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kolumneAutomarken: VW-Chef poliert Hyundais Image auf

Deutsche Automarken genießen ein ausgesprochen großes Ansehen – im Unterschied zu einigen ausländischen Konkurrenten. Der koreanische Hersteller Hyundai kann sich verbessern - auch durch eine unverhoffte Unterstützung.

Hyundai bekam Unterstützung von VW. Quelle: REUTERS
Hyundai bekam Unterstützung von VW. Quelle: REUTERS

Fast ungläubig schaut man in diesen Tagen auf die Nachrichten aus der Automobilindustrie: Während man denken könnte, dass aufgrund der Eurokrise ein Zusammenbruch der Wirtschaft kurz bevorsteht, brechen Mercedes, BMW und Audi sämtliche Absatzrekorde. Somit erweisen sich die deutschen Autobauer erneut als wichtige Säule der hiesigen Wirtschaft. Allerdings: Der Erfolg der Unternehmen basiert im Wesentlichen auf die Verkaufserfolge im außereuropäischen Ausland.

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Doch auch hierzulande sind zumindest die deutschen Premiummarken sehr stark positioniert: Wie eine Markenanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex zeigt, erreichen Mercedes, BMW und Audi mit mehr als 70 BrandIndex-Punkten Top-Werte. Die beliebteste Automarke ist nach wie vor Audi mit aktuell 88 BrandIndex-Punkten.

Im Imagekeller

Zu den beliebtesten Anbietern gehört neben den Premiummarken auch Volkswagen: Die Marke aus Wolfsburg konnte innerhalb der vergangenen drei Jahre aus Verbrauchersicht deutlich zulegen und bewegt sich ebenfalls im Spitzenfeld. Betrachtet man das Abschneiden ausländischer Marken, wird deutlich, wie schwer es Koreaner, Italiener und Franzosen in Deutschland haben.

Besonders die koreanischen Marken Hyundai und Kia kommen nicht aus dem Imagekeller – auch wenn zumindest im Falle von Hyundai seit einigen Monaten eine positive Tendenz zu beobachten ist. Ausgerechnet VW-Chef Martin Winterkorn sorgte dafür, dass dieser Trend noch verstärkt wurde: Auf der Automesse IAA in Frankfurt lobte er die die gute Qualität des Golf-Konkurrenzmodells i30. Das entsprechende Video dazu entwickelte sich auf YouTube als Hit.

Und tatsächlich: In den Tagen nach der Messe verbesserten sich die Imagewerte von Hyundai deutlich. Während der BrandIndex-Wert Anfang September noch bei -25 Punkten lag, kletterte er einige Tage später immerhin auf -14 Punkte – zumindest vorübergehend. Zwar bleibt die Marke damit weiterhin schwach positioniert, Interessant ist in diesem Zusammenhang aber, dass sie das Image nicht nur aus Sicht von besonders internetaffinen Social-Media-Nutzern verbessert hat: Wie der BrandIndex zeigt, ist das Thema - angefeuert durch eine ausgiebige Berichterstattung - auch in der breiteren Bevölkerung angekommen.

Fiat hinter Kia

Auch andere ausländische Marken haben es schwer: So liegt Fiat aktuell im Ranking sogar hinter Kia – deutlich im negativen Bereich. Die Luxusmarke Infiniti konnte bislang noch nicht Fuß fassen und erreicht nach leichten Zuwächsen ebenfalls sehr schwache Werte. Immerhin im Mittelfeld bewegen sich Marken wie Peugeot, Renault oder Alfa Romeo.

Zu den aussichtsreicheren ausländischen Marken, die sich vergleichsweise stark positionieren können gehören Mazda, Honda und vor allem Volvo.

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