Automobilindustrie: Autoabsatz in Deutschland berappelt sich

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Automobilindustrie: Autoabsatz in Deutschland berappelt sich

Im Zuge der Genfer Automesse teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) die Absatzzahlen auf dem europäischen Pkw-Markt mit. Der Trend in Westeuropa zeige nach oben.

Der Autoabsatz in Deutschland kommt in Gang. Im vergangenen Monat seien 209.400 Fahrzeuge neu zugelassen worden, vier Prozent mehr als vor Jahresfrist, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Montag vor Beginn der wichtigen Automesse in Genf mit. Dies war hierzulande der dritte Monat in Folge mit einem Zulassungsplus. Damit mehren sich die Anzeichen, dass die Flaute auf dem größten europäischen Pkw-Markt zu Ende geht. In anderen europäischen Ländern ist die Misere noch nicht überwunden. In Frankreich schrumpfte der Pkw-Absatz nach Angaben des dortigen Branchenverbandes im vergangenen Monat um 1,4 Prozent. In Spanien, wo der Staat Autokäufe mit hohen Zuschüssen ankurbelt, stieg der Absatz dagegen um knapp 18 Prozent.

Verband der Automobilindustrie 2014 wird ein gutes Jahr für Autobauer

Der Verband der Automobilindustrie blickt optimistisch ins nächste Jahr: China und die USA werden noch mehr Autos nachfragen und selbst der europäische Markt soll sich erholen. Zumindest so lange die Politik mitspielt.

huGO-BildID: 33803043 ARCHIV - Ein VW-Mitarbeiter arbeitet am 14.03.2012 im Volkswagen-Nutzfahrzeugwerk in Hannover an einer Produktionsstraße für den Amarok. Europas größter Autobauer Volkswagen sieht sich mit einem der größten Rückrufe in der Konzerngeschichte konfrontiert. Foto: Peter Steffen/dpa (zu dpa "Europas größter Autobauer Volkswagen sieht sich mit einem der größten Rückrufe in der Konzerngeschichte konfrontiert" vom 14.11.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa


"Wir sind weit davon entfernt, in Jubelstürme auszubrechen", sagte VDA-Chef Matthias Wissmann. Doch zeige der Trend in Westeuropa wieder nach oben. Für das Gesamtjahr erwartet der VDA ein Verkaufsplus in Westeuropa von zwei Prozent auf 11,7 Millionen Fahrzeuge. Bis die Branche wieder das Vorkrisenniveau von 15 Millionen verkauften Einheiten erreicht, dürften nach Meinung von Experten allerdings noch mehrere Jahre vergehen - wenn er überhaupt je wieder diese Größe erreicht. Denn der Markt in Europa gilt als gesättigt, Neuwagen verkaufen sich nur noch, wenn der alte Wagen ausgedient hat.
Die Erholung in Europa wirkt sich auch positiv auf die Auslastung der Fabriken aus. Im Februar rollten 493.200 Fahrzeuge von den Produktionsbändern der Hersteller in Deutschland, sieben Prozent mehr als vor einem Jahr. Davon wurden 379.800 Wagen exportiert, ebenfalls sieben Prozent mehr. Für das Gesamtjahr rechnet der VDA mit einem Anstieg der Inlandsproduktion um zwei Prozent auf 5,55 Millionen Einheiten. Der Export soll ebenfalls um zwei Prozent auf 4,28 Millionen Stück zulegen. Drei Viertel aller Autos, die in Deutschland vom Band laufen, werden exportiert.

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Damit können die Hersteller zuversichtlich nach Genf reisen. Von der ersten Messe des Jahres in Europa erhofft sich die Branche nach der mehrjähriger Flaute ein Aufbruchsignal. In den Messehallen am Genfer See werden traditionell viele Klein- und Kompaktwagen ins gleißende Scheinwerferlicht gerückt, weil diese in Europa wegen der hohen Spritpreise besonders gefragt sind. Peugeot/Citroen und Toyota stellen die Kleinwagen Peugeot 108, Citroen C1 und Toyota Aygo vor, die auf einer gemeinsamen Plattform gebaut werden. Die konkurrierende Allianz von Penault/Nissan und Daimler setzt dem als erstes großes gemeinsames Projekt den Renault Twingo entgegen, während der baugleiche Smart erst Ende des Jahres auf dem Markt kommt.
Auch mit PS-starken Sportwagen und luxuriösen Limousinen versuchen die Hersteller Besucher in die Messehallen im noblen Genf zu locken. Daimler zeigt das Coupe der neuen S-Klasse. BMW das 4er Coupe. Die VW -Tochter Audi reist mit dem Sportwagen TT in die Schweiz.

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