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Autoindustrie : Kein Interesse an E-Autos

Autoindustrie : Liegt hier unsere Zukunft?

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Kein Interesse an E-Autos

BYD e6 Quelle: Reuters
Der BYd e6 hat bisher nicht den erwarteten Absatz in China schaffen können. Es fehlt das Interesse an der E-Mobilität. Quelle: Reuters

Die machten mehr Eindruck bei der Nachbarschaft als ein E-Auto, weiß ein Autoverkäufer in Shenzhen. Es gebe bisher kein Kundeninteresse für E-Autos, sagt Yang Jian, Chefredakteur des Fachorgans Automotive News China.

Doch Chinas Industrieplaner werden wohl noch mehr Druck auf den Markt ausüben. In Peking oder Shanghai etwa müssen Autobesitzer ihr Fahrzeug an einem Tag in der Woche stehen lassen. Das soll helfen, den Smog zu reduzieren. Die Behörden erwägen, E-Autos von solchen Restriktionen auszunehmen.

Als Daimler-Chef Zetsche im Frühjahr 2010 den Kooperationsvertrag mit BYD unterschrieb, fuhr das chinesische Unternehmen noch auf der Erfolgsspur. Doch im selben Jahr brach der Aufwärtstrend ab, anstelle der angekündigten 800.000 Autos konnte BYD nur 520.000 verkaufen. 2011 fiel der Absatz sogar erstmals unter den Vorjahreswert. Die Gewinne brachen ein, der Aktienkurs stürzte ab.

Dieter Zetsche musste seinem bedrängten Partner verbal beispringen. Am Rande der Frankfurter Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im vergangenen September sprach er von »Wachstumsschmerzen«, die bei einem so schnell groß gewordenen Unternehmen völlig normal seien. Er sei aber sicher, dass der Partner BYD die Rückschläge wegstecke.

Guangzhou im November 2011. Auf der Autoshow in der Provinzmetropole gut 100 Kilometer nordwestlich von Shenzhen stellen Mercedes und BYD ihr aktuelles Angebot aus – auf getrennten Ständen. Klaus Maier, Mercedes-Chef in China, präsentiert seine Modelle, von der in Peking montierten C-Klasse bis zur aus Sindelfingen importierten S-Klasse.

Seit wenigen Tagen wird auch der Geländewagen GLK in China montiert. »Die chinesischen Kunden wollen die neuesten Modelle«, sagt Maier.

Verkauf seit November

Acht Modelle kann BYD-Sprecherin Elva Zhai vorzeigen. Vom Kleinwagen F0 für umgerechnet 3.500 Euro bis zum großen Geländewagen. Sechs Modelle haben Benzinmotoren, zwei können elektrisch fahren. Auf dem erhöhten Podium stehen zwei Benziner: eine westlich gestylte Mittelklasselimousine und der modische Allradler.

Knapp 400.000 Benzinmodelle konnte BYD bis November losschlagen. Vom Hybridauto F3DM, das 2009 auf den Markt kam, wurden seither insgesamt 1.500 Exemplare verkauft, sagt Elva Zhai, 300 rein elektrisch fahrende e6 sind auf der Straße. Seit vier Wochen werde der e6 auch an Privatpersonen verkauft.

War das nicht schon viel früher geplant?

Mit jedem neuen konventionell angetriebenen Auto komme mehr »intelligence« ins Unternehmen, habe der Vorsitzende Wang gesagt, erzählt Elva Zhai. BYD ist nun zur selben Erkenntnis gelangt wie früher schon Daimler-Chef Zetsche: Das Geld für die Entwicklung der alternativen Antriebe muss vorerst noch mit den konventionellen Autos verdient werden.

Selbstverständlich halte man am Ziel fest, zum größten Autohersteller der Welt zu werden, sagt die BYD-Frau. Bei solchen Aussagen wandern die Blicke der Mercedes-Kollegen an die Decke.

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Der Aufstieg von BYD hat sich verlangsamt. Doch es wäre zu früh, die Entwickler von Herrn Lian abzuschreiben. Der neue e6 habe sich auch beim Antrieb gegenüber dem einst in Genf vorgestellten Vorgänger deutlich verbessert, lobt Daimler-Mann Röhringer.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 17.06.2012, 08:25 Uhrxyz

    "So wie das Projekt Tiger zwischen Daimler und BYD. Es sind Partnerschaften, bei denen nicht klar ist, wem sie am Ende am meisten nützen werden. BYD will von Daimler das Fachwissen haben, das ein Unternehmen braucht, um Autos für den Weltmarkt zu bauen."

    China ist ein staatliche gelenkter Kapitalismus. Also fördert China auch nur Projekte, die China vom Nutzen sind. Profitieren wird ergo nachher China. Dank Technologietransfer und verstärktem KnowHow kann es nachher E-Autos produzieren von guter Qualität für ein Drittel des deutschen Preises. Wenn man sich dann die kommende Nachfragesituation betrachtet, ist klar, dass in vielen Gegenden die Bereitschaft sinken wird, für den Namen eines Autos zu bezahlen. Die chinesischen Firmen haben gute Voraussetzungen ihre PKW nachher in Europa loszuwerden, wenn der Preis stimmt und dann noch KnowHow aus DE die Qualität verbessern half. Die Verbraucher in Europa schnallen nämlich überall ihre Gürtel enger und bevor man nachher gar kein Auto fährt, nimmt man das günstige chinesische Fabrikat. Zumindest in der Mittelschicht wird es so kommen. Das Segment wird Kleinstwagen bis Mittelklassewagen zunehmend Verkaufsmöglichkeiten für chinesische Firmen bieten. Bei PKW gibt es eh schon ein riesiges Überangebot und Überkapazitäten. Also werden Preise wohl sinken müssen. Und für das Prämiumsegment gehen auch Käuferschichten verloren - zumindest in Europa.

  • 21.01.2012, 10:07 Uhrkonsyltacii

    По-русски:
    Вполне возможно, что сама типовая схема автомобиля требует изменения. Специалисты признают, что использующая типовая схема современных автомобилей не удовлетворяет все потребностей покупателя.

    English:
    It is possible that the typical scheme of the car to be changed. Experts agree that using typical scheme of the automobile does not meet all the needs of the buyer.

    http://twitter.com/easypayshop

    http://twitter.com/konsyltacii_com


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