Autosalon Moskau: Deutschlands Autobauer setzen auf Russland

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Autosalon Moskau: Deutschlands Autobauer setzen auf Russland

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Porsche 911 GT2 RS auf dem Moskauer Autosalon - auch Luxus ist hier Thema, doch Russland ist längst auch Massenmarkt für Mittelklassemodelle.

Die Fahrzeughersteller präsentieren auf dem Moskauer Autosalon neue Modelle und hervorragende Zahlen. Russland wird gerade für die deutschen Konzerne immer wichtiger. Der Absatz wächst überraschend stark.

Der Moskauer Autosalon, das klingt nach Luxus und übertrieben teuren Autos für die superreiche Oberschicht. Schicke Oberklasse-Limousinen und protzige Geländewagen sind schon eine Art Wahrzeichen der staugeplagten Hauptstadt des Riesenlandes geworden. Auf dem diesjährigen Moscow International Automobile Salon MIAS, der gestern startete, zeigt sich jedoch: Russland ist längst ein Massenmarkt geworden, auf dem kompakte Limousinen und kleine SUVs den Ton angeben. 

So sind es auch weniger beeindruckende Modelle und Weltpremieren, die die Ausstellung interessant machen. Es sind die Zahlen, mit denen die Hersteller protzen. Zuwachsraten von 30, 50 oder gar 70 Prozent bei den Verkäufen sind keine Seltenheit und gehören hier eher zum Standard. Vor allem deutsche Automanager zeigten sich in bester Laune. Laut dem Herstellerverband VDA habe der Export nach Russland im vergangenen Jahr um 61 Prozent auf 150.000 Fahrzeuge zugelegt. Noch kräftiger stieg jedoch auch die Fertigung im Land. Auch im ersten Halbjahr 2012 rollten über 90.000 Autos aus den Werken deutscher Konzerne in Russland, ein Plus von 63 Prozent. 

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Bester Monat seit dem Start der Verkäufe in Russland 

Die Zahlen sind insofern überraschend, als Experten ein Abflachen des Wachstums voraussagten.  Im Januar prognostizierte der Unternehmensverband AEB für das laufende Jahr ein Wachstum von fünf Prozent. Tatsächlich aber wächst der Verkauf drei Mal so schnell. So war der Juni der beste Monat für die Hersteller, seit dem in Russland Autos verkauft werden. „In den kommenden Jahren dürfte Russland den deutschen Markt überholen“, sagte Klaus Bräunig, Geschäftsführer des VDA, auf der Moskauer Messe. 2012 dürften die Verkäufe an der drei Millionen Marke kratzen.

Auch weil in Europa die Geschäfte deutlich schlechter laufen und sogar in Deutschland weniger Autos zugelassen werden, könnte Russland noch wichtiger werden und die schwächelnde Nachfrage abfedern. Die Autodichte ist halb so hoch wie in Deutschland, außerdem sind viele ältere Modelle unterwegs, die ersetzt werden müssen.

Bis Russland auch beim Umsatz Deutschland einholt, dürfte es jedoch ein weiter Weg sein, denn auch wenn jeder fünfte Neuwagen in Russland von einem deutschen Konzern stammt – unter den 25 meistverkauften Modellen, sind die allermeisten für weit unter 20.000 Euro zu haben, viele sogar für um die 10.000. Die Gewinne dürften also nicht all zu üppig ausfallen. So ist zum Beispiel der Polo Stufenheck, Volkswagens mit Abstand meistverkauftes Fahrzeug in Russland, bereits ab knapp 11.000 Euro erhältlich. Zudem hat die Krise 2009 gezeigt, wie schnell es in dem Land abwärts gehen kann.

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