Automarkt: VW will in China sechs bis acht Prozent wachsen

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Automarkt: VW will in China sechs bis acht Prozent wachsen

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2,8 Millionen Autos setzte Volkswagen 2012 in China ab. Zu den beliebtesten Modellen zählen der VW Lavida, New Bora, Passat NMS und der Tiguan.

Volkswagen ist nicht nur der drittgrößte Autobauer der Welt, er ist auch der größte Pkw-Hersteller in China. VW will gemeinsam mit den Partnern FAW und SVW weiter kräftig zulegen.

Volkswagenkonzern rechnet in den nächsten drei bis fünf Jahren mit Wachstum des chinesischen Automarktes von sechs bis acht Prozent jährlich. „Unser Ziel ist es, mindestens so schnell zu wachsen wie der Gesamtmarkt“, sagte der neue VW-China-Chef, Vorstandsmitglied Jochen Heizmann, und machte deutlich, dass Europas größter Autobauer als Marktführer in China eigentlich auch stärker zulegen möchte: „Unsere Ziele sind ein bisschen ehrgeiziger."

Die Bedeutung des größten Automarktes der Welt für Volkswagen werde durch das starke Wachstum und die Schwäche des europäischen Marktes noch zunehmen. „China hat eine außerordentliche Bedeutung für Volkswagen“, sagte Heizmann. Von den 9,1 Millionen Volkswagen weltweit wurden im vergangenen Jahr 2,8 Millionen in China verkauft. Der Wachstumsmarkt in China ist ein wichtiger Eckpfeiler der erklärten Strategie des größten europäischen Autokonzerns, bis 2018 Toyota überholen und weltgrößter Autohersteller werde zu wollen.

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Das starke Volkswagen-Engagement im Reich der Mitte schafft nach Heizmanns Worten auch „viel Beschäftigung in Deutschland“ - sei es durch Zulieferungen von Motoren, Komponenten, Ingenieurleistungen oder Anlagen deutscher Maschinenbauer für neue Autowerke. Ferner stelle China heute eine „signifikante Größe“ im Konzernergebnis von Volkswagen dar, sagte das Vorstandsmitglied, ohne Zahlen nennen zu wollen. „Wir verdienen gutes Geld.“

Heizmann wollte weniger von einer „Abhängigkeit“ vom chinesischen Markt sprechen, sondern vielmehr von einer „Chance“. Dass Volkswagen schon so früh global und in China tätig gewesen sei, sähen Wettbewerber heute als Ursache für die Stärke des Unternehmens an. „Es ist die Basis unseres heutigen Erfolges“, sagte Heizmann.

Zum heftigen und anhaltenden Smog in China, der in diesem Winter Peking und andere Metropolen plagt, sagte Heizmann, das sei „ein sehr ernstes Thema“. Die Luftverschmutzung aber nur auf die Autohersteller zu schieben, sei „falsch“, auch wenn diese neben der Industrie insgesamt, den Haushalten und der Infrastruktur ihren Beitrag leisten müsse. „Überall muss man eingreifen.“ Er wies auch darauf hin, dass Diesel und Normalbenzin in China eine schlechtere Qualität hätten, so dass Volkswagen sogar seine Motoren speziell anpassen müsse.

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Volkswagen wolle den Umweltschutz vorantreiben. „Wir wollen nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch die Führung innehaben“, sagte Heizmann. Der Markt in China und der Absatz von Volkswagen sei immens gewachsen. Es müsse gleichwohl ein Gleichgewicht zwischen profitablem Wachstum und der Verantwortung geben, die ein großes Unternehmen in der Gesellschaft trage. Volkswagen leiste auch einen großen Beitrag zur Ausbildung in China. Das Unternehmen beschäftigt 74.000 Mitarbeiter in China, während weitere 80.000 bei Händlern arbeiten.

Heizmann kündigte an, dass das neue Werk in Ürümqi in Nordwestchina im Sommer eröffnet werde. Zu der Minderheitenproblematik in der Unruheregion, wo muslimische Uiguren kulturelle und wirtschaftliche Unterdrückung durch die Chinesen beklagen, sagte der VW-China-Chef, die turkstämmige Minderheit solle in die Belegschaft integriert werden. Es gebe die klare Strategie, Minderheiten „entsprechend der Anteile in der Bevölkerung auch bei uns zu beschäftigen“.

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