Gespräch mit der WirtschaftsWoche an, in den kommenden fünf Jahren insgesamt elf Milliarden Dollar in das schwedische Tochterunternehmen zu investieren.

Das Geld soll laut Li in ein neues Motorenwerk, in Forschung & Entwicklung sowie ein großes „Technologie-Upgrade“ fließen. Zudem wurde ein gemeinsamer Einkauf von Teilen und Komponenten, die gemeinsame Entwicklung von kleinen Motoren und Technologien für den Elektroantrieb vereinbart. Befürchtungen, aus Volvo werde mit der Zeit eine chinesische Marke, wies der Volvo-Eigner zurück: „Geely ist Geely, und Volvo ist Volvo.“

Volvo sei die Topmarke im Portfolio von Geely und werde weltweit als führender Anbieter von sicheren und umweltfreundlichen Pkw positioniert. „Wir wollen Volvo revitalisieren und der Marke ihre Stärke wiedergeben“, sagte Volvo-Eigner Li Shufu der WirtschaftsWoche.

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Unter der Führung des ehemaligen VW-Managers Stefan Jacoby soll der weltweite Absatz von Volvo bis 2020 von zuletzt rund 450.000 Autos auf 800.000 Fahrzeuge fast verdoppelt werden, laut Jacoby „gerne auch schon früher“. China soll dabei schon 2014 mit einem Verkauf von rund 200.000 Autos zum „zweiten Heimatmarkt“ der Marke werden. 2011 wurden hier über 47.000 Fahrzeuge verkauft.

Eine Produktion von Volvo-Autos in China ist bereits beschlossen, in einem zweiten Werk sollen ältere Volvo-Fahrzeuge unter einer neuen Marke für den chinesischen Markt gebaut werden. Auf einer Konferenz in Shanghai kündigte Jacoby zudem an, bis zum Jahr 2020 ein Viertel aller benötigten Bauteile aus China zu beziehen, zu deutlich niedrigeren Kosten als bisher. Auch einen Export der China-Volvos in andere Länder schließt Volvo-Chef Stefan Jacoby nicht aus: „Das funktioniert ja auch in anderen Branchen“, so Jacoby gegenüber der WirtschaftsWoche.

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