Autohersteller: Autobranche fürchtet Verschärfung der Klimaziele

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Die deutsche Autobranche fürchtet eine Verschärfung der Klimaziele.

Die deutschen Autohersteller fürchten eine Verschärfung der Klimaziele und damit mögliche Wettbewerbsnachteile.

Den deutschen Autoherstellern droht neues Ungemach aus Brüssel: Nur wenige Wochen, nachdem sich der EU-Ministerrat Ende 2013 auf neue Klimaziele für die Branche geeinigt hatte, wackelt der Kompromiss schon wieder. Der Verband der Automobilindustrie warnt bereits vor einer Verschärfung und damit möglichen Wettbewerbsnachteilen. Das berichtet die WirtschaftsWoche in der kommenden Ausgabe.
In monatelangen Verhandlungen hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel vehement für die deutschen Autobauer eingesetzt und erreicht, dass das Flottenlimit von durchschnittlich 95 Gramm CO2 pro Kilometer zum Teil erst ab 2021 wirksam wird. Bereits im Februar soll das EU-Parlament über diese Vorgaben abstimmen.
Nun aber zeichnet sich ab, dass der Messzyklus NEFZ mit dem bisher Spritverbrauch und damit letztendlich auch der CO2-Ausstoß der Fahrzeuge ermittelt werden, kurzfristig durch ein verschärftes Messverfahren abgelöst werden könnte. Dieser neue, WTLP genannte Zyklus soll die mittlerweile 17 Jahre alte und technisch überholte Norm ersetzen. Fachleute erwarten, dass die Durchschnittsverbräuche dann bis zu 25 Prozent höher liegen als beim alten Verfahren.
Während Autokäufer damit deutlich realistischere Verbrauchsangaben für Neufahrzeuge als beim alten NEFZ-Zyklus erwarten können, ist die Industrie alarmiert: Den deutschen Autoherstellern drohe eine „Verschärfung der Klimaziele durch die Hintertüre“, warnt Ulrich Eichhorn, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), im WirtschaftsWoche-Interview für den Fall, dass der 95-Gramm-Grenzwert künftig auf der Basis der neuen WTLP-Vorgaben ermittelt werde. Zwar sperre sich die Autoindustrie nicht gegen den neuen Zyklus. „Aber für ihn muss eine korrekte Umrechnung für jedes Fahrzeug und jede Motorisierung gefunden werden. Auch darf es keine Wettbewerbsverzerrung geben. Da geht es auch um Industriepolitik und den Produktionsstandort Deutschland.“
Wie das Magazin berichtet, drängen die Autohersteller daher auf eine zweistufige Einführung der neuen Norm. So könnten die neuen, alltagsnäheren Verbrauchsangaben zwar zunächst zur Information der Käufer publiziert, die CO2-Grenzwerte aber weiter auf Basis der alten Normen ermittelt werden. Mit entsprechenden Vorschlägen sind Industrievertreter vor Weihnachten schon in der EU-Kommission vorstellig geworden.

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