
VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech setzt mit der beschleunigten Übernahme einen weiteren Meilenstein auf dem Weg, den weltgrößten Autohersteller zu schaffen. Die enge Kooperation der künftig zwölf Konzernmarken soll die Kosten deutlich senken. „Volkswagen und Porsche werden durch die Zusammenführung ihres operativen Geschäfts in Zukunft noch stärker - finanziell und strategisch“, erklärte VW-Chef Martin Winterkorn am Mittwoch.
Die Porsche-Holding, die bisher neben dem Sportwagenbauer Porsche AG auch gut die Hälfte der Volkswagen-Stammaktien besitzt, erhält von Volkswagen als Kaufpreis 4,46 Milliarden Euro und eine Stammaktie. Damit kann die hoch verschuldete Porsche-Holding ihre Verbindlichkeiten abbauen und hat sogar noch Geld für neue Investitionen übrig, die nach einer Satzungsänderung auch in Windkraftanlagen möglich sind. Volkswagen stockt im Gegenzug seine Beteiligung am Autobauer Porsche AG auf 100 Prozent von bisher 49,9 Prozent auf. Die Marke Porsche werde zu einem „festen Bestandteil“ des VW-Konzerns, begründete Winterkorn den Schachzug.
Bild: dapdDie Schlusslichter im Ranking
Die japanische Mazda Motor Corporation konnte sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessern und liegt immer noch auf dem letzten, 16. Platz. Schlechte Werte erreichten zudem die ebenfalls japanischen Autobauer Subaru und Honda. Für Subaru ging es sogar richtig bergab. Gleich fünf Plätze büßte die Marke des Unternehmens Fuji Heavy Industries im Vergleich zum Vorjahr ein und landete auf Platz 15. Ebenfalls fünf Ränge nach unten rasselte Honda. Und das, obwohl der Autobauer gemessen am Börsenwert sogar der zweitgrößte Automobilhersteller der Welt ist. Trotzdem reichte es nur für Platz 14.
Bild: obsFür die ebenfalls aus Japan stammenden Konzerne Suzuki und Mitsubishi ging es dagegen bergauf: Suzuki konnte sich leicht verbessern und den 13. Platz sichern. Mitsubishi konnte drei Ränge im Vergleich zum Vorjahr gut machen und landete auf dem 12. Platz.
Bild: dpaDer PSA-Konzern, zu dem die Marken Peugeot und Citroen gehören, liegt wie zuvor auf Platz 11. Für die Franzosen rächt sich laut CAM-Ranking ihre starke Fokussierung auf den europäischen Markt, der zunehmend härter umkämpft wird und zugleich Marktrückgänge verzeichnet.
Bild: REUTERSEbenfalls noch im Bereich der "Low Performer" befindet sich der Renault-Konzern. Allerdings konnte sich das französische Unternehmen um respektable vier Plätze nach oben kämpfen und landete so immerhin auf Platz 10. Und das, obwohl Renault einen Absatzrückgang von 7,1 Prozent verkraften musste.
Bild: REUTERSPlatz 9 geht an den Zusammenschluss von Fiat und Chrysler. Sie bilden in diesem Jahr das Schlusslicht im Mittelfeld des Rankings, die "Medium Performer", indem sie sich um vier Plätze nach vorne geschoben haben. Hierzu trug laut CAM vor allem die gute Performance von Chrysler bei.
Bild: REUTERSWie schon im Vorjahr steht Toyota auf Platz 8 - und das trotz der Erdbeben- und Nuklerakatastrophe von Fukushima im Jahr 2011. Beim Absatz konnte Toyota enorme Zuwächse realisieren und könnte nach Einschätzung der Experten 2012 sogar wieder der größte Automobilhersteller werden.
Bild: REUTERSNissan-Präsident und CEO Carlos Ghosn musste mit seinem Konzern zwei Plätze abgeben: Während Nissan im Vorjahr noch auf Platz 5 stand, hat es nun nur noch für Platz 7 gereicht. Trotzdem kann auch dieser japanische Autobauer der Katastrophe von Fukushima trotzen und sich im Mittelfeld des Rankings halten.
Bild: dpaPlatz 6 geht an General Motors. Trotz guter Marktlage in den USA und China kann sich GM aufgrund seines defizitären Europa-Geschäfts (hier macht vor allem die Tochter Opel in Deutschland große Sorgen) nicht steigern.
Bild: obs2010 gab es einen Rekord am Rhein: Der sechsmillionste Ford Fiesta rollte im Werk Köln vom Band. Der amerikanische Konzern schiebt sich im Automotive-Performance-Ranking 2011/12 um zwei Ränge nach vorne und belegt den 5. Platz.
Bild: REUTERSHyundai kann sich als "High Performer" stabilisieren und steht auf Platz 4. Dem Konzern gelingt dies vor allem durch eine hohe Marktleistung mit hohen Absatzsteigerungen sowie der viertbesten Financial Performance und einer immerhin guten Innovationskraft.
Die Schlusslichter im Ranking
Die japanische Mazda Motor Corporation konnte sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessern und liegt immer noch auf dem letzten, 16. Platz. Schlechte Werte erreichten zudem die ebenfalls japanischen Autobauer Subaru und Honda. Für Subaru ging es sogar richtig bergab. Gleich fünf Plätze büßte die Marke des Unternehmens Fuji Heavy Industries im Vergleich zum Vorjahr ein und landete auf Platz 15. Ebenfalls fünf Ränge nach unten rasselte Honda. Und das, obwohl der Autobauer gemessen am Börsenwert sogar der zweitgrößte Automobilhersteller der Welt ist. Trotzdem reichte es nur für Platz 14.
Der Wolfsburger Konzern und die Porsche-Holding erwarten durch die beschleunigte Integration Einsparungen von rund 320 Millionen Euro, die sich beide Unternehmen brüderlich teilen wollen. Allein wegen der Übertragung einer einzelnen VW-Stammaktie kommen die Konzerne bei der Transaktion steuerlich weitaus günstiger weg als zunächst kalkuliert. Das Finanzamt wird bei der Übernahme voraussichtlich leer ausgehen. Nach Abstimmung mit den Steuerbeamten in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Berlin ist klar: Statt als Umwandlung kann die Übernahme auch als Restrukturierung eingestuft werden - ohne steuerliche Nachteile für die Unternehmen, die Porsche und VW bisher bei der Eingliederung einkalkuliert hatten. Bereits vor knapp einem Monat hatte die WirtschaftsWoche über den Steuer-Trick berichtet.
Steuerexperten hatten mit einem Ertrag aus Körperschaft-, Gewerbe- und Grunderwerbsteuer von bis zu 1,5 Milliarden Euro kalkuliert, wenn die Porsche AG mit milliardenschweren stillen Reserven im Gepäck rechtlich im Zuge einer Unternehmensumwandlung bei VW untergeschlüpft wäre. Steuerfrei wäre eine solche Umwandlung erst ab Mitte 2014 möglich gewesen. Die stillen Reserven müssen nun nicht zwingend aufgedeckt werden, steuerliche Belastungen „könnten vermieden werden“, heißt es in einer Reuters vorliegenden Rechtsauskunft der Steuerbehörden in Stuttgart.
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