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KommentarAutobauer: Rennen ohne Ende

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Audi wird Mercedes nach Überzeugung von Konzernchef Stadler bei der Zahl der verkauften Autos in diesem Jahr erstmals überholen. In den ersten elf Monaten des Jahres 2011 setzte Audi 1,19 Millionen Autos ab - Mercedes kam auf 1,14 Millionen Fahrzeuge.

von Franz W. Rother

BMW, Audi und Mercedes kämpfen um den Titel des weltgrößten Herstellers von Premiumautos. Wer hat den längeren Atem?

BMW-Fahrer sind jung, erfolgreich und üble Drängler auf der Autobahn. Im Mercedes, so es denn kein Taxi ist, sitzt ein dickbäuchiger Mann jenseits der 60, der dank des Sterns auf der Motorhaube die Überholspur gepachtet hat und den übrigen Verkehr keines Blickes würdigt.

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Und einen Audi steuert ein Beamter aus dem gehobenen Dienst, der es in Besoldungsstufe A9 geschafft hat und bei der Fahrt über die Autobahn sorgsam darauf achtet, die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit nicht zu überschreiten.

Vor zwei Jahrzehnten waren die Auto-Stereotypen an den deutschen Stammtischen eindeutig, gab es auch in den Zulassungsstatistiken des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg eine klare Hackordnung: In der Premium-Liga der deutschen Premiumliga stand ganz oben Mercedes-Benz.

Dahinter rangierte mit einigem Abstand BMW. Audi hingegen musste noch ringen, um von den Autokäufern wie von den Rivalen überhaupt als Premiummarke akzeptiert zu werden.

Überholmanöver auf dem Premiummarkt

Aber Auto-Stereotypen können sich ändern. Und Hackordnungen noch viel schneller, wenn man sich zu lange im Glanz des eigenen Erfolgs sonnt. Auf den Autobahnen sind heute Audi-Fahrer wenigstens genauso schnell unterwegs wie die BMW-Besitzer – so schnell, dass die Mercedes-Piloten nicht anders können, als den Dränglern Platz zu machen.

Ende 2011 wird sich die neue Rangfolge erstmals in den weltweiten Verkaufszahlen der drei Premiummarken niederschlagen: Nach BMW zieht nun auch Audi an Mercedes vorbei. Ende November fehlten den Ingolstädter sogar nur rund 50.000 Fahrzeuge, um auch noch BMW zu überholen. Allein die starke Position des bayerischen Erzrivalen auf dem US-Markt verhinderte ein zweites Überholmanöver.

Entsprechend selbstbewusst gibt sich Audi-Chef Rupert Stadler in diesen Tagen: „Unser Ziel ist es, ganz nach vorn zu kommen“, kündigt er im Gespräch mit der WirtschaftsWoche an. Bis 2015 will er elf Milliarden Euro in neue Produkte, Antriebstechnologien, neue Märkte und auch Produktionsstätten investieren, um weltgrößter Anbieter von Luxusautos zu werden. „Wenn Sie Gesamtsieger werden wollen, brauchen Sie einen gewissen Speed über eine längere Distanz.“

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