Automobilindustrie: 2011 wird das Auto-Rekordjahr

Automobilindustrie: 2011 wird das Auto-Rekordjahr

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Freut sich über das gute Jahresergebnis: Matthias Wissmann, Präsident der Verbands der Deutschen Automobilindustrie VDA präsentierte in Berlin die aktuellen Zahlen und Prognosen der Autobauer.

von Rebecca Eisert

Mehr Umsatz, höhere Produktion, höhere Exportzahlen: Die deutsche Automobilindustrie erwartet 2011 neue Rekorde.

In Deutschland würden in diesem Jahr über 3,1 Millionen Autos neu zugelassen, teilte der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) mit. Diese Entwicklung werde sich zwar nicht auf das kommende Jahr fortschreiben lassen.

Man sei aber auch für 2012 zuversichtlich, wenn es gelinge, die Finanzmärkte zu stabilisieren, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. „Wir gehen etwas vom Gas, behalten aber Tempo.“

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Im Ausland sehr gefragt

Deutsche Autos waren 2011 besonders im Ausland gefragt: Der VDA erwartet einen Exportrekord von 4,55 Millionen Fahrzeuge. Auch die Bestellungen seien auf einem hohen Stand. Dies gelte auch für das Inland. In Deutschland wurden bis Ende November 2,93 Millionen Autos zugelassen. Dies ist ein Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von neun Prozent.

Mercedes legt in den USA zu

Die Daimler-Tochter Mercedes-Benz hat im November auf dem US-Automarkt am stärksten zugelegt. Dank eines Modellwechsels verdoppelten sich die Verkäufe der C-Klasse. Der sportlichere Wagen habe vor allem mehr junge Leute und Mercedes-Erstkäufer angelockt, erklärte der Hersteller. Die Zahl der verkauften Autos Mercedes-Modelle samt Smart stieg nach  Unternehmensangaben um 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 28.300.

 Volkswagen brachte 28.400 Wagen an die Kunden, 41 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Besonders stark legte der neu auf den Markt gebrachte US-Passat zu. In zwei Monaten hat VW schon mehr der großen Limousinen verkaufen können als im gesamten Vorjahr. Auch der neue Beetle hat viele Fans gefunden. „Der November war ein fantastischer Monat für Volkswagen“, sagte Nordamerika-Chef Jonathan Browning.

Die US-Autozeitschrift „Motor Trend“ kürte den Passat zum „Auto des Jahres 2012“. Der Wagen ist größer als sein europäisches Pendant, wird aber gleichzeitig zu einem günstigeren Einstiegspreis angeboten. Das hatte die Nachfrage in die Höhe schnellen lassen.

A5 und A8 punkten in Übersee

Die VW-Tochter Audi steigerte sich um knapp 4 Prozent auf 9700 Autos, vor allem brachten die Ingolstädter mehr große Autos wie den A6 und den A8 los, A3 und A4 ließen sich schleppender absetzen.

Abstriche musste allein Porsche machen: Der mit Volkswagen verbundene Sportwagenbauer verbuchte ein Minus von 7 Prozent auf knapp 2255 Wagen und führte das auf Lieferengpässe zurück. Der Geländewagen Cayenne war der einzige Lichtblick.

BMW -meldete einen Zuwachs von 15 Prozent auf insgesamt 26.300 Fahrzeuge seiner Marken BMW und Mini, wobei BMW um 7 Prozent und Mini um satte 71 Prozent zulegte dank der neuen Modelle Crossover und Coupe.

GM setzt auf Kleinwagen

Von den US-Herstellern legte Chrysler am stärksten zu. Der vom italienischen Autobauer Fiat kontrollierte Konzern steigerte seine Verkaufszahl um 45 Prozent auf 107.200 Fahrzeuge.

Branchenprimus General Motors legte um 7 Prozent auf 180.400 Wagen zu. "Wir sehen eine große Bandbreite an Kunden, die auf den Markt zurückkommen“, sagte US-Verkaufsschef Don Johnson. Während der Rezession waren die Verkäufe drastisch eingebrochen. Um die Kunden zurückzugewinnen, bietet GM nun auch verstärkte kompakte oder kleine Wagen an.

Erzrivale Ford legte um 13 Prozent auf 166 900 Autos zu. Der einstige Weltmarktführer Toyota büßte weiter Marktanteile ein. Mit einem Plus von 7 Prozent auf 138.000 Autos legte der Konzern weniger stark zu als die Konkurrenz. (mit dpa, rtr)

 

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