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exklusivAutohersteller: BMW will Werkverträge schärfer kontrollieren

von Harald Schumacher

Der Autohersteller BMW will sich stärker gegen das Unterlaufen von Branchentarifen durch Werkverträge schützen.

Blau-weiße Farbgebung, das kennt man ja von BMW. Ansonsten ist der i8 aber alles andere als traditionell. Anlässlich von ersten Testfahrten mit Journalisten auf der französischen Teststrecke betonte das Unternehmen noch einmal, das beim i8 auch vieles anders ist als beim i3. So ist der 2+2-Sitzer kein rein batteriegetriebenes Elektroauto, sondern ein Plug-In-Hybrid ...

Bild: PR

„Wir prüfen, inwieweit man im Werkvertrag dem Vertragsnehmer faire Arbeitsbedingungen vorschreiben kann“, sagte ein Unternehmenssprecher und bestätigt damit entsprechende Informationen der WirtschaftsWoche. Danach will BMW in einem Pilotprojekt im Bereich Transportlogistik nur noch solche Dienstleister und Werkvertragspartner beauftragen, die nach Branchentarif zahlen und Zeitarbeitskräfte nach dem Grundentgelt dieses Tarifs entlohnen.

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Bei Werkverträgen darf der Auftraggeber einem Arbeitnehmer keine direkten Anweisungen geben, andernfalls gilt dies als unerlaubte Leiharbeit und dem Auftraggeber droht etwa die Nachzahlung von Sozialabgaben. Zu Meinungsverschiedenheiten über die Rechtmäßigkeit von Werkverträgen zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat kommt es gerade im BMW-Werk Leipzig, wo BMW besonders viele Tätigkeiten an andere Unternehmen ausgelagert hat. „In den Verträgen ist alles akribisch festgehalten. Ob es in der Praxis wirklich von vorne bis hinten gelebt wird, da bin ich mir nicht so sicher“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Jens Köhler. BMW dagegen erklärte auf Anfrage, es sei „ausgeschlossen, dass ein Mitarbeiter eines Werkvertragspartners unzulässige Anweisungen von einer BMW-Führungskraft erhält“.

Nach Erhebungen der IG Metall sind die 3500 BMW-Stammkräfte in Leipzig schon in der Minderheit. Ihnen stehen 1800 Leiharbeiter sowie 2200 Beschäftigte von Werkvertragspartnern, Dienstleistern, Zulieferern und deren Sub- und Sub-Subunternehmern gegenüber.

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