Autohersteller: Bei BMW und Porsche in Leipzig ist weniger als jeder Zweite fest angestellt

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Produktion des Porsche Panamera: Am Standort Leipzig beschäftigt der Autohersteller viele Leiharbeiter

von Harald Schumacher

Im November 2015 lag der Anteil der Leiharbeiter in den beiden Leipziger Automobilfabriken von BMW und Porsche jeweils bei mehr als 30 Prozent und der Anteil der Werkvertragsbeschäftigten bei über 20 Prozent.

Nur knapp die Hälfte der 18.500 Menschen, die am nach Wolfsburg, Stuttgart und München viertgrößten deutschen Automobilstandort Fahrzeuge produzieren, gehören den Stammbelegschaften an, ergaben Recherchen der WirtschaftsWoche bei Autoherstellern, Gewerkschaften und Dienstleistern. Erstmals wurden dabei auch die Leiharbeiter der Sub-Firmen erfasst, die auf und vor den Werksgeländen der Fahrzeughersteller tätig sind.

Die Leipziger Personalstruktur ist in beiden Unternehmen umstritten. „Das Beschäftigungsmodell, das momentan in Leipzig praktiziert wird, hat sich überlebt“, sagt der Porsche-Gesamtbetriebsratsvorsitzende und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Hück der WirtschaftsWoche. „Wir sind dabei, das zu korrigieren“. Langfristig will Hück für Leipzig „dieselben Standards wie im Stammwerk Zuffenhausen“ durchsetzen. Dort setzt Porsche weder Leiharbeits-Dienstleister noch Werkvertragsfirmen ein und erreicht Flexibilität allein über befristete Verträge.

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Der BMW-Konzern hat angekündigt, die Anzahl der Leiharbeiter im Leipziger Werk in diesem Jahr von 1800 auf 1600 zu reduzieren. Dem dortigen Betriebsratsvorsitzenden Jens Köhler geht das nicht weit genug: „Das Produktionspensum für die nächsten Jahre ist bekannt. Das kann man mit deutlich weniger flexiblem Personal machen.“

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1 Kommentar zu Autohersteller: Bei BMW und Porsche in Leipzig ist weniger als jeder Zweite fest angestellt

  • Werklohn ist im BGB für Handwerksmeister usw. juristisch fixiert.
    Für Hersteller also, die ein Werk an den Kunden abliefern.

    Wie rechnet man ein Industriewerk, Auto, von Werklohn in Stundenlohn um? Sind die Lohnstückkosten für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Autos von entscheidender Bedeutung? Wie viel solcher Stücklohn fällt auf Forschung und Entwicklung? Werden Verwaltungskosten und Vorstandsgehälter auf Stücklohn umgerechnet?
    Werkverträge zum Stundenlohn sind ein Widerspruch in sich.
    Nur deutsche Ökonomen sehen das anders, oder sind das alles Ideologen?

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