Automobilmarkt 2014: Europa bleibt schwierig, China wird spannend

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Automobilmarkt 2014: Europa bleibt schwierig, China wird spannend

Aufgrund der Wirtschaftskrise werden es die Autobauer in Europa weiter schwer haben. Warum es trotzdem aufwärts geht und welche Unternehmen im kommenden Jahr zu den Gewinnern zählen werden.

Insgesamt sehen die Marktprognosen für die Automobilhersteller weltweit für das kommende Jahr ganz gut aus. Eine Studie der Universität Duisburg Essen geht von einem Wachstum um fünf Prozent auf 74,2 Millionen verkaufte Neuwagen weltweit aus. Dabei bleibt Europa jedoch weit hinter seinem Normalniveau an Verkäufen zurück, während China zur Wachstumslokomotive wird.

Unter den Top 15 Märkten verspricht das Reich der Mitte mit einem Zuwachs von elf Prozent im kommenden Jahr das größte Potenzial für die Hersteller. Erstmals wurden im Jahr 2013 in China mit 15,87 Millionen Pkw mehr Autos als in den USA verkauft (15,7 Millionen). In keinem Land der Welt wird der Automarkt so stark wachsen wie in China, heißt es in der Studie. Und dieser Trend könnte einige Jahre andauern. Während in den Vereinigten Staaten 748 Pkw pro 1000 Einwohner vorhanden sind, beträgt die Dichte in China gerade einmal 47 Pkw pro 1000 Einwohner. Damit ist das Land einer der interessantesten Wachstumsmärkte für die Hersteller.

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Europa

In Europa hingegen zeigt sich der Kontinent gespalten. Zwar sei es gelungen, den Abwärtstrend im Süden zu stoppen, doch müsse mit einer langen Erholungsphase gerechnet werden. Besonders in Spanien und Italien sind die Märkte aufgrund der Schuldenkrise und der daraus folgenden Rezession eingebrochen.

Das nur dünne Wirtschaftswachstum und die Arbeitslosigkeit in Höhe von 26,7 Prozent in Spanien lasse auch keine schnelle Trendwende zu, mutmaßen die Wissenschaftler. Vor allem, weil die staatlichen Subventionen für die Automobilindustrie nur noch bis maximal April gezahlt werden können. Bisher konnte ein Regierungsprogramm der Iberer rund 300.000 Neuwagenkäufe mit einem Verschrottungsprogramm nach dem Vorbild der Abwrackprämie in Deutschland unterstützen.

In England und Deutschland hingegen scheint das Wirtschaftswachstum im Markt stabil. Gerade die Rahmenbedingungen in Deutschland fallen für 2014 positiv aus. Immerhin erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent gegenüber 0,5 Prozent im Jahr 2013. Auch die Arbeitslosenquote wird den Prognosen zufolge 2014 weiter sinken. 2013 fiel sie um 5,5 Prozent. Von der schwarz-roten Regierung werden „Impulse für die Nachfrageseite erwartet“, heißt es in der Studie.

Ein Grund für die Hoffnung auf einen guten Absatz in Deutschland ist auch der Wagenbestand in der Bundesrepublik. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge auf deutschen Straßen beträgt immerhin 8,9 Jahre und ist damit im Vergleich zu den Vorjahren angestiegen. Außerdem seien Fahrzeugfinanzierungen aufgrund der niedrigen Zinssätze 2014 besonders attraktiv.

Laut Prognose werden 2014 in Deutschland immerhin 3,13 Millionen Pkw-Neuwagen in die Zulassung gehen. Das wäre ein Plus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Prognostizierte Gewinner 2014

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Die größten Gewinner werden auch im kommenden Jahr wieder die Premiumhersteller wie Daimler, Porsche und Jaguar Landrover sein. Sie haben die besten Chancen 2014 ihre Marktanteile auszuweiten, wie die Studie ergeben hat. Bei den deutschen Autobauern rechnen die Wissenschaftler mit einer Verschiebung der Marktanteile in Richtung Mercedes und Porsche. Porsche wird im Frühjahr 2014 den Macan in den Verkauf geben. Damit hätte das Unternehmen die Möglichkeit, die Marke von 200.000 Verkäufen zu knacken. Bei Mercedes stehen ab Frühjahr die C-Klasse und der GLA neu im Verkauf.

Für VW wird vor allem der Passat wichtig, der allerdings erst gegen Ende des Jahres in den Handel kommt. Ähnlich sieht es bei Opel aus. Der Hersteller hofft auf den Erfolg des neuen Corsa, der ebenfalls erst im Herbst 2014 in den Verkauf kommt. BMW und Audi bringen im ersten Halbjahr eher Nischenmodelle in den Markt. 

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