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Kommentar Autoindustrie: Überflüssiges Gepolter um CO2-Grenzwerte

von Franz W. Rother

Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne schimpft über die neuen CO2-Grenzwerte für Pkw-Flotten. "Brutal" nennt er die Ziele. Doch auch wenn es teuer wird - die Entscheidung der EU-Kommission ist richtig.

Silvretta E-Auto Rallye 2012: Mercedes-Benz SLS AMG E-Cell, A-Klasse E-Cell, B-Klasse F-Cell und der neue Smart fortwo electric drive. Alle Fahrzeuge erfüllen bereits die neue CO2-Norm. Quelle: Daimler
Silvretta E-Auto Rallye 2012: Mercedes-Benz SLS AMG E-Cell, A-Klasse E-Cell, B-Klasse F-Cell und der neue Smart fortwo electric drive. Alle Fahrzeuge erfüllen bereits die neue CO2-Norm. Quelle: Daimler

Mit dem geplanten neuen Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer für die Pkw-Flotten legt die EU-Kommission die Latte nochmals höher. Allerdings: Bis zum Jahr 2020 ist es noch eine Fahrzeuggeneration hin. Und die Arbeiten an verbrauchsarmen Motoren und alternativen Antrieben läuft bereits auf vollen Touren. Zahlreiche Zero-Emission-Fahrzeuge auch deutscher Hersteller gehen bereits 2013 in Serie. Allerdings sollten die Anstrengungen der Autoindustrie auch honoriert werden – und nicht die Zahl der Elektromobile pro Hersteller gedeckelt werden. Denn die Erzeugung des Stroms ist nicht Sache der Fahrzeughersteller. 

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Die Zukunft hat längst begonnen. Sieben batterie- und wasserstoffbetriebene Elektroautos hatte der Daimler-Konzern ins Montafon geschickt, Volkswagen war mit zwei Golf Blue e-Motion am Start, BMW mit einem stromendem Mini und einem Active E auf Einser-Basis, Opel mit dem Ampera, Toyota mit dem neuen Prius Plug-In, Citroen mit dem C-Zero, Fisker mit dem Karma und Tesla mit dem elektrogetriebenen Roadster: Fast alle namhaften Autohersteller waren bei der dritten e-Auto-Rallye im Montafon vertreten.

Insgesamt 28 Autos mit alternativen Antrieben demonstrierten drei Tage lang auf einer Gesamtstrecke von 330 Kilometern durch die Alpen, wie alltagstauglich die Technik bereits ist. Steigungen von bis zu 15,2 Prozent nahmen sie ebenso klaglos wie fast 4800 Meter Höhendifferenz. Und auch auf der Schnellstraße hatten sie keine Mühe, den Autos mit konventionellem Antrieb zu folgen. Einige der Autos wie der 392 Kilowatt starke Sportwagen Mercedes SLS AMG E-Cell waren noch teure Prototypen, andere kommen in den nächsten zwei Jahren auf den Markt und einige der Elektroautos wie den Smart fortwo electric drive kann man bereits heute kaufen oder leasen, um damit weitgehend emissionsfrei durch die City zu rollen – das Brennstoffzellenauto der Mercedes B-Klasse hat zwar einen Auspuff, aus dem allerdings nur Wasser tropft.

Grenzwerte werden locker unterboten

Die neuen Grenzwerte der EU-Kommission für den Straßenverkehr, nach denen die Pkw-Flotten in Europa maximal 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen dürfen, werden Autos mit den alternativen Antrieben also voraussichtlich so locker überwinden wie die Silvretta Hochalpenstraße. Aber auch für Autos mit konventionellem Antrieb ist ein Durchschnittsverbrauch von umgerechnet vier Litern pro 100 Kilometer auf dem Rollenprüfstand kein Hexenwerk: Die Autohersteller und ihre Zulieferer haben bereits in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Technologien entwickelt, um den Fahrzeugen das Saufen abzugewöhnen: Sparsame, kleinvolumige Motoren mit zwei oder drei Zylindern und Zylinderabschaltung, die dank Turboaufladung dennoch eine Menge Fahrspaß bieten; Start-Stopp-Automatiken, die den Motor an der Ampel zur Ruhe kommen lassen; Aggregate, die nur dann anspringen, wenn ihre Arbeit wirklich erforderlich ist undundund.

Was Ingenieure in der ganzen Welt und speziell in Deutschland in den vergangenen Jahren auf diesem Gebiet geleistet haben, ist wirklich beeindruckend. Viele Experten gehen deshalb wohl nicht zu Unrecht davon aus, dass die Zielvorgaben der EU für das Jahr 2015, die für die CO2-Emissionen von Neufahrzeugen einen Flottenwert von 130 Gramm vorschreiben, bereits früher erfüllt werden.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 12.07.2012, 05:37 Uhrholger

    co2 ist für das klima ohne auswirkung es ist die folge von klima nicht die ursache, es macht also keinen sinn ständig co2 zu 'zählen'.



  • 11.07.2012, 23:30 UhrWeichser

    Hallo Herr Rother,
    wenn Sie an die Klimalüge glauben, haben Sie natürlich völlig Recht.
    Nur, -seit 15 Jahren findet keine globale Erwärmung statt-im Gegenteil
    -der Meeresspiegel steigt nicht
    -die Gletscher wachsen wieder.
    Weltweit hat das so "giftige" anthropogene CO2 einen Einfluss von 3% auf das Klima. Die Beeinflussung Deutschlands beträgt 0,0004.. %.
    Nur für Nordamerika reichen die Erdölvorkommen mindestens 200 Jahre.
    Wer hat nach dieser Lage noch Interesse Autos zu kaufen, die auf Grund von CO2-Werten bemessen werden, batteriebetriebene schon gar nicht.
    Trotz alledem ist es durchaus sinnvoll mit den Ressourcen sparsam umzugehen.
    Sogar die führenden Kräfte der Grünen in England kehren sich von diesem Irrweg ab.
    Mit freundlichen Grüßen
    Lorenz Braren

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