Autostudie: Was Frauen von ihrem Auto wollen

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Autostudie: Was Frauen von ihrem Auto wollen

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Für Frauen ist die Kommunikation im Auto das A und O.

von Rebecca Eisert

Eine fahrende Kommandozentrale mit Zugang zum sozialen Netz - das wünschen sich Frauen von ihrem Auto, sagt das Kompetenzzentrum Frau und Auto. Ein Frauenauto wollen sie aber nicht.

Die Frage, was Frauen wollen, treibt auch die Herren in der Automobilbranche um. Bisher stand nur fest: Frauen haben mehr Ansprüche an ihr Auto als Männer. Mittlerweile sind etwa 36 Prozent der Autos in Deutschland auf Frauen zugelassen - und es werden mehr. Deshalb untersuchen sechs Professoren am Kompetenzzentrum Frau und Auto in Mönchengladbach seit neun Jahren, welche Autos Frauen kaufen und wie sie sich ihren Traumwagen vorstellen. Sie kommen von verschiedenen Hochschulen und bekommen Aufträge aus der Industrie - denn besonders die Autobauer interessieren sich dafür, was Frauen haben wollen. "Wir machen etwas, was die Industrie nicht macht - wir schauen auf die Frauen und leiten daraus Bedürfnisse ab. Die Hersteller sehen auf die Modellpalette und suchen dafür Zielgruppen", sagt Doris Kortus-Schultes vom Kompetenzzentrum.

Fahrende Kommunikationszentrale

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Sie hat festgestellt, dass besonders die junge Frauen "das Auto wie eine Kommandozentrale nutzen und auf soziale Netzwerke zugreifen wollen", sagt sie. Dazu stünden Frauen auf starke Motoren. "Frauen verwenden das Auto vielfältiger", sagte die Wirtschaftswissenschaftlerin anlässlich einer Tagung in Göttingen, bei der es bis Dienstag unter anderem um die Themen Mobilität, Kommunikation und Interaktion geht. "Sie wollen die Zeit nutzen, um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben." Besonders wichtig sei den technikaffinen Frauen, dass sie auch unterwegs ihre Apps nutzen und ihrem Auto via Sprachsteuerung Befehle erteilen können. Auch der Ausbau der Freisprecheinrichtungen sei sehr wichtig.

Einziges Manko: Noch seien die Neuwagen eher auf den männlichen Geschmack abgestimmt, sagt Kortus-Schultes. Frauen wünschen sich, dass sie ihr Smartphone und die damit verbundenen Dienste auch während der Fahrt nutzen können, sie wollen viel mehr Kommunikation im Auto - das ist ihnen wichtiger, als dass Autos untereinander kommunizieren können. Außer im Opel Adam bieten die deutschen Autobauer diesen Service allerdings nicht an. "Es wäre wichtig, die Kommunikationsdienste in Klein- und Kleinstwagen zu integrieren", sagt die Wissenschaftlerin. Schließlich kaufen gerade junge Frauen Autos aus diesem Segment. Darauf sollten deutsche Autobauer achten, wenn sie Frauen ansprechen wollen. "Sonst kommen uns hier die Koreaner und andere Hersteller aus Asien zuvor", ist sich Kortus-Schultes sicher.

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