Autobauer setzen den Rotstift an: Auch Audi legt neues Sparprogramm auf

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von Franz W. Rother

Audi-Vorstandschef Stadler reagiert mit dem Sparprogramm „Business 2.0“ auf sinkende Gewinne. Auch die unsichere Geschäftslage in Russland und anderen Wachstumsmärkten spielt eine Rolle.

Nach BMW, Daimler und Volkswagen legt nun auch die VW-Tochter Audi unter dem Eindruck sinkender Erträge ein breitangelegtes Kostensenkungsprogramm auf. Einen Tag vor dem offiziellen Beginn der Werksferien werden nach Informationen der WirtschaftsWoche die 50.000 deutschen Audi-Beschäftigten im Laufe des morgigen Tages auf das genannte Fitnessprogramm „Business 2.0“ eingestimmt.

Mit einer Vielzahl von Maßnahmen soll es „steigende Ausgaben und zunehmende Unsicherheiten auf der Erlösseite kompensieren“, wie Vorstandschef Rupert Stadler in einem Brief an die „lieben Audianer“ ausführt, der der WirtschaftsWoche vorliegt. „Wir brauchen kein außerordentliches Sparprogramm, denn kontinuierliche Verbesserung gehört zu unserer Unternehmenskultur“, heißt es da.

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Aber vor dem Hintergrund der unsicheren Wirtschaftslage in Russland, strukturellen Problemen der Wirtschaft in Brasilien und Südafrika sowie der nachlassenden Konjunktur in Deutschland sei nun eine gezielte Feinsteuerung erforderlich, um weiterhin renditestark zu bleiben. Audi sei zwar auf einem guten Weg, „doch wer mehr Autos verkauft, verdient damit nicht automatisch mehr Geld“, so Stadler.

Bereits im ersten Quartal war die operative Marge von Audi im Vergleich zum Vorjahr um einen Punkt auf 10,1 Prozent gesunken. Nach unbestätigten Informationen aus dem Unternehmen hat sich die Ertragslage im zweiten Quartal trotz steigender Absatzzahlen nicht gebessert. Details sollen am Freitag bekanntgegeben werden.

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Quelle: dpa/Montage

Sparen will Audi an vielen Stellen, bei der Produktentwicklung und durch den Einkauf von Teilen im Ausland, in der Produktion und bei den Investitionen in neue Standorte im Ausland. Zugleich soll Marketing- und Vertriebschef Luca de Meo die Preispositionierung der Marke Audi verbessern: In einigen Märkten fahren die Autos mit den vier Ringen vergleichbaren Fahrzeugen von Mercedes und BMW preislich immer noch hinterher.

Ein konkretes Einsparziel hat der Audi-Vorstand nach Informationen der WirtschaftsWoche nicht definiert. Auch soll das Fitnessprogramm „Business 2.0“ keine Auswirkungen auf die Personalplanung haben: Wie geplant würden noch in diesem Jahr in Deutschland 3000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

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